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Attest

| 17.07.2018 04:03 |
Preis: 25,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Ich habe ein Attest vom Hausarzt bekommen. Und von der Betriebsärztin dass ein bestimmter Arbeitsplatz Krankheitsgerecht ist. Weil ich dort auch stehen, laufen und sitzen kann.

Nun will mein Chef mir auch andere Plätze geben wo er denkt dass das genauso geht.

Ich habe fibromyalgie und hatte einen Bandscheibenvorfall.

Ich habe bei den anderen Plätzen bedenken da sie einseitig sind und noch dazu längere Zeit gestanden werden muss bei 2 en.

Ich lieg jetzt wach und hab Angst dass das die nächsten Schübe auslöst.

Darf ich das ablehnen und auf den Arbeitsplatz bestehen der mich schmerzfrei arbeiten lässt? Der auch als Leidensgerecht benannt ist?

Oder muss ich Angst vor einer Kündigung haben?
17.07.2018 | 09:34

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

Wenn Sie die anderen Arbeiten ablehnen, so müsste der Arbeitgeber im Falle eines Kündigungsrechtsstreits beweisen, dass Sie schuldhaft die Arbeit verweigert haben. Diese besondere Regel gilt angesichts Ihres Attests. Sie können also die Arbeit ablehnen. Sie müssen sich aber hierbei zu 100% sicher sein, dass der Arbeitsplatz nicht von dem Attest erfasst ist. Dass also dem AG dieser Beweis nicht gelänge.

Jedoch ist ein klärendes Gespräch vorher immer besser. Die genauen Umstände sind mir hier nicht bekannt, aber möglicherweise kennt der AG Ihre Diagnose gar nicht. Diese müssen Sie ihm zwar nicht mitteilen, jedoch können Sie das bzw. Ärzte von der Schweigepflicht entbinden. Dann wird dem AG möglicherweise eher klar, worauf es bei Ihnen ankommt.

Ich hoffe Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Draudt Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 17.07.2018 | 12:55

Ich habe 30% Behinderung mit Gleichstellung.

Im Attest steht: „der Arbeitsplatz xy ist Leidensgerecht da er zwischen sitzen, stehen und gehen variiert."

Die anderen Plätze die er mir vorgeschlagen hat sind wie folgt: eine gleichbleibende Tätigkeit / bzw. 2 und sitzen und stehen in vorgeschriebenen Abständen da man mit anderen wechseln muss.

Der Platz der „als leidensgerecht" betitelt wurde von der Betriebsärztin umfasst mindestens 10-15 verschiedene Tätigkeiten. Und auch verschiedene Handgriffe. So dass ich dort auch ohne Schmerzmittel gut arbeiten kann und es mir immer besser geht wenn ich dort arbeite.

Gestern war ich an einem anderen Platz und ich hatte heute morgen wieder so schmerzen dass ich starke Mittel genommen habe.

Zwischenzeitlich bin ich auch beim Psychiater weil ich nicht mehr mit den Schmerzen klar komme und nicht mehr schlafen kann.

Ich habe mich auch wiederholt auf andere stellen beworben im Betrieb die ich machen könnte (Büroarbeiten werden vorgeschlagen und das ist auch das was ich gelernt habe) aber ich wurde abgelehnt (der Personalchef hat ein Problem mit mir seit meine Freundin seine Anmachen abgelehnt hat).

Das ist jetzt sehr intern geredet - aber so können sie sich ein besseres Bild machen.

Es sind schon andere Plätze einfach vom Ablauf her - der BA hat aber dazu geschrieben - sitzen stehen und gehen

Daher weiß ich nicht ob das ch ablehnen darf.

Aber ich bin verzweifelt weil ich weiß dass ich Schmerzen bekomme bei langanhaltender gleichen Tätigkeit.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.07.2018 | 13:28

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage möchte ich mitteilen, dass es angesichts Ihrer Schwerbehinderung noch schwieriger wäre, Ihnen zu kündigen.

Insgesamt halte ich hier ein Gespräch für unumgänglich.

Mit freundlichen Grüßen Draudt Rechtsanwältin


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Bewertung des Fragestellers 19.07.2018 | 01:21

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