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Blechschaden, Schuld eindeutig, Versicherung des Schuldigen wil nur die Hälfte zahlen

14.07.2009 13:45 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Nov. 2008, im dichten Geschäftsverkehr auf der Berliner Stadtautobahn
fuhr ich auf der linken Spur mit ca. 70 km/h.
Auf der Spur rechts von mir entstand eine Lücke, aus der mit hoher Geschwindigkeit ein Pkw mich überholte und zu dicht vor mir einscherte, so dass der hintere Kotflügel seines Wagens meinen am vorderen Kotflügel rammte.
Der Fahrer blieb vor mir auf der Autobahn stehen,
stieg aus und behauptete sofort, nichts bemerkt zu haben.
Ich rief die Polizei an und wurde angewiesen, mit dem Kontrahenten die nächste Ausfahrt zu nehmen , zu parken und den Standort dann durchzugeben, was ich tat.
Die Beamten nahmen den Sachverhalt auf und fotografierten an beiden Autos die eindeutig zusammenpassenden Spuren.
Der Kontrahent leugnete weiterhin, trotz allem, obwohl er die Frage, warum er dann überhaupt stehen geblieben und mitgekommen sei, nicht beantworten konnte.
Die Beamten sagten mir, es sei keine Frage, dass seine Versicherung zahlen müsse.
Heute bekomme ich von seiner Versicherung die Nachricht, dass sie, weil es keine Zeugen gäbe, und die Kontrahenten einander gegenseitig die Schuld zuweisen würden,die Kosten aufteilen würden, die an den Fahrzeugen entstanden sind.
Ich finde das empörend, will mich aber nicht auf einen aussichtslosen Rechtsstreit einlassn.
Wie sehen Sie das, habe ich Aussicht auf Erfolg oder steht das in Frage?
.

14.07.2009 | 15:10

Antwort

von


(125)
Große Teichstraße 17
18337 Marlow
Tel: 038221-42300
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne unter Zugrundelegung Ihrer Angaben beantworte.

Nach Ihrer Schilderung des Unfallhergangs kann an einer alleinigen Haftung des Unfallgegners kein ernsthafter Zweifel bestehen. Ich gehe hierbei davon aus, daß der Unfallgegner tatsächlich derart auf Ihre Spur wechselte, daß Ihnen ein Abbremsen/Ausweichen nicht mehr möglich war. Grundsätzlich steht Ihnen somit der Ersatz des Ihnen entstandenen Schadens in voller Höhe zu.

Der gegnerische Haftpflichtversicherer spekuliert offensichtlich darauf, daß Ihnen der Nachweis des Unfallhergangs nicht gelingen wird. Angesichts der Tatsache, daß keine Zeugen vorhanden sind, die Fahrzeuge bei Eintreffen der Polizei bereits die Unfallstelle verlassen hatten und der Unfallgegner sein zum Unfall führendes Fahrmanöver leugnet, wird der Beweis Ihrer Version des Unfallgeschehens in der Tat schwierig zu führen sein. Gleichwohl besteht eine reale Chance, Ihren Anspruch durchzusetzen. Dies erläutere ich Ihnen gerne wie folgt:

Wegen der seit dem Unfall verstrichenen Zeit gehe ich davon aus, daß der Schaden an den Fahrzeugen bereits repariert wurde. Insofern kommen als Beweismittel vorliegend nur die von den Polizisten gefertigten Bilder der beschädigten Fahrzeuge sowie die im Rahmen der Schadensregulierung erstellten Schadensgutachten in Betracht.
Anhand der Lage, Intensität und Art der Beschädigungen der beteiligten Fahrzeuge kann ein Sachverständiger im Rahmen eines Prozesses den Unfallhergang rekonstruieren. Idealerweise kommt dieser Sachverständige zu dem Ergebnis, daß die Beschädigungen nur durch einen möglichen Unfallhergang hervorgerufen worden sein können. Deckt sich der derart ermittelte Unfallhergang mit Ihren Angaben, so bestehen gute Aussichten für Sie, auch die ausstehende Hälfte Ihres Schadens ersetzt zu erhalten.

Die Qualität der Fotos und der Schadensgutachten sowie die Spezifika der Beschädigungen entziehen sich naturgemäß meiner Kenntnis. An dieser Stelle kann daher nicht einmal eine vorsichtige Prognose abgegeben werden, wie erfolgversprechend das weitere Vorgehen ist.

Ich empfehle Ihnen, einen Anwalt zunächst mit Ihrer außergerichtlichen Vertretung zu beauftragen. Dieser wird Einsicht in das Protokoll der Polizei, in die verfügbaren Schadensgutachten sowie den bisherigen Schriftwechsel mit der Versicherung nehmen. Die danach mögliche bessere Einschätzung der Beweissituation wird Ihnen helfen, das Prozeßrisiko realistisch einzuschätzen und eine vernünftige Entscheidung zu treffen. Dies ist umso wichtiger, als die Kosten eines unfallanalytischen Gutachtens je nach Aufwand leicht mehrere Tausend € betragen können.
Ihr Anwalt wird auch prüfen, ob die Inanspruchnahme einer Rechtsschutzversicherung oder von Prozeßkostenhilfe in Betracht kommen. Die Kosten dieser außergerichtlichen anwaltlichen Tätigkeit richten sich nach dem Streitwert (ausstehender hälftiger Schaden), welcher mir nicht bekannt ist. Gerne können Sie mir im Rahmen der kostenlosen Nachfrage oder per E-Mail die Höhe des Schadens mitteilen. Sie erhalten dann eine konkrete Angabe zur Höhe der zu erwartenden Gebühren.


Rechtsanwalt Ralf Morwinsky

ANTWORT VON

(125)

Große Teichstraße 17
18337 Marlow
Tel: 038221-42300
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