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Architekt verlangt zusätzliches Honorar trotz Pauschalvertrag

23. November 2022 20:09 |
Preis: 49,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren:

kurz zum Hintergrund:
-wir haben am 13.02.2020 mit einem Architektenbüro einen Pauschalvertrag (es sind definierte Beträge für die Leistungsphasen definiert) für die Leistungsphasen 4-8 abgeschlossen
-Die Berechnung der Pauschalsummen für die jeweiligen Leistungsphasen wurde mithilfe der HOAI 2013, Honorarzone IV, Mittel-Satz berechnet.
-Im persönlichen Gespräch hatte er uns versichert, dass diese Summe ein Pauschal / All-Inclusive Vertrag sei, wo er sich um alles kümmern würde (dies hat er unter Zeugen gesagt).
-Zu Anfang (bei der LP4 Genehmigungsplanung) lief die Zusammenarbeit noch einigermaßen akzeptabel, danach gestaltete sich die Zusammenarbeit aber immer schwieriger, da das Architektenbüro einfach keine Zeit mehr für uns hatte und uns bei den weiteren Leistungsphasen immer weniger bis garnicht mehr unterstützte.
-Dennoch hat das Architekturbüro in regelmäßigen Abständen weiter Abschlagsrechnungen uns zugeschickt, bis der Frust bei uns so groß war, dass wir den Vertrag im Januar 2022 gekündigt haben - bis zu dem Zeitpunkt hatten wir circa 30% der Pauschalsumme gezahlt.
-Jetzt nach fast 2 Jahren fordert der Architekt noch einen Teil seines Honorars, mit der Begründung er hatte erheblichen Mehraufwand - mehr als er ursprünglich kalkuliert hatte.
-Er hat uns zu keinem Zeitpunkt über Mehraufwand oder zusätzliche Kosten in Kenntnis gesetzt.
-Weiter sagt er, er 'hätte gedacht, wir wären irgendwann mal auf "Stundenbasis" umgestiegen' - was definitiv nicht stimmt und worüber es auch keinen Vertrag gibt, dass wir unseren Vertrag auf Stundenbasis geändert haben.


Jetzt ergeben sich für mich folgende Fragen:

PAUSCHALVERTRAG:

-Wie oben geschrieben, haben wir nur dieses 1-seitige Dokument mit den pauschalen Summen für die jeweiligen Leistungsphasen. Weitere Klauseln existieren nicht. Ist so ein Pauschalvertrag gültig und würde ein Richter sowas auch als Pauschalvertrag ansehen oder könnte ein Richter es auch anders auslegen? Die Abschlagsrechnungen wurden auch immer nach beauftragter %-Summe gestellt und nie nach Zeithonorar, wir sind bis zum Kündigungsdatum immer davon ausgegangen dass wir die Gesamtsumme in Abschlagszahlungen und nicht nach Stunden abzahlen. Sehen Sie darin einen Pauschalvertrag so wie er uns das verkauft hat? oder sehen Sie die Möglichkeit dass ein Richter den Vertrag auch anders auslegen könnte?

-Angenommen es ist ein Pauschalvertrag, ist es doch prinzipiell erstmal sein unternehmerisches Risiko, wenn er tatsächlich mehr Stunden für die vereinbarten Leistungen benötigt als er ursprünglich kalkuliert hat, oder? Als Kunde sind wir davon ausgegangen und so wurde es uns auch von ihm vermittelt, dass dieses Angebot alles abdeckt und wir mit keinen weiteren Kosten zu rechnen haben. Wenn er falsch kalkuliert hat, kann er uns doch diese Kosten nicht nachträglich in Rechnung stellen, oder?

-In diesem 1-seitigen Pauschalvertrag ist weiter unten noch vermekt, dass Leistungen außerhalb des HOAI mit den angegebenen Stundensätzen berechnet werden würden. Diese sind aber dort nur zur Information angegeben und mit keinen Stunden im Pauschalvertrag berücksichtigt. Kann er sich jetzt einfach auf diese Stundensätze berufen und damit seinen Mehraufwand begründen? Wir haben von unserer Seite keine zusätzlichen Leistungen außerhalb des HOAI in Auftrag gegeben. Er kann doch von seiner Seite aus auch nicht einfach eigenmächtig zusätzliche Leistungen außerhalb des HOAI ohne vorherige Zustimmung erbringen und diese jetzt einfordern oder sehe ich das falsch? Er hätte uns doch auch mindestens informieren müssen, wenn er Leistungen erbringt, die außerhalb des HOAI liegen oder?

STUNDENBASIS:
-Es wurde weder mündlich noch schriftlich ein neuer Vertrag geschlossen, indem wir auf "Stundenbasis" umgestellt hätten --> Meiner Meinung nach kann er sich jetzt auch nicht darauf beruhen und damit seinen Mehraufwand begründen oder?

WEITERE VORGEHEN
-Er verlangt jetzt noch restliches Honorar, hat uns aber bis heute weder eine offizielle Rechnung gestellt noch eine Übersicht über die angeblichen Mehrkosten zugeschickt - stattdessen will er das mit uns persönlich besprechen - das möchten wir allerdings nicht, weil wir genau wissen, dass er uns nur einschüchtern möchte.

-Wie sollen wir jetzt reagieren?
-Müssen wir überhaupt antworten, wenn er noch keine offizielle Forderung in Form einer Rechnung gestellt hat oder was ist die Beste Vorgehensweise?


Vielen lieben Dank im Voraus für die Hilfe und Auskunft

23. November 2022 | 20:32

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Bitte senden Sie mir den Vertrag zu.

dann gebe ich Ihnen eine verbindliche Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
RA Richter


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