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Unfallschaden - Wer ist Schuld?

| 20.08.2014 11:22 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Zusammenfassung: Haftungsverteilung bei Auffahrunfall zwischen einem vor Beendigung des Überholmanövers wegen Gegenverkehrs wieder einscherenden Fahrzeug und vorausfahrendem Fahrzeug, welches irrig annimmt, der Überholvorgang würde weitergeführt und daher kräftig bremst

Ort: Bundesstraße
Temporichtlinie: 80 km/h
Teilnehmende Autos: Auto 1 (Fahranfänger), Auto 2, Auto 3, Auto 4, Auto 5

Anordnung der Autos

Auto 1
|
|
Auto 2
|
Auto 3
|
Auto 4
|
|
|
Auto 5


Auto 5 schließt auf Auto 4 auf und setzt per Blinker zum Überholvorgang an. Auto 5 überholt die unter 80 km/h fahrenden Autos 4, 3 und 2.
Da Gegenverkehr in Sicht ist, zeigt Auto 5 per Blinker an, dass er zwischen Auto 1 und Auto 2 einscheeren möchte.
Auto 1 übersieht den Blinker, denkt Auto 5 möchte ihn auch überholen und denkt aufgrund des nahenden Gegenverkehrs er muss stark abbremsen damit Auto 5 an ihm vorbeikommt.
Durch das sehr starke plötzlich abbremsen von Auto 1, mit welchem Auto 5 nicht rechnen konnte, fährt Auto 5 bei Auto 1 auf und verursacht einen Sachschaden.

Wer hat Schuld?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ob es sich bei Auto Nummer 1 um einen Fahranfänger gehandelt hat oder nicht, spielt keine Rolle, die Anforderungen des Straßenverkehrs gelten für alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen.

Dies ändert jedoch nichts daran, dass m.E. der weit überwiegende Anteil der Verantwortung bei Auto 5 liegt, aus mindestens zwei Gründen:

1.
Bei einem Auffahrunfall spricht der Beweis des ersten Anscheins für einen zu geringen Sicherheitsabstand des Auffahrenden. Auto 5 trägt also das Risiko, dass die Gefahrbremsung und deren nicht vorliegende Notwendigkeit vor Gericht nicht bewiesen werden kann.

2.
Selbst wenn dies so ist, hat Auto 5 bei unklarer Verkehrslage überholt. Ein Überholmanöver ist nur dann zulässig, wenn eine Beeinträchtigung (nicht Gefährdung!) aller Verkehrsteilnehmer im Moment des Ansetzens zum Überholvorgang ausgeschlossen ist. Dies kann nach dem geschilderten Sachverhalt nicht gegeben sein, da Auto 5 ja vor Beendigung des geplanten Überholvorgangs aufgrund Gegenverkehrs einscheren musste. Ein beeinträchtigungsfreies Überholmanöver aller Fahrzeuge war also nicht möglich, Auto 5 war darauf angewiesen, dass ihm jemand eine Lücke lässt.

Hinsichtlich der Verursacherquoten kommt es stets auf den Einzelfall an. Ließe sich die Gefahrenbremsung und (!) deren Unnötigkeit beweisen, dürfte trotzdem maximal eine Mithaftungsquote von 30-40 Prozent anzusetzen sein. Gelingt dieser Beweis nicht, dürfte Auto 5 allein verantwortlich für den Unfall sein.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen. Über eine positive Bewertung der Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 20.08.2014 | 12:33

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