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Anzeige wegen Körperverletzung, wann reagieren?

| 05.05.2011 12:22 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Kurz der Sachverhalt:

- Gegenstand wird im Laden zur Kostenschätzung abgegeben (z. B. ähnlich einer "Reparatur")
- Die "Reparatur" ist zu teuer, Ladenbesitzer verlangt aber Bearbeitungsgebühr
- Nach Diskussion wurde der Satz "Machen sie, was sie wollen" wörtlich genommen und der Gegenstand wieder mitgenommen
- Ladenbesitzer hält einen fest, man löst sich aus seinem Griff, er verletzt sich (Schürfwunde) an der Tür
- Polizei, Anzeige Körperverletzung und der Hinweis dass Post vom Staatsanwalt kommt

Hierzu meine Frage:

Gibt es etwas, dass man direkt (=zum jetzigen Zeitpunkt) unternehmen sollte oder kann man in jedem Fall auf den Brief der Staatsanwaltschaft warten und dann reagieren?

Was sollte man unternehmen?

Sehr geehrter Rechtsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Sie könnten in Notwehr gehandelt haben, wenn Sie sich berechtigt aus dem Griff des Ladenbesitzers lösen wollten. Eine Strafbarkeit liegt dann nicht vor. Je nach Darstellung des Verkäufers können dessen Angaben ohne eine Aussage Ihrerseits jedoch dazu führen, dass Sie wegen Körperverletzung angeklagt werden oder einen entsprechenden Strafbefehl erhalten.

Jetzt unmittelbar müssen Sie nichts unternehmen. Normalerweise bekommen Sie eine Ladung von der Polizei. Darin werden Sie aufgefordert, eine Aussage abzugeben. Sie müssen jedoch der Landung nicht folgen. Sie können die Aussage verweigern oder sich schriftlich äußern. Wenn Sie den Termin nicht wahrnehmen, sollten Sie so höflich sein und diesen absagen; lassen Sie sich im Falle eines Telefonats aber nicht in ein Gespräch verwickeln.

In der Regel ist es immer ratsam, vor einer Aussage sich einen Rechtsbeistand zu suchen. Nachdem dieser Akteneinsicht genommen hat, kann der Verteidiger eine schriftliche Aussage anfertigen. Dies stellt oftmals die beste Verteidigungsmöglichkeit dar. Auf diesem Weg kann ggf. eine Einstellung bereits im Ermittlungsverfahren herbeigeführt werden.

Wenn Sie bereits ausgesagt haben, wird das Verfahren entweder eingestellt oder es erfolgt eine Anklage oder der Erlass eines Strafbefehles. In diesem Fall können Sie nicht viel unternehmen. Sollten Sie das Gefühl haben, Ihre Aussage könnte für Sie nachteilig gewesen sein, können bereits jetzt einen Rechtsanwalt einschalten. Nach Akteneinsicht lässt sich feststellen, ob eine weitere schriftliche Einlassung zu Ihren Gunsten zu erfolgen hat, um eine Einstellung bewirken zu können.

Alternativ warten Sie, bis Sie benachrichtigt werden. Die Möglichkeit einer Einstellung im Ermittlungsverfahren besteht in diesem Falle möglicherweise nicht mehr, wenn Anklage bereits erhoben worden sein sollte.

Fazit: Sie können abwarten. Die Beauftragung eines Rechtsanwaltes, wenigstens um Akteneinsicht zu nehmen, ist jedoch immer empfehlenswert.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiterhelfen.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den vorstehenden Ausführungen um eine erste Einschätzung aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts handelt, die eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nach umfassender Sachverhaltsaufklärung nicht ersetzen kann. Durch Auslassen oder Hinzufügen von Tatsachen Ihrerseits kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Bei Unklarheiten können Sie gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch machen.

Mit freundlichen Grüßen

Gina Haßelberg
(Rechtsanwältin)

Bewertung des Fragestellers 07.05.2011 | 07:33

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