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Anzahlung für Hauskauf


| 06.06.2006 16:23 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Hallo

Wir beabsichtigen ein kleines Haus zu kaufen und haben schon einen Entwurf/Vorvertrag vom Notar erhalten.Aus unserer Sicht spricht nichts gegen den Vertrag,es müssen nur noch Auskünfte von seitens der Verkäufer eingeholt werden.Hierbei geht es um den Erbschein.

Wir leben momentan noch in einem Mietverhältnis und würden gerne so schnell wie möglich in das Haus,da dort noch sehr viel handwerklich zu machen ist

Unsere Frage wäre indes,ob wir gegen eine Anzahlung der Kaufsumme schon die vorzeitige Schlüsselübergabe vornehmen können.Wenn ja,was wäre gegebenenfalls zu beachten,damit wir nicht übern Tisch gezogen werden.
Sehr geehrte Ratsuchende, sehr geehrter Ratsuchender,

ich danke Ihnen für Ihre Online-Anfrage.

Sie schreiben, es müssten noch Auskünfte des Verkäufers in Bezug auf dessen Erbschein eingeholt werden. Ich gehe davon aus, dass der Verkäufer nicht als Eigentümer im Grundbuch eingetragen ist, sondern der Erblasser. Zum Nachweis des Eigentumes will der Verkäufer nun den Erbschein vorlegen. Bereits vorher möchten Sie eine Anzahlung leisten, um das Haus bereits zu Renovierungsarbeiten benutzen zu können.

Aus rechtlicher Sicht ist dies lediglich eine vertragliche Absprache. Wenn Sie es wünschen können Sie selbstverständlich so vorgehen. Dennoch möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es für Sie eine Gefahr darstellen kann - es muss aber nicht.

Stellen Sie sich vor, dass Sie die Anzahlung leisten, der Verkäufer aber nicht den Erbschein vorlegt, also wohl auch das Eigentum nicht an Sie übertragen kann. Was passiert dann mit der Rückzahlung? Darin kann eine Gefahr bestehen. Möglicherweise ist der Verkäufer insolvent und kann das Geld nicht zurückzahlen, vielleicht will er sich auch das Geld nur erschleichen und hofft darauf, dass Sie ihm eine Anzahlung leisten. Stellen Sie sich weiter vor, dass Sie in der Zwischenzeit bereits Renovierungsarbeiten durchführen und dann stellt sich heraus, dass Eigentümer des Hauses nicht der Verkäufer ist, sondern jemand anders. Was passiert dann mit den Renovierungsarbeiten? Dann müssten Sie sich mit dem tatsächlichen Eigentümer über die Renovierungsarbeiten auseinandersetzen.

Selbstverständlich ist das Alles nicht sehr wahrscheinlich. Möchten Sie jedoch vollkommen sicher sein, sollten Sie warten bis Alles unter Dach und Fach ist.

Der Notar stellt dabei sicher, dass Ihre Rechte gewahrt werden, indem der Kaufvertrag notariell beurkundet wird.

Sollten Sie diese Bedenken jedoch abschrecken, so steht Ihrem Plan meines Erachtens nichts im Wege.

Ich hoffe, Ihre Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben.

Sollten Sie weitere Unterstützung wünschen, stehe ich Ihnen sehr gerne zur Verfügung. Sie können entweder eine kostenlose Nachfrage stellen oder mich direkt kontaktieren.

Ich verbleibe mit freundlichem Gruß aus Hamburg!
RA Dipl.-Jur. THOMAS KRAJEWSKI

NEUER KAMP 30
Eingang C
20375 HAMBURG

TEL.: 040 / 43 209 - 227
FAX: 040 / 43 209 - 229

EMAIL: KRAJEWSKI@HAFTUNGSRECHT.COM
URL: WWW.HAFTUNGSRECHT.COM

Nachfrage vom Fragesteller 06.06.2006 | 18:01

Laut Notar gibt es drei Personen die beerbt wurden,jedoch einer davon hat das Erbe ausgeschlagen--um den geht es meines Wissens auch bezüglich Erbscheins.

Als Erben kommen demnach nur noch 2 in Frage,die auch einvernehmlich das Haus verkaufen wollen.Die Idee mit der Anzahlung kam von unserer Seite,um das ganze etwas abzukürzen.Seitens der Eigentümer warten wir erstmal ab,ob die das auch zu für in Ordnung befimden.

Wenn eine Anzahlung stattfindet=Wie machen wir das dann am besten?

vielen Dank ;-)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.06.2006 | 19:15

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich möchte Ihnen raten, die Anzahlung auf das Notaranderkonto zu leisten. Auf diese Weise hält der Notar das Geld treuhänderisch zurück bis alle Formalitäten erledigt sind. Sie können so sicherstellen, dass die Verkäufer Ihren Pflichten nachkommen, andererseits können die Verkäufer sicher sein, dass Sie den Kaufpreis bzw. die Anzahlung tatsächlich erbringen. Sie können das Geld ganz normal überweisen. Halten Sie vertraglich fest, dass der Betrag auf den Gesamtkaufpreis angerechnet wird. Da dies ein grundstücksbezogenes Geschäft ist, ist es formbedürftig (§ 311 b BGB). Der Vorvertrag muss also notariell beurkundet werden.

Ich hoffe, Ihre Frage nun zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichem Gruß!
RA Dipl.-Jur. THOMAS KRAJEWSKI

NEUER KAMP 30
Eingang C
20375 HAMBURG

TEL.: 040 / 43 209 - 227
FAX: 040 / 43 209 - 229

EMAIL: KRAJEWSKI@HAFTUNGSRECHT.COM
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