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Blutspende für Herstellung von nicht medizinischen Blutprodukt möglich

03.04.2020 11:45 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Zusammenfassung:

Aderlass zur Blutgewinnung außerhalb medizinischer Zwecke wohl nicht durchführbar.

Ist es grundsätzlich möglich Blutspenden für nicht medzinische Blutprodukte durchzuführen, gibt es Vorschriften die man bei der Produktion und Entnahme nur bezogen auf das Blut und den Vorgang beachten sollte ?

Einsatz editiert am 03.04.2020 13:35:13

Eingrenzung vom Fragesteller
03.04.2020 | 11:47

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine derartige Ausgestaltung eines medizinisch induzierten Vorgangs erachte ich nicht als zulässig. Wer auch immer sich für einen im weitesten Sinne als okkult anzusehenden Aderlass zur Verfügung stellen sollte, müsste über die grundsätzliche Fragwürdigkeit hinsichtlich der Einwilligung in die mit der Venenpunktion verbundenen Körperverletzung (§ 228 StGB ) aufgeklärt werden. Völlig unzureichend wäre es sicher, die einwilligende Person glauben zu lassen, sie "spende" Blut im herkömmlich verstandene Sinne zur Rettung oder Behandlung anderer Personen (z. B. in der Notfallmedizin).

Darüber hinaus ist für den, der die Aktion veranstalten möchte, folgendes zu beachten:

Im Zusammenhang mit Blutspenden gilt das sog. Transfusionsgesetz: Gemäß § 3 Abs. 3 TFG soll eine Blutspende "besonders vertrauensvoll und verantwortungsvoll" betreut werden. Die Spendeeinrichtungen müssen personell, baulich, räumlich und technisch ausreichend ausgestattet sein und sollen sich bei Bedarf gegenseitig unterstützen. Die jüngste Änderung des Gesetzes stellt zudem klar, dass bei der Durchführung der Blutspende eine approbierte ärztliche Person vorhanden sein muss, unter deren Verantwortung die Blutspende stattfindet (§ 4 Nr. 3 und § 7 Abs. 2 TFG). Selbstverständlich hat dies alles gemäß dem Stand der medizinischen Wissenschaft und Technik zu erfolgen (§ 7 Abs. 1 TFG).

Die spendende Person muss gemäß § 6 TFG über Wesen, Bedeutung und Risiken der Spendeentnahme, der Untersuchung des gespendeten Blutes sowie die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten aufgeklärt werden und in diese einwilligen (Informierte Einwilligung). Die Einwilligung muss schriftlich erfolgen.

Wie über all diese Klippen hinweg eine Venenpunktion zum Zwecke des Aderlasses zur Blutgewinnung ermöglicht werden kann, vermag ich mir nicht vorzustellen. Insbesondere dürfte es daran scheitern, dass sich keine approbierte Person (Arzt) finden lassen wird, die zur Blutabnahme außerhalb medizinischer Zwecke bereit wäre.

Ich hoffe, den von Ihnen angesprochenen Punkt getroffen zu haben, und verbleibe mit freundlichen Grüßen!

Elisabeth v. Dorrien
Rechtsanwältin

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