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Autokäufer fordert nach halben jahr geld zurück!

20.11.2013 12:13 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dennis Meivogel


Es ist so vor gut einem jahr kaufte ich mir wegen platzmangels und praktischen gründen für mein erstes auto das ich besaß (ein corsa c kleinwagen) wegen nachwuchs unseres kleinen sohnes einen opel vectra c carravan als übergangsauto da es viel platz für kinderwagen,einkauf ect.bietete Ich fuhr und besitzte dieses auto etwa 11monate lang. Da ich auf 115%bei der versicherung in der schadenfreiheitskl. Eingestuft war und ich für das auto ca.85€monatl. Zahlen musste war mir das auto auf längere frist gesehn einfach zu teuer da es auserdem 10-11 liter benzin auf 100km in der stadt brauchte.
Ich und meine jetzige frau heirateten im juni13 und beschlossen uns daraufhin ein auto zu kaufen das platz bietet nicht allzugross ist und einfach weniger verbraucht als der vectra. Ich inserierte das auto und fand kurz darauf einen interessenten... wir vereinbarten einen termin für den nächsten tag.
Es wurde von dem mann der mit seiner freundin oder frau da war einschliesslich mit mir eine probefahrt durgeführt,ich wies ihn darauf hin das radio abzuschalten.da das auto abundzu ein komisches knacken zu hören sei wenn man das lenkrad voll einschlägt... ich hatte mit dem auto in den 11monaten bei opel in der werkstatt einen kundendienst durchführen lassen da er fällig war um das scheckheft aufrecht zu erhalten. Die stellten einen fahrwerksfederbruch fest der mir aber kurzer hand von opel auf kulanz behoben wurde. Das alles teilte ich dem verkäufer mit als wir das auto probegefahren sind! Nach der probefahrt schaute er sich das auto an und ich zeigte ihm ne kleine delle und das ein paar kleinere kratzer am auto sind... er sagte es störe ihm nicht und er wolle das auto so wie es ist kaufen und gern sofort mitnehmen...er meldet es am nächsten tag um und fertig. Wir einigten uns auf den preis von 4100€,es wurde ein kaufvertrag gemacht in dem die delle und der kratzer vermerkt worden ist,aber das mit dem knacken nicht,da ich mit ihm zusammen beim begutachten des autos gesehn habe das wenn man das lenkrad einschlägt,sich die feder vorne rechts leicht mitdrehte ca.5mm.er sah es und sagte das ihm das nicht störe...(Macht nix!!!) der käufer hat das auto nach dem kauf umgemeldet und alles war fertig.er bezahlte bar und ich händigte ihm alle unterlagen mit dem kundendienst usw.aus.
Jetz bekomme ich gestern einen anruf von ihm... das das auto in der werkstatt ist und das lenkgestänge kapputt sei und das die servolenkung öl verliere... die monteure in der werkstatt haben ihm darauf aufmerksam gemacht das vorher an der lenkung schon mal irgendwann mal was gemacht wurde und nicht fachmännisch behoben worden ist.also leihenhaft repariert worden ist. Er sagte mir da ich ihn das verschwiegen habe beim kauf und das ich davon gewusst habe, das ich die hälfte der anfallenden kosten der rechnung in der höhe von 1000€ bezahlen solle... wenn ich nicht einwillige wolle er vom kaufvertrag zurücktreten und ich solle ihm sein geld wieder geben... und wenn ich da nicht mitmache ,übergibt er alles seinen anwalt und will mich verklagen wegen arglistiger täuschung!!!
Ich war selber als ich das hörte erst mal schockiert da ich mein neugeborenes kind mit dem auto herumgefahren habe..ich wusste weder,und das schwöre ich beim leben meines sohnes das da schon mal was dran gemacht worden ist . Nochdazu ich vorger irgendwelche einschrenkungen beim lenken vernommen habe! Er meinte darauf hin das ich nicht ohne grund das auto nur 11monate hatte und es aus diesem grund verkaufen wollte...und das ich den kundendienst nur gemacht haben soll das das auto besser da stehe! Ich kann auch verstehen das sich der käufer verarscht vor kommt...ich wäre auch sauer und böse auf den verkäufer... aber ich habe mit der ganzen sache nicht ansatzweise irgendwas am hut. Er will mich nun verklagen da ich nicht eingewilligt habe mich an den kosten zu beteiligen... ich wusste nichts davon..das auto hatte vor mir auch noch nen vorbesitzer... das scheckheft ist lückenlos gepflegt, und ich wollte damals nur ein sicheres auto das praktisch ist als übergangslösung für die babyzeit. Es musste nicht schön sein sondern eben praktisch und mir war es wichtig das es sicher ist! Beim kundendienst sagte mir der wekstattmitarbeiter das das auto technisch in einem top zustand sei!
Ich weis nicht was ich jetz tun soll..wie vorgehen soll... bitte um hilfe !

