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Anwaltsschreiben nach Anzeige wegen Ruhestörung

| 03.02.2009 15:22 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,leider muss ich etwas ausholen um die Problematik zu schildern.
Wir haben seit ca. 7 Jahren neue Nachbarn auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Wir liegen etwas erhöht,der Nachbar ebenso. Es gab zu Beginn Feste und Feiern, gesteht man ja erstmal jedem zu. Hinzu kam eine diverse Anzahl an Hunden die des Morgens um 5 den Zeitungsboten freudig empfingen. Wir fingen derweil an mit geschlossenem Fenster zu schlafen. Nach 2-3 Jahren haben wir uns dann doch mal über diverse Lärmbelästigungen beschwert.Die Frage ob man das nicht aus Rücksichtnahme etwas reduzieren könnte wurde in einer nicht sehr netten Art beantwortet.Die Kommunikation erwies sich als sehr schwierig. Als nächstes folgten unsererseits Polizei anrufe wenn des nachts um 02:00Uhr noch immer die Musik so laut war das man trotz Ohropax nicht schlafen konnte.Eine andere Nachbarsfamilie hat leider auch das Pech ihre Schlafzimmer zu dieser Straßenseite sind.Auch deren Aufforderungen zur Reduzierung des Partylärms und des Hundegebells wurden ignoriert.Nach 5 Jahren habe ich mich dann beim Ordnungsamt informiert und nach langem zögern eine Anzeige gestellt.Die Parteien zeigten sich mehr oder weniger einsichtig,es war ein gutes halbes Jahr Ruhe bzw. schlafbar ruhig. Im Sommer sind dann ein großteil der Hunde weggezogen. In der Zwischenzeit haben wir zu Hause umgebaut und das Schlafzimmer in die erste Etage verlegt und jetzt Rolladen an den Fenstern.Im Frühjahr 2008 begann der Partylärm erneut und zwar fast regelmäßig.Im November habe ich nochmals eine Anzeige geschaltet.Diesen Januar bekam ich einen Brief von seinem Anwalt der mich letztendlich dazu zwingen will weitere Anzeigen beim Ordnungsamt zu Unterlassen, der aber auch falsche Unterstellungen und Angaben enthält.Nun meine Fragen:
1)Muss ich darauf antworten, von wegen Einspruch oder Beweise für später.
2)Das Ordnungsamt hat mich schriftlich über den Verfahrensverlauf im Jahr 2007 unterrichtet und geschrieben, das wenn weitere Vorfälle passieren ich das bitte zur Anzeige bringen soll.Geht das überhaupt das der Anwalt mich verklagt weil ich ein "Bürgerrecht" in Anspruch genommen habe?
3)Was könnte mir schlimmstenfalls passieren und was für Kosten kämen auf mich zu?
4)Mich ärgert der unsachliche Ton in dem Anwaltsbrief.Sollte ich mir nicht schon alleine deswegen einen Anwalt nehmen und mich wehren?
Abschließend möchte ich betonen das mir nichts an einem Rechtsstreit liegt, aber ich auch nicht mehr mit diesem Menschen kommunizieren möchte.Ich will nur nachts um 01:00Uhr ohne Ohropax schlafen könne.
Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen
03.02.2009 | 16:16

Antwort

von


(199)
Ulzburger Str. 362
22846 Norderstedt
Tel: 040 / 547 89 42
Web: http://www.bischoff-maertens.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf Grundlage der mir vorliegenden Informationen und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Zu 1.)
Sie sind nicht verpflichtet, auf Schreiben eines Anwalts zu reagieren. Hierbei laufen auch keine relevanten Fristen. Das, was Ihnen drohen kann, wenn Sie nicht reagieren, ist, daß der Anwalt im Auftrag seiner Mandanten eine Unterlassungsklage einreichen wird. Auf diese müssen Sie dann reagieren. Wenn Sie der Meinung sind, daß sich eine Klärung ohne Gericht herbeiführen läßt, empfiehlt es sich, zu dem Anwalt Kontakt aufzunehmen. Eine Verpflichtung besteht jedoch nicht.

Zu 2.)
Wenn Sie berechtigterweise Ordnungswidrigkeiten zur Anzeige bringen, kann der Anwalt von Ihnen keine Unterlassung fordern. Anders läge es, wenn alle Anzeigen grundlos gestellt wurden. Dies scheint hier jedoch nicht der Fall zu sein. Ich schätze daher die Erfolgsaussichten des derzeit geltend gemachten Unterlassungsanspruch aus der Ferne als gering ein.

Zu 3.)
Schlimmstenfalls kann Ihnen eine Klage zugestellt werden. Wenn Sie dann ein Gerichtsverfahren verlieren, kommen auf Sie Kosten zu. Diese sind jedoch nur schwer abzuschätzen, da bei der Geltendmachung von Unterlassungsansprüchen der Streitwert (dieser ist maßgeblich für die Berechnung der Anwalts- und Gerichtskosten) zu schätzen ist. Üblicherweise liegt dieser zwischen 3.000,- € und 5.000,- €, kann jedoch im Einzelfall niedriger oder höher ausfallen. Das Kostenrisiko schwankt insofern zwischen ca. 1.500,- € und 2.000,- €.

Zu 4.)
Ich persönlich halte es für sinnvoll, einen Anwalt einzuschalten, wenn die Gegenseite ebenfalls anwaltlich vertreten ist. Dies gilt schon aus Gründen der “Waffengleichheit”. Sie haben jedoch auch die Möglichkeit abzuwarten, ob weitere Schritte (Gerichtsverfahren) eingeleitet werden. Spätestens in einem Gerichtsverfahren sollten Sie sich anwaltlich vertreten lassen.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Sonja Richter
- Rechtsanwältin -


Bewertung des Fragestellers 09.02.2009 | 08:55

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