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Autowerkstadt/ Schadensersatz aus Werkvertrag

26.05.2011 12:32 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Sehr geehrte Damen und Herren,

Folgender Sachverhalt:

Ich hatte mein Auto zum Ölwechsel in eine Kfz-Werkstadt gebracht. Der Ölwechsel zog sich zeitlich nicht nachvollziehbar in die Länge, wurde aber erledigt. Anschließend wurde mir mitgeteil, dass es hierbei Probleme gab und das Fahrzeug nicht wieder ansprang, da bei den Arbeiten Luft in die Kraftstoffzufuhr geraten war und diese entfernt werden musste.

Nach Bezahlung der Rechnung wollte ich mit dem Kfz wieder den Heimweg antreten. Nach ca. 20m, noch auf dem Gelände der Werkstadt, gab das Fahrzeug (Dieselantrieb) nun unkontrollierbar von selbst Gas. Dies lies sich auch durch Abstellen der Zündung nicht beheben - der Motor lief weiter auf Maximaldrehzahl. Ein eiligst herbei gerufener Werkstadt-Mitarbeiter konnte den Motor durch "Abwürgen" dann stoppen.

Ursache hierfür war nach Auskunft der Werkstadt folgendes:

Im Turbolader waren mehrere Dichtungen defekt. Das neueingefüllte Öl hat eine wesentlich besser Fliesseigenschaft als das alte bereits wechselbedürftige Öl. Durch die defekten Dichtungen hat der Motor nun statt Diesel Motorenöl angesagt und verbrannt. Daher lief der Motor auch nach Abschalten von Zündung und Kraftstoffzufuhr unkontrollierbvar weiter.

Die dadurch entstandenen Schäden sind noch nicht voll umfänglich bekannt. Wahrscheinlich sind aber Zylinderkopfdichtung, Turbolader und Kühlsystem defekt.

Merkwürdig finde ich folgendes:

Der Werkstattleiter erklärte mir, er habe schon bei dem Ölwechsel einen Ölaustritt aus dem Turbolader bemerkt und selsamer Weise ein Foto davon aufgenommen (wohl um einen vor Ausführung der Arbeiten bereits vorhandenen Defekt zu dokumentieren). Bei der Übergabe des Fahrzeugs wurde mir dieser Defekt aber nicht benannt, sondern lediglich eine defekte hintere Nummernschildbeleuchtung genannt, die auch repariert wurde.

Mir scheint es, als ob die Werkstadt mit dem nun einegtretenen Schaden gerechnet hat und um eine Haftung auszuschliesen die besagten Fotos aufgenommen hat.

Meine Frage:

Hätte die Werkstadt mich nicht auf den augenscheinlich erkannten Defekt der Dichtungen und die damit möglichen Schäden am Motor hinweisen müssen und mir ggf. eine Reparatur empfehlen müssen? Stellte das Verschweigen des erkannten und nur von der Werkstadt dokumentierten Defektes eine Vertragsverletzung dar, aus welcher eine Schadensersatzpflich resultiert?

Mit freundlichen Grüßen und Vorab vielen Dank für eine Antwort

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Fragen aufgrund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Sie liegen vollkommen richtig. Wenn die Werkstatt einen Fehler gesehen hat, so muss sie Sie auch ausdrücklich darauf hinweisen.

Die Werkstatt hat daher in vollem Umfang für den Schaden zu haften. Der durch die Inbetriebnahme erfolgt ist.

Nicht zu haften hat die Werkstatt für den Schaden, der bereits vorher an dem Fahrzeug und dem Motor vorhanden war.

Die Abgrenzung der beiden Schäden kann nur durch einen Sachverständigen erfolgen. Nur dieser kann beurteilen, ob durch die Inbetriebnahme ein weiterer Schaden des ohnehin offenbar defekten Motors entstanden ist.

Ihnen kann ich nur raten, den gesamten Vorgang durch einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl prüfen zu lassen. Selbstverständlich stehe ich Ihnen dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet würde.

Einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage hoffe ich gegeben und Ihnen damit weitergeholfen zu haben. Über eine positive Bewertung würde ich mich in jedem Fall freuen.

Sofern Sie weitere Hilfestellung benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

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