Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Autokauf privat, starker Öl / Wasser Verlust

15.08.2019 16:18 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe vor ca.8 Wochen ein gut 20 Jahre altes Auto gekauft mit knapp 250 TKM gelaufen. Es wurde fernmündlich (ca. 600km entfernt) gekauft (1200€) und überwiesen. Eine Übergabe wurde in der Mitte von Deutschland vereinbart, jeder musste ein Stück fahren. Das Auto hatte frischen TÜV bekommen.

Es wurden diverse Fragen vorab geklärt, dabei kam heraus das bei der Wartung nur das nötigste gemacht wurde und vermutlich etwas gemacht werden muss. Dies ist und war mir bewusst. Ich wollte aber konkret dieses Fahrzeug.

Die Übergabe hat dann fast perfekt funktioniert, zeitlich sehr kurz angebunden haben wir uns nur im Bahnhof getroffen.

Ich habe das Auto dann kurz angeschaut(war Dunkel), wie im KV vereinbart war die Klimaanlage intakt, weiterhin war im KV aufgeführt Kratzer, auf den Bildern waren keine zu sehen. Leider war das Auto rund herum zerkratzt. Aber stand ja im KV drin. Auf der Fahrt zum Treffpunkt ist noch ein Steinschlag entstanden, welcher aber repariert wurde, bzw. mit Harz gefüllt wurde.

Nun war im Kofferraum noch ein fast leerer 5l Öl Kanister, 5l destilliertes Wasser, Servoöl und Scheibenfrostschutz nach der Verkäuferin Kühlerfrostschutz (blaue farbe), ist aber Scheiben Frostschutz. Ich habe mir erst einmal nichts dabei gedacht.

Ich bin damit dann Heim gefahren, nochmal gut 200 km. Nach ca. 1,5 Wochen habe ich das Auto umgemeldet und mit einem Mechaniker komplett untersucht.

Wie erwartet war etwas Wartungsstau vorhanden, so, dass wir direkt alle Riemen und Öl gewechselt haben. Dabei ist folgendes aufgefallen

Der Kühlwasserbehälter war nur mit klaren Wasser gefüllt und an diversen Anschlüssen sind deutliche Kalkspuren. Weiterhin waren der komplette Unterboden und das untere Motorteil voller Öl. Bei der Standzeit hat sich in der Garage auch ein Ölfleck gebildet. Dies habe cih umgehennd bei der Verkäuferin angezeigt, weiterhin habe ich ihr gesagt, dass wir noch nicht wissen wo es herkommt und ich mich noch einmal melde.

Nun dachten wir erst bei dem Alter kann es schon etwas schwitzen, aber das war recht viel. Wir haben es trotzdem einmal alles gereinigt und die Ventildeckeldichtung gewechselt, weil die Vermutung da war das es von dort kommt.

Nun wurde damit ca. 4 Wochen gefahren und beobachtet und mit der Werkstatt gesprochen. Überall wo das Auto stand, entstanden darunter Ölflecken und auf den gefahrenen ca. 600 km mussten ca. 1 Liter Öl nachgefüllt werden und ca. 1,5 Kühlwasser.

Nach genauerer Prüfung sind beim Kühlwasser Anschlussstücke defekt wo der Wasserverlust her kommt. Aber der Ölverlust ist das größere Problem. Dies ist die Zylinderkopfdichtung, und nach meinem Mechaniker wurde wohl so schon länger gefahren und er hofft nicht auch im Winter, weil nur Wasser im Kühlsystem war.

Nach Rücksprache mit der Verkäuferin hat Sie gesagt es wurde nie etwas nach gekippt und die Flüssigkeiten wurden nur aus Freundlichkeit mitgegeben.

Ich hatte Ihr nun angeboten Das Sie die Teile für alles (ca. 130 Euro) übernimmt und ich die Arbeitszeit. Daraufhin kam dann nur, das Auto wurde ohne Garantie wie im KV angegeben verkauft.
Aus meiner Sicht muss dieser Öl und Wasserverlust bekannt gewesen sein.

Ich möchte das Auto gerne behalten, weil es außen wenig Rost hat. Bin aber nun unsicher welchen Erfolg eine mögliche Klage hätte bzgl. des Mangels. Weiterhin hat es auch abgebrochenen Schalter gegeben und der Heckscheibenwischer ist nicht funktional, das war der Verkäuferin bekannt, wurde aber nicht erwähnt, erst auf Nachfrage meinerseits.

