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BGB Reiserecht

| 21.09.2018 19:36 |
Preis: 47,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Bei alltours haben wir im Frühjahr 2018 eine Flugpauschalreise nach Kos gebucht (15. - 29.6.18). Der Flug sollte
am 15.6.18 14.45 mit Condor ab Düsseldorf erfolgen. Gegen 17.00 Uhr wurden die Fluggäste informiert,
dass der Flug nicht wie geplant durchgeführt wird sondern erst am 16.6.18 ca. 17.00 ab Köln mit Eurowings.
Condor organisierte Verpflegung, Hotel in Düsseldorf und am 16.6.18 den Transfer nach Köln. Insgesamt
kamen wir erst nach 26 Stunden, am 16.6.18 ca. 19.30 im Hotel an.

Beim Reiseveranstalter alltours haben wir am 2.7.18 für entgangene Urlaubsfreuden gemäß BGB Reiserecht
eine Reisepreisminderung geltend gemacht.

alltours weigert sich einen Schadenersatz zu zahlen. Begründung: " Grundsätzlich kann der Pauschal-
reisende selbst entscheiden, ob er aus der VO Rechte gegenüber den ausführenden Luftfahrtunter-
nehmen oder aus ³³ 651c ff BGB nach dem reisevertraglichen Gewährleistungsrecht gegen seinen
Reiseveransatlter geltend mach. Allerdings können beide Anspruchssysteme nicht kumuliert werden, da
für die Ausgleichszahlung nach Art. 12 I 2 der VO eine Anrechnung auf einen weitergehenden Schadenser-
satzanspruch möglich ist."

Ich verstehe dies so, eine Schadensersatzforderung an Condor zusätzlich zur Ausgleichszahlung möglich
aber für mich nicht verpflichtet ist, ich also unabhängig EU 261 vom Reiseveranstalter gemäß
BGB 651c Schadenersatz fordern kann. Ist dies korrekt und wenn ja, wie muss ich das alltours
gegenüber begründen und lohnt sich ggf. die Einschaltung eines Anwaltes (lt. Frankfurter Liste
rechne ich mit ca. 70,-- bis 80,-- €).

Bei Condor haben wir über die SÖP eine Ausgleichsentschädigung gem. EU 261/2004 geltend gemacht.
Meine Anfrage bezieht sich daher nur auf die Forderung an alltours.

Vielen Dank für Ihre baldige Nachricht.

Freundliche Grüße
Robert Braun




21.09.2018 | 21:05

Antwort

von


(406)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zutreffend ist, dass Ansprüche in Ihrem Fall gegen die Fluggesellschaft und gegen den Reiseveranstalter geltend gemacht werden können. Gegen die Fluggesellschaft nach EU 261/04 und standardisierten Entschädigungshöhen, gegen den Reiseveranstalter wegen Beeimträchtigungen der entsprechenden Reisetage nur in % des jeweiligen Tagesreisepreises.

Tatsächlich gehen aber die meisten Gerichte in Deutschland davon aus, dass eine Entschädigung der Fluggesellschaft nach EU-VO 261/04 + Reisepreisminderung eine Überkompensation darstellen. Deswegen geht quasi die Reisepreisminderungin der Entschädigung der Fluggesellschaft auf, obschon Ihnen grundsäzlich ein Entschädigungsanspruch auch gegen den Reiseveranstalter zusteht.

Anders hat es tatsächlich das AG Frankfurt/Main in einer Entscheidung aus dem Jahr 2013, Az: 31 C 2243/13 (17) gesehen. Das AG Frankfurt hat eine Anrechnung verneint und entschieden, dass der Fluggast sich eine Entschädigung des Reiseveranstalters auf Grund einer Reisepreisminderung wegen einer Flugverspätung nicht gemäß Art. 12 VO (EG) Nr. 261/2004 auf die geleistete Ausgleichszahlung der Fluggesellschaft anrechnen zu lassen hat(hier: Reisepreisminderung i.H.v. weiteren EUR 41,00).

Insofern können Sie grundsätzlich auch entgegen der Ansicht des Reiseveranstalters Ihre Reisepreisminderungsansprüche zusätzlich geltend machen. Gerne bin ich Ihnen bei der Durchsetzung behilflich.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

Bewertung des Fragestellers 23.09.2018 | 14:42

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