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Sehr geehrter Fragesteller,

Gerne beantworte ich Ihre Fragen wie folgt.

Im Kaufrecht gibt es eine Mängelhaftung des Verkäufers. Voraussetzung für eine Haftung des Verkäufers ist es, dass ein Sachmangel im Zeitpunkt des Verkaufes an dem Kaufgegenstand bestand. Wenn der Käufer tatsächlich beweisen kann, dass ein solcher Sachmangel schon im Zeitpunkt des Verkaufes gegeben war, und kein Haftungsausschluss im Kaufvertrag diesbezüglich vereinbart worden ist, stehen ihm grundsätzlich die Gewährleistungsrechte, Rücktritt, Nacherfüllung, Minderung und Schadensersatz zur Verfügung. Eine Besonderheit gilt für den hier offenbar nicht vorliegenden Fall des Verbrauchsgüterkaufes. Denn hier gibt es eine Beweislastumkehr während der ersten sechs Monate nach Gefahrübergang, also Übergabe der Sache. Somit müsste Der Verkäufer beweisen, dass der Mangel nicht bei Übergabe schon vorgelegen hat.

Im vorliegenden Fall müsste also der Käufer des Wagens beweisen, dass der festgestellte Mangel bereits im Zeitpunkt der Übergabe vorhanden gewesen ist. Des weiteren dürfte die Haftung auch nicht ausgeschlossen worden sein im Kaufvertrag, bzw. durch die Kenntnis des Käufers.

Angenommen der Käufer könnte vorliegend beweisen, dass der Mangel bereits bei Gefahrübergang an dem Fahrzeug vorhanden gewesen ist, so müssten sie dem Käufer gegenüber beweisen, dass dieser von ihnen auf die Knackgeräusche die auf den Mängel hindeuteten hingewiesen worden ist und diese hingenommen hat.

Hier könnte auch ein Fall der groben Fahrlässigkeit hinsichtlich der Kenntnis von dem Mangel durch den Käufer vorliegen. Durch ihre Erklärungen zu den Knackgeräuschen, hätte der Käufer weitere Nachforschungen anstellen müssen. Tut er dies nicht, so kann er grundsätzlich nicht eine Haftung des Verkäufers geltend machen, es sei denn dieser hätte ihn arglistig über den Mangel getäuscht und dessen Existenz verschwiegen. Hierfür gibt es vorliegend aufgrund Erklärungen keinerlei Anhaltspunkte.

Ich empfehle Ihnen, dem Käufer schriftlich mitzuteilen, dass ihnen bei Verkauf keinerlei Mängel des Fahrzeugs bekannt gewesen sind, das Fahrzeug tatsächlich werkstattgeprüft mangelfrei war und dass sie hinsichtlich der Knackgeräusche ausdrücklich einen Hinweis erteilt haben. Sie sollten zudem darauf hinweisen, dass dem Käufer seinerzeit trotz des Hinweises die Knackgeräusche gleich waren.

Sollte die Gegenseite anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen, so empfehle ich Ihnen das gleiche zu tun.

Nachfrage vom Fragesteller 20.11.2013 | 13:17

Hallo danke für ihre antwort. Nun also sogesehn da ich wirklich nichts wusste,und der wagen beim kundendienst war.und ich das vorlegen kann, passt alles?! Eigentlich muss ich doch nicht aktiv werden oder?wenn vom gericht post kommt dann ja das ist mir klar. Aber ich wusste weder davon, noch war mir irgendwas bekannt...das mit dem knacken wurde mündlich abgewickelt und vom käufer als "ach is net schlimm stört mich nicht! " genannt. So wie ich sehe ist doch der käufer in der beweispflicht,und muss mir beweisen in kenntnis gewesen zu sein...und das war ich nicht!!! Und im vertrag steht ganz gross da ich keine sachmängelhaftung übernehme...vordruck vom vertrag von autoscout24. Mfg Herr G.....

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.11.2013 | 13:20

Sehr geehrter Fragesteller,

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage.

Sie sollten also auch auf den Umstand bis Sachmängelausschlusses in den Kaufvertrag hinweisen. Wenn ein anwaltliches Schreiben eingeht sollten Sie ebenfalls die Hilfe eines Anwaltes in Anspruch nehmen. Bis dahin sollten sie bis auf die schriftliche Zurückweisung der geltend gemachten Ansprüche unter vorbringen der hier dargestellten Argumente nichts unternehmen.

Viele Grüße und einen schönen Tag!


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