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Betriebskostenabrechnung 06


25.09.2007 10:10 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Mein Vermieter macht Nachzahlungen aus dem Jahr 04 und 05 geltend, welche mit dem Umbau der Heizung von Öl auf Gas zurück zuführen sind.
Dieser Umbau wurde im Oktober 04 vorgenommen und es wurden von der Gasag Kalkulationen angegeben,welche sich nun beträchtlich erhöht hätten. Jede Wohnung hat Zähler und es wurde in jedem Jahr abgelesen. Auf meinen Einspruch erwiederte der Vermieter(ich verlangte eine neue und korrekte Abrechnung ohne diese Nachzahlungen)das er wegen mir nicht eine einzelne Abrechnung machen könne da diese Abrechnung von einem externen Büro erledigt würden und diese Nachzahlungen sehrwohl auf den Mieter umgelegt werden könnten. Nach Anfrage im Bürgerbüro wurde mir aber das Gegenteil bestätigt. Wie soll ich mich nun verhalten. Es handelt sich dabei um eine sehr hohe Summe und im nächsten Jahr wüden wieder weniger Koste auf mich zukommen(so der Vermieter). Also in den Vorauszahlungen hat sich nichts geändert.? Im ersten Jahr habe ich ein Guthaben erhalten im zweiten Jahr(05) habe ich 250 Euro gezahlt und in diesem Jahr soll ich 1000Euro zahlen.
Ich bin nun etwas ratlos und hoffe auf eine positive Antwort. Vielen Dank im Voraus..
Sehr geehrte Fragestellerin,

ob und welche Kosten bei der Umstellung der Beheizungsart auf den Mieter umgelegt werden können, ist davon abhängig, welche Vereinbarungen im Mietvertrag enthalten sind und ob der Mieter der Umstellung zugestimmt hat oder nicht. Die Frage der Umlagefähigkeit der Umstellungskosten läßt sich aus diesem Grund nicht ohne weiteres beantworten, ohne dass eine Prüfung des Vertrages, etwaiger weiterer Vereinbarungen und der Abrechnung 2006 vorgenommen wird. Ich empfehle Ihnen, sich dazu unmittelbar mit einem Anwalt in Verbindung zu setzen.

Gegen eine Nachzahlung Ihrerseits spricht sicherlich, dass die Umstellungskosten aus 2004 erst in 2006 abgerechnet werden. Über die Vorauszahlungen für Betriebskosten ist gem. § 556 BGB jährlich abzurechnen. Die Abrechnung ist dem Mieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums mitzuteilen. Nach Ablauf dieser Frist ist die Geltendmachung einer Nachforderung durch den Vermieter ausgeschlossen.

Die Nachforderung ist allerdings nur dann ausgeschlossen, wenn der Vermieter die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten hat. Hier gelten allerdings regelmäßig hohe Anforderungen. Weisen Sie den Vermieter zunächst auf diese Frist hin und fordern Sie ihn auf, die Gründe für die verspätete Abrechnung zu erläutern und zu belegen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt
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