Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
503.740
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Auskunftspflicht der Krankenkasse zu Beitragsrückständen des Arbeitgebers

| 25.10.2018 11:06 |
Preis: 80,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Der Arbeitnehmer hat gegen seine Krankenkasse einen Auskunftsanspruch dahingehend, ob der Arbeitgeber auch die sozialversicherungspflichtigen Beiträge entrichtet.

Mein Arbeitgeber ist mit mindestens 1 Monatslohn in Rückstand, und das zum wiederholten Male. Ich wollte von meiner Krankenkasse wissen, ob er auch bei ihr mit Beiträgen in Rückstand ist. Ich vermute, dass mein AG auch vom gezahlten Lohn keine Beiträge abgeführt hat. Die Krankenkasse verweigerte mir jedoch die Auskunft mit Hinweis auf den Datenschutz. Wie komme ich nun an die für mich sehr wichtigen Informationen und was muß ich unternehmen, wenn es so wäre?
25.10.2018 | 12:01

Antwort

von


(193)
Harmsstraße 86
24114 Kiel
Tel: 0431 88 70 49 75
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen folgt beantworten:

Die Weigerung der Krankenkasse Ihne Auskünfte zu erteilen, ob Ihr Arbeitgeber den sozialversicherungspflichtigen Lohnanteil abgeführt hat, ist unzulässig.

So hat dies das Hessische Landessozialgericht entschieden (Az.: L 8 KR 158/14 ).

"Hat ein Arbeitnehmer begründete Zweifel daran, dass sein Arbeitgeber die Sozialversicherungsbeiträge bezahlt, kann er von der Krankenkasse Auskunft verlangen. Die Krankenkasse darf die Auskunft nicht ablehnen."

Nach der Entscheidung hätten Versicherte einen gesetzlichen Anspruch auf Auskunft über die zu ihrer Person gespeicherten Sozialdaten. Die Krankenkasse müsse daher einen bei ihr versicherten Arbeitnehmer darüber informieren, ob sein Arbeitgeber für ihn Beiträge zur Sozialversicherung entrichtet habe. Denn insoweit seien auch die Daten über die Zahlung des Arbeitgeberanteils am Gesamtsozialversicherungsbeitrag Sozialdaten der Versicherten.

Sie sollten die Krankenkasse daher nochmal unter Verweis auf das Urteil schriftlich auffordern Auskunft über die Sozialversicherungsbeiträge zu geben. Gegen eine ablehenden Entscheidung wäre dann, dass Widerspruchsverfahrens und anschließend das gerichtliche Verfahren vor dem Sozialgericht einzuleiten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Lembcke

Bewertung des Fragestellers 25.10.2018 | 12:32

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Jetzt weiß ich weiter und setze unverzüglich das empfohlene Schreiben auf. Die Beratung erfolgte superschnell und ausführlich. Lieben Dank nochmal. "
Stellungnahme vom Anwalt:
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Sascha Lembcke »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 25.10.2018
5/5,0

Jetzt weiß ich weiter und setze unverzüglich das empfohlene Schreiben auf. Die Beratung erfolgte superschnell und ausführlich. Lieben Dank nochmal.


ANTWORT VON

(193)

Harmsstraße 86
24114 Kiel
Tel: 0431 88 70 49 75
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Miet und Pachtrecht, Arbeitsrecht, Strafrecht, Inkasso, Vertragsrecht, Verkehrsrecht