Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anspruch auf Weihnachtsgeld nach Zahlung

24. November 2022 14:07 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


21:19

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe ordentlich zum Quartal gekündigt und bin noch bis zum 31.03.2023 regulär beschäftigt.

Da ich die "Funktion" einer Gruppenleiterin ausübe, habe ich bereits am 9.11.2022 gekündigt, um meinem Arbeitgeber genug Zeit zu geben, um Ersatz zu beschaffen - mit der Bitte und dem Anspruch, meine Aufgaben ebenso weiter und zu Ende zuführen wie vereinbart sofern sich nichts ändern würde. Wohlweislich, dass mein Arbeitsvertrag die Regelung ausweißt: "Außerdem erhält der Mitarbeiter eine Weihnachtszahlung i.H.v. 50% des Gehaltes, sofern er im November des betreffenden Jahres noch in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis steht."
Weiterhin wurde allen Mitarbeiten, welche min. seit 2020 beschäftigt sind und im November ungekündigt sind - ein Inflationsausgleich von 1.000 EUR zugesprochen.
Ich habe keine einzige Sonderzahlung erhalten - ist dies rechtens?
Ebenfalls sieht mein Arbeitsvertrag eine Jahresabschlusszahlung vor, welche jeweils im April gezahlt wird - habe ich hierauf trotz ausschneiden evtl. ebenfalls Ansprüche?

24. November 2022 | 14:54

Antwort

von


(2039)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Soweit es im Vertrag schlicht "November" heißt, und damit z. B. nicht "30.11.", so lege ich das derart aus, dass es reicht, dass man mindestens zum 1.11. des betreffenden Jahres noch beschäftigt sein muss.
Denn ansonsten muss man das transparenter gestalten, wenn man es anders regeln will, Umkehrschluss aus der Norm des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB), § 305c Abs. 2 - Überraschende und mehrdeutige Klauseln

"(2) Zweifel bei der Auslegung Allgemeiner Geschäftsbedingungen gehen zu Lasten des Verwenders."

Das beides ist Ihnen also zu zahlen, weil die Kündigung erst vom 09.11.22 stammt.

Zu Ihrer Frage/Anmerkung "Ebenfalls sieht mein Arbeitsvertrag eine Jahresabschlusszahlung vor, welche jeweils im April gezahlt wird - habe ich hierauf trotz ausschneiden evtl. ebenfalls Ansprüche?" müsste ich noch von Ihnen die Vertragsklausel zitiert haben, danke für Ihre Rückmeldung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 24. November 2022 | 15:09

Sehr geehrter Herr Hesterberg,

ich danke Ihnen für Ihre Rückmeldung.

Zur Jahresabschlusszahlung wurde unter § 10 Sonstige Vereinbarungen seinerzeit folgendes vereinbart:

"Der Arbeitgeber garantiert für die Jahre 2018, 2019 und 2020 eine Jahresabschlusszahlung in Höhe eines Bruttomonatsgehaltes."

In den Jahren 2021 habe ich diese ebenfalls erhalten und 2022 nach Gehaltsverhandlungen in 08/2021 120% vereinbart - Jedoch mündlich. allerdings habe ich für alle Jahre betreffend die Schriftstücke des Arbeitgebers, sodass sich wohl im Zweifel auch hieraus der Anspruch ergeben könnte.

Nachtrag zum Inflationsausgleich, welcher ja max. 3.000 EUR bis 2024 betragen kann: 1.000 EUR sollten mit dem Novembergehalt, und weitere 1.000 EUR mit der Abschlusszahlung im April erfolgen - dieses Zugeständnis wurde in einer Abteilungssitzung mit allen Kollegen (mit den zuvor genannten Voraussetzungen) als E-Mail der Inhaber verlesen.

Was raten Sie mir zum weiteren Vorgehen?

Besten Dank.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24. November 2022 | 21:19

Sehr geehrter Fragesteller,

in Ordnung, dann könnten Sie sich auf die auch nach 2020 fort geführten Sonderzahlungen berufen, insbesondere wenn Sie da entsprechende Schriftstücke haben.
Das sollten Sie also weiter verfolgen. Achten Sie unbedingt auf sehr häufig vorhandene vertragliche Ausschlussfristen von nur wenigen Monaten, was diese Ansprüche betrifft.

Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(2039)

Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Erbrecht, Miet- und Pachtrecht, Vertragsrecht, Zivilrecht, Baurecht, Verwaltungsrecht, Ausländerrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 97559 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Ich bin zufrieden mit der Auskunft und bedanke mich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Hat auch auf die Zusatzfrage schnell geantwortet. Freundlich und kompetent. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr kompetent, Antwort leider zu meinem Nachteil, aber das ist unsere Schuld. ...
FRAGESTELLER