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Bargeld Einzahlungen aufs Konto

17.09.2019 13:47 |
Preis: 65,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


19:40
Hallo,

Es geht um folgenden Sachverhalt:

Ich bin verheiratet, meine Frau kommt aus China und ist zugleich chinesische Staatsbürgerin. Wir ziehen dieses Jahr von Großbrittanien nach Deutschland.
Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir von ihren Eltern von China aus finanziell unterstützt werden.
Dies geschieht zum einen durch Banktransfers (1-2 mal im Jahr) und zum anderen durch Bargeld, welches wir geschenkt bekommen, wenn wir von unserem Familienurlaub dort zurückkommen (1-2 mal im Jahr).

Die Geldbeträge liegen um die 7.000 Euro jeweils. Im Jahr kommen um die 18-20.000 EUR zusammen.

Meine Frage wäre, ob wir bei den Banküberweisungen und den Bargeldeinzahlungen bei unser Bank etwas beachten sollten? Ich möchte natürlich keine Bedenken bei der Bank hinsichtlich dieser Zuwendungen auslösen. Sollten wir die Vorgänge detailliert dokumentieren? (Kontoauszüge meine Schwiegereltern etc)
Wir bleiben auch stets unter den zu meldenden Beträgen bei Einzahlung und den Transfern.

Hinsichtlich der Schenkungssteuer würden wir dem Finanzamt jede Zuwendung fristgerecht mitteilen. Meine eventuell unbegründeten Sorgen richten sich eher zu den Banken, da diese Bargeldeinzahlungen melden könnten und wir dann in Streitigkeiten mit dem Finanzamt kommen könnten, obwohl alles beim Rechten ist.
17.09.2019 | 15:01

Antwort

von


(32)
Sander Wietfeld-Ring 7
33102 Paderborn
Tel: +49 5251 2020 900
Web: http://www.hoefer-legal.com
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Bei Auslandsüberweisungen (ins Ausland oder aus dem Ausland) besteht nach der Außenwirtschaftsverordnung eine grundsätzliche Meldepflicht an die Bundesbank, sofern die Beträge über € 12.500 liegen. Hierauf dürfte Ihre Bank Sie entsprechend Hinweisen. Bei gestückelten Beträgen wird auf einen Geamtbetrag abgestellt. Die Meldung ist aber rein für statistische Zwecke und hieraus ergeben sich für den Meldenden keinerlei Folgen. So werden hier auch keine Daten an das Finanzamt weiter gegeben. Die Meldungen sind in elektronischer Form bei der Deutschen Bundesbank einzureichen. Privatpersonen können ihre außenwirtschaftlichen Zahlungsmeldungen telefonisch anzeigen, 0800 1234 111 (entgeltfrei).

Bargeldmitnahmen sind lt. Außenwirtschaftsverordnung nicht meldepflichtig. Allerdings müssen bei der Einreise nach Deutschland aus einem Nicht-EU-Staat mitgeführte Barmittel im Gesamtwert von 10.000 Euro oder mehr bei der zuständigen Zollstelle schriftlich angemeldet werden. Gleichgestellte Zahlungsmittel im Gesamtwert von 10.000 Euro oder mehr müssen bei der Einreise nach Deutschland bei Kontrollen des Zolls auf Befragen mündlich angezeigt werden.

Die Bank hat eine Meldepflicht nur, wenn ein Verdacht auf Geldwäschetatbestände besteht. Dies ist bei hohen Bargeldeinzahlungen natürlich aus Sicht einer Bank denkbar, je nach weiterer Verwendung. Ansonsten sind sie der Bank gegenüner eigentlich nicht rechenschaftpflichtig, wobei Sie die Herkunft ja plausibel darlegen können.

Die Anzeige beim Finanzamt als Schenkungen sind genau richtig. In diesem Zusammenhang würde ich empfehlen, dass dies zumindest jährlich und durch schriftliche Bestätigung der Eltern über Datum und Höhe und als freiweillige Zuwendung dokumentiert wird. Auch sollte klar gestellt werden, dass Ihre Ehefrau alleinige Begünstigte ist, da bei Zuwendungen an Sie beide (also hälftige Zurechnung an Sie) der steuerliche Freibetrag nur bei € 20.000 liegen würde.

Ich hoffe, Ihre Fragen verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nils Hoefer
Rechtsanwalt und Steuerberater




Rechtsanwalt Nils Hoefer

Nachfrage vom Fragesteller 17.09.2019 | 15:58

Vielen Dank, Herr Hoefer!

Eine kleine Rückfrage, würde bei Bargeldeinzahlungen in Höhe von 6-7.000 EUR bei den Banken potenziell ein Verdacht entstehen? Wenn ja, würden wir unseren Eltern eher vorschlagen, etwaige Zuwendungen per Banküberweisung zukommen zu lassen. Ich möchte im Grunde genommen einfach auf der sicheren Seite sein. Wie sehen Sie das?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.09.2019 | 19:40

Geehrter Fragensteller,

bei Bargeld könnte die Verdachtsschwelle seitens der Banken noch etwas niedriger sein, da die Herkunft des Geldes (Familie aus dem Ausland) ja nicht ersichtlich ist. Dies könnte dann eher zu einer Verdachtsanzeige nach dem Geldwäschegesetz führen, als bei Überweisungen. Aber aufgrund der genannten Herkunft des Geldes sind Sie auf der sicheren Seite meines Erachtens und könnten dies der Bank ja auch so (ggf. auch im Vorfeld) kommunizieren.
MfG

ANTWORT VON

(32)

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