Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Altersrente für Frauen: Rentenversicherung und Pflichtbeiträge

| 19.04.2013 20:52 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Laut meiner letzten Rentenauskunft mit detailliertem Verlauf bis 31.12.2011 ist die Wartezeit mit 15 Jahren erfüllt. Dann wörtlich: "Nach Vollendung des 40. Lebensjahres sind bisher 97 Monate mit Pflichtbeiträgen vorhanden. Die Rente kann nur gezahlt werden, wenn mindestens für 24 Monate Pflichtbeiträge gezahlt werden."

Weitere Pflichtbeiträge wurden bzw. werden durch das noch bestehende Arbeitsverhältnis vom 1.1.2012 bis zum 30.4.2013 gezahlt (16 Monate). Ab dem 1.5.2013 bin ich arbeitslos und auch als arbeitslos gemeldet. Die Agentur für Arbeit zahlt nach deren Auskunft während der arbeitslosen Zeit u. a. auch Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung. Meine Bezugsdauer bzw. Anspruchsdauer für ALG1 beträgt
10 Monate, d.h. sie endet am 28.2.2014. Ab dem 1.1.2014 kann ich jedoch in die
vorgezogene Rente gehen (Geburtsjahrgang 1950, weiblich).

Meine Frage:
gelten die Zahlungen an die RV durch die Agentur für Arbeit in der Zeit vom 1.5.2013 bis zum 31.12.2013 (weitere 8 Monate) auch dann als PFLICHTBEITRÄGE im Sinne einer versicherungspflichtigen Beschäftigung oder Tätigkeit, so dass diese Zahlungen auf meine Pflichtbeitragszeit angerechnet werden (24 Monate wären erfüllt) und ich ab 1.1.2014 in die vorgezogene Rente gehen kann ?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Gemäß § 237 a SGB VI haben sie einen Anspruch auf die Altersrente für Frauen, wenn sie vor dem 1. Januar 1952 geboren sind,dass 60. Lebensjahr vollendet haben, nach Vollendung des 40. Lebensjahres mehr als zehn Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit aufweisen und die Wartezeit von 15 Jahren erfüllt haben.

Sie benötigen daher nach Ihrem 40. Lebensjahr 120 Monate Pflichtbeiträge. 113 Monate erfüllen Sie durch die Rentenauskunft und die weiteren Pflichtbeiträge aus dem Arbeitsverhältnis.

Nach § 55 SGB VI sind Beitragszeiten Zeiten, für die nach Bundesrecht Pflichtbeiträge (Pflichtbeitragszeiten) oder freiwillige Beiträge gezahlt worden sind. Soