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Baugeschäft tritt vom erteilten Auftrag zurück

05.08.2010 18:10 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Guten Tag,
habe einem Baugeschäft den Auftrag erteilt meinen Hauseingang neu mit Granitplatten zu belegen.Der Auftrag umfasste Ausmessung,Materialbeschaffung u. Verlegung der Platten.Da nach
8 Wochen keinerlei Arbeiten durchgeführt waren habe ich schriftlich eine Frist von 14 Tagen gesetzt.Noch vor Ablauf der Frist teilte mir der Unternehmer mit,dass er keinerlei Arbeiten mehr bei mir ausführen würde.Er begründet das damit ,dass ich ihm den Auftrag bereits mündlich entzogen hätte.Dies ist wohl eine Schutzbehauptung und entspricht nicht den Tatsachen.Die von ihm vermessenen u. bereits zugeschnittenen Granitplatten könnte ich dem Hersteller ja abkaufen.Nach der Einholung eines Angebotes dafür ergab sich ein höherer Preis als ursprünglich vom Baugeschäft angeboten.Ich habe daher die Abnahme der Platten
abgelehnt.Nebenbei liegt mir inzwischen ein wesentlich günstigeres Angebot einer anderen Firma vor. Bevor ich nun einen neuen Auftrag für den Zuschnitt erteile möchte ich wissen wer nun wirklich für die Bezahlung der Platten verantwortlich ist??

Vielen Dank!



Sehr geehrter Fragesteller:

gerne beantworte ich Ihre Frage ich auf Grund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:


Grundsätzlich müssen Sie sich immer nur mit Ihrem Vertragspartner auseinandersetzen und nicht mit Dritten.

Nach einer ordnungsgemäßen Kündigung aufgrund Nichtausführung der Arbeiten bestehen keine Ansprüche der Baufirma gegen Sie. Die Platten müssen Sie daher nicht bezahlen, wenn Sie nur einen Vertrag mit der Baufirma hatten.

Sollten Sie den "Hersteller" der Platten aber selbst beauftragt – unabhängig von der Beauftragung der Baufirma mit den Arbeiten – haben mit dem Zuschnitt der Platten, so müssten sie ihm als ihrem Vertragspartner (nicht der Bauunternehmer) die Kosten bezahlen.

Einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage hoffe ich Ihnen gegeben und Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

Sofern Sie weitere Hilfestellung benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 05.08.2010 | 18:49

Sehr geehrter Herr Zürn,

vielen Dank für die schnelle Bearbeitung.Gilt denn nun der schriftlich angezeigte Rücktritt des Auftrages durch das Baugeschäft sowie das Verstreichen lassen der gesetzten Frist als ordnungsgemäße Kündigung und was passiert wenn der Unternehmer seine unrichtige Behauptung aufrecht erhält, ich hätte ihm den Auftrag mündlich entzogen?
Meine schriftliche Formulierung lautete: Sollte der Auftrag bis zum xxx nicht ausgeführt worden sein gehe ich davon aus, dass Sie diesen nicht mehr ausführen werden.Ich fühle mich danach nicht mehr an diesen Auftrag gebunden.

MfG

rios

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.08.2010 | 19:45

Sehr geehrter Fragesteller:

besten Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworte:

Wenn Sie in der Fristsetzung mitgeteilt haben, nach Ablauf der Nachfrist den Auftrag zu kündigen (bzw die Leistung abzulehnen oder so ähnlich) liegt eine ordnungsgemäße Kündigung vor.

Ihre Fassung ist sprachlich etwas unklar, sollte aber reichen. Vorsorglich würde ich ihm nochmals die Kündigung ausdrücklich erklären.

Die unrichtige behauptete mündliche Kündigung müsste der Unternehmer beweisen, das kann er ja nicht. Ansonsten könnte er gegen Sie Ansprüche daraus nur ableiten, wen diese – mündliche – Kündigung verfrüht erfolgt wäre.


Ich hoffe, ich habe damit Ihre Nachfrage beantworten können, andernfalls müssten Sie nochmals melden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

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