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Anerkennung Arbeitszimmer

| 13.03.2009 17:01 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Guten Tag,
ich hatte eine Betriebsprüfung Kleinstbetrieb für die Jahre 2005-2007.
Der Finanzbeamte möchte nun das Arbeitszimmer besichtigen, allerdings ist die GbR - zusammen mit meiner Frau - seit 1. Feb 2009 nicht mehr existent. Das Arbeitszimmer liegt im Dachgeschoss eines eigengenutzten EFH und meine Frau erhält seit 2005 die Eigenheimzulage.
Das Zimmer ist nur über das Treppenhaus zugänglich und vom Rest des Hauses räumlich abgetrennt, Kunden benutzen das Gäste-WC im Erdgeschoss.
Meine Frau arbeitete z.T. beim Kunden vor Ort, z.T. von Zuhause und hatte auch eine Netzwerk-Verbindung zu den Kunden bzw. nutzte das Büro f. Akquise etc.
Ich habe im Nebenberuf das AZi abends und nachts (IT, Software + Programmierung, Beratung) benutzt.
Wie sind die Möglichkeiten einer steuerlichen Anerkennung?


Sehr geehrter Fragesteller,

ich danke zunächst für Ihre Anfrage, die ich im Folgenden gerne beantworte.

Ich verstehe Ihre Sachverhaltsschilderung so, dass Ihre Frau hauptberuflich für die GbR tätig ist, Sie dagegen nur nebenberuflich. Das Haus gehört Ihnen gemeinsam.

Veranlagungszeitraum 2005, 2006:

Die grundsätzliche Anerkennung als häusliches Arbeitszimmer halte ich für die vorbenannten Jahre unproblematisch. Das Zimmer gehört zum häuslichen Bereich. Ab 2005 sind bei einer nebenberuflichen Nutzung die absetzbaren Kosten jedoch auf EUR 1.250 beschränkt. Bei hauptberuflicher Nutzung sind dagegen die gesamten Kosten absetzbar. Im Ergebnis wird das Finanzamt bei Ihnen lediglich (anteilige) Kosten in Höhe von EUR 675.- anerkennen. Darüber hinaus gehende (das Ergebnis der GbR mindernde) Aufwendungen dürften hinsichtlich Ihrer Einkünfte hinzugerechnet werden. Bei Ihrer Frau wirken sich die (anteiligen) Kosten des Arbeitszimmers dagegen in voller Höhe einkunftsmindernd aus.

Veranlagungszeitraum 2007:

Ab 2007 wird ein Arbeitszimmer lediglich dann anerkannt, wenn es den Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit darstellt. Dies bedeutet, dass eine Anerkennung hinsichtlich Ihrer Einkünfte nicht erfolgen wird. Bei Ihrer Frau wird es darauf ankommen, ob sie die Kerntätigkeiten im eigenen Arbeitszimmer verrichtet oder ob Ihr beim Kunden regelmäßig ein Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Eine Prognose ist hier anhand Ihrer Angaben nicht möglich.

Ich hoffen Ihnen hiermit eine erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 14.03.2009 | 21:20

...vielen Dank.

Den Satz "Darüber hinaus gehende (das Ergebnis der GbR mindernde) Aufwendungen dürften hinsichtlich Ihrer Einkünfte hinzugerechnet werden." habe ich noch nicht verstanden.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14.03.2009 | 22:46

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Der Satz beschreibt die ‚technische’ Vorgehensweise. Da die Gewinnfeststellung für die GbR einheitlich erfolgt, kann hier eine Differenzierung (d.h. eine unterschiedliche Behandlung der beiden Gesellschafter) nicht vorgenommen werden. Daher mindern die Kosten für das Arbeitszimmer zunächst die Einkünfte der GbR und werden nach Gewinnzuweisung an die Gesellschafter bei Ihnen (anteilig) wieder hinzugerechnet.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage hiermit beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 14.03.2009 | 23:13

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