Meine Fragen sind nun, wäre eine Klage bzgl. des Öl/Wasserverlustes gegen privat sinnvoll. Ich würde gerne das Material für die Instandsetzung und 50% Arbeitszeit einklagen. 50% Weil mir bewusst ist, dass es sich um ein altes Auto handelt.

Kann private Arbeitszeit angesetzt und verrechnet werden und wenn ja wie?

Mit freundlichen Grüßen

15.08.2019 | 17:34

Antwort

von


(242)
Postanschrift: Winterhuder Weg 29
22085 Hamburg
Tel: (040) 22 86 63 28 - 0
Web: http://www.ayazi.legal
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

haben Sie vielen Dank für Ihre Rechtsfrage.

Grundsätzlich trifft auch einen privaten Verkäufer die gesetzliche Gewährleistungspflicht für Sachmängel. Dies gilt nur dann nicht, wenn die Gewährleistung für Sachmängel vertraglich ausgeschlossen wurde.

Wenn die Gewährleistung nicht ausgeschlossen wurde gilt Folgendes: Sofern Sie nachweisen können, dass der Mangel bereits bei Übergabe des Fahrzeuges bestanden hat, können Sie vom Verkäufer bei einem Gebrauchtwagen die Nachbesserung, sprich Reparatur des Mangels, auf seine Kosten verlangen. Es kommt dabei nicht darauf an, ob der Verkäufer den Mangel verschuldet hat oder nicht. Es ist ausreichend, dass der Mangel bereits bei Übergabe bestand. Sofern der geschilderte Mangel darauf beruht, dass bereits bei Übergabe eine falsche Flüssigkeit eingefüllt war und Sie dies nachweisen können, haben Sie gute Karten, den Verkäufer in Anspruch nehmen zu können.

Sie müssen dem Verkäufer jedoch unbedingt die Möglichkeit geben, den Mangel selbst zu beheben. Hierzu setzen Sie ihm am besten schriftlich eine Frist. Erst wenn er dieser Aufforderung nicht nachkommt, können Sie die selbst die Mängel beheben (lassen) und dem Verkäufer die hierfür erforderlichen Kosten in Rechnung stellen. In jedem Falle trägt der Verkäufer bereits jetzt die für die Mängelbehebung erforderlichen Aufwendungen, insbesondere Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten. Die Kosten für die selbst vorgenommene Reparatur können Sie jedoch nur dann ersetzt verlangen, wenn Sie dem Verkäufer auf vorbeschriebene Art die Möglichkeit gegeben haben, die Mängel selbst zu beheben.

Falls der Verkäufer seinen Verpflichtungen trotz Fristsetzung nicht nachkommt, können Sie einen Rechtsanwalt mit der Geltendmachung Ihrer Ansprüche beauftragen und die Kosten von dem Verkäufer ersetzt verlangen. Sie müssen sich - sofern Sie Gewährleistungsansprüche haben - auf keine Anspruchskürzung einlassen, weil es sich um ein altes Fahrzeug handelt. Auch ein altes Fahrzeug muss nämlich - soweit die Gewährleistungsansprüche nicht ausgeschlossen und das Vorliegen von Mängel nicht vereinbart waren - mangelfrei sein.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Einschätzung behilflich sein.

Mit freundlichen Grüßen
Kianusch Ayazi, LL.B. (Bucerius Law School)
- Rechtsanwalt -


ANTWORT VON

(242)

Postanschrift: Winterhuder Weg 29
22085 Hamburg
Tel: (040) 22 86 63 28 - 0
Web: http://www.ayazi.legal
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Vertragsrecht, Zivilrecht, Erbrecht, Ausländerrecht, Recht anderer Staaten Südafrika, Miet und Pachtrecht, Wirtschaftsrecht, Internet und Computerrecht, Reiserecht, Verwaltungsrecht, Datenschutzrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 89314 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Das war für mich eine große Hilfe. Nun weiß ich wenigstens, was ich zu tun habe. Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Habe das Erste mal jemanden zu dem Thema kontaktiert. Kann also nicht sagen ob ein andere eine andere Antwort gegeben hätte. Der Kontakt war Sachlich und das sollte er auch sein. Von Freundlichkeit kann ich nicht runterbeissen. Ich ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Dankeschön :) ...
FRAGESTELLER