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Angebot bei eBay fehlerhaft erstellt


02.09.2005 11:51 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

hallo, ich habe vor ein paar wochen meinen pc plus zubehör bei ebay versteigern wollen. leider habe ich dort völlig falsche angaben über den pc abgegeben. in der beschreibung selbst wiedersprechen sich meine aussagen. der pc wurde leider ersteigert. der käufer besteht auf diesen pc,den es nicht gibt. was soll ich jetzt machen? sein anwalt hat mich bereits kontaktiert, ich soll ihm 48euro bezahlen. " da sie gegen obengenannte ormen bereits verstoßen haben, haben sie schon erste schadenspositionen auszugleichen,wozu auch die anwaltsgebühren gehören."§433 Abs.1BGB, und §§280, 241BGB.hinzu kommt ,dass ich 2wochen verreist war,so dass ich mich nicht direkt melden konnte.
02.09.2005 | 12:21

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der mitgeteilten Tatsachen wiefolgt beantworten möchte:

1.Die Situation ist wahrlich nicht schön. Erstmal grundsätzliche Erläuterungen: Sie haben einen wirksamen Kaufvertrag geschlossen mit dem Käufer. Das bedeutet, dass Sie die Sache auch liefern müssen und zwar mit den Eigenschaften, die Sie beschrieben haben.

Das ist offensichtlich nicht möglich, weil Ihr PC bestimmte von Ihnen benannte Eigenschaften nicht hat. Das bedeutet wiederum, dass der PC mangelhaft ist und Sie nun dafür Schadensersatz zu leisten haben. Der Käufer kann daneben vom Vertrag zurücktreten oder den Kaufpreis mindern.

2.Zu denken wäre an die Anfechtung des Kaufvertrags wegen Irrtums Ihrerseits. Dann müssen Sie nur das negative Interesse ersetzen, § 119 Abs. I oder II, 122 BGB. Ob die Vorraussetzungen vorliegen, kann ich Ihnen ohne genauere Informationen nicht sagen.

Allerdings müßten Sie die Anfechtung unverzüglich, also ohne schuldhaftes Zögern erklären. Daran könnte hier die Anfechtung schon scheitern. Ich rate, einen Kollgen aufzusuchen, um die Rechtslage sicher zu klären.

3.Wenn die Anfechtung nicht möglich ist, sind Sie zum Schadensersatz verpflichtet. Die Schadensersatzpflicht ergibt sich aus den Vorschriften §§ 433 Abs.1, 434 Abs. 1 S. 1, 437Nr. 2, 3, 281 BGB. Der Kollege hat bisher anscheinend nur Schadensersatz aus positiver Vertragsverletzung (§ 280, 241 BGB) geltend gemacht. Weiter Ansprüche sind denkbar (SEA,Rücktritt, Minderung, Mangelfolgeschäden) s.o.

4.Die Rechtsanwaltsgebühren müssen Sie dann zahlen, wenn die Inanspruchnahme des Anwalts erforderlich war. Das trifft in einfach gelagerten Fällen nur zu, wenn der Geschäftspartner geschäftlich ungewandt ist oder die Schadensregulierung verzögert wird. Ob die Voraussetzungen erfüllt sind, kann ich ohne weitere Informationen nicht sagen. Vielleicht hat der Käufer versucht, Sie zu erreichen und dachte, er kommt ohne Anwalt nicht weiter. Dann kann er die Kosten ersetzt verlangen.

5.Ich würde Ihnen raten, einen Kollegen aufzusuchen, der dann einen Vergleich mit dem Kollegen vereinbaren kann. Wenn Sie die Kosten nicht aufwenden wollen, versuchen Sie dem Anwalt die Situation zu schildern und machen Sie klar, dass die falsche Bezeichnung nicht absichtlich passiert sind, sondern aus Unkenntnis. Diese schützt bekanntlich nicht vor Strafe nicht, aber vielleicht hat die Gegenseite ein Einsehen. Ansonsten werden Sie den entstandenen Schaden ersetzen müssen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüssen
Nina Heussen
Rechtsanwältin

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