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Anwalt geht unvorbereitet in Güteverhandlung

| 26.03.2019 17:17 |
Preis: 30,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Liubov Zelinskij-Zunik, M.mel.


Zusammenfassung: Anwaltsrechnung bei Schlechtleistung eines Anwaltes

Hallo zusammen,
ich habe wegen einer arbeitsrechtlichen Angelegenheit Kontakt zu einem Anwalt aufgenommen und mit diesem telefoniert und ihm Unterlagen geschickt, die den Fall verdeutlichen (Arbeitsvertrag, Stundenzettel, kurze E-mail Kommunikation). Im Anschluss gab es ein etwa 60min Gespräch mit meiner Frau.
Vereinbarungsgemäß hat der Anwalt in dieser Sache eine Klage eingereicht, die in einer Güteverhandlung mündete. Seit der Festsetzung der Güteverhandlung hatte ich versucht, per Email mit dem Anwalt Kontakt aufzunehmen, um das weitere Vorgehen abzusprechen oder zu erfahren, ob Informationen fehlen etc.
Nachdem weder auf die erste noch auf eine erneute Mail eine Antwort erhalten habe, habe ich ihn einen Tag vor der Verhandlung angerufen, worauf er meinte, alles sei klar und wir müssten uns nicht mehr vor dem Gütetermin sprechen.
An dem Gutetermin selber war der Anwalt gänzlich unvorbereitet, hatte den Namen der Beklagten in der Anklageschrift falsch geschrieben und auch die Kernforderung der Anklageschrift war laut der Richterin unklar. Da sich der Anwalt die Unterlagen nicht vollständig angesehen hatte, konnte er auch keine detailierten Fragen beantworten, was ich dann erledigt habe. Die Gegenseite war wesentlich besser vorbereitet, was schon etwas peinlich war.
Insgesamt hat der Anwalt in der ganzen Güteverhandlung ca. 4 recht belanglose Sätze gesagt. Wir konnten mit der Beklagten zum Glück einen Kompromiss erzielen, der praktisch ohne Zutun des anwalt zustande gekommen ist. Es ist also kein finazieller Schaden entstanden. Direkt am Folgetag kam eine Rechnung für vorgerichtliche Tätigkeit und für das gerichtliche Verfahren in der vollen Höhe, die praktisch 65% des ausgehandelten Deals ausmacht. Macht es Sinn, mit dem Anwalt über eine Kürzung der Rechnung zu sprechen oder gar einen Teil zurückzuhalten, zumal wir uns im Vorfeld nie über Kosten unterhalten haben? Oder läuft dies unter "Lerneffekt"?
Danke und Gruß

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Da Sie schreiben, dass Sie mit der Gegenseite ein Kompromiss erzielt haben, gehe ich davon aus, dass es zum Vergleich kam, Sie haben also nicht alles bekommen, was Sie ursprünglich mit der Klage wollten. In dem Fall hätte Ihr Anwalt Ihnen erklären müssen, warum Sie nachzugeben haben, entweder, weil er die Sache schlecht geprüft hat (1) und zu viel angeklagt hat oder die Gegenseite hat in der Verhandlung etwas vorgetragen, was Ihr Anwalt nicht wissen konnte und dieser Vortrag war geeignet, Ihre Forderung zu reduzieren (2). Nur im 1. Fall haben Sie realistische Chance, seine Rechnung zu kürzen und zwar so, dass Sie sagen, er hätte weniger einklagen müssen und aus dem geringerem Streitwert seine Gebühren berechnet (d.h. nicht aus dem eingeklagten Streitwert). Sie können dem Anwalt meine Antwort gerne schicken als Begründung für Ihren Einwand gegen seine Rechnung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 27.03.2019 | 10:12

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"Die Antwort von RA Fr. Zelinskij-Zunik hat mir in diesem Fall sehr weitergeholfen, da ich ihren Gedankengang für logisch und daher gut nachvollziehbar halte. Die Antwort war knapp, aber prägnant und völlig ausreichend. Ich werde mir ihren Namen auf alle Fälle merken, um sie bei zukünftigen rechtlichen Meinungsverschiedenheiten kontaktieren zu können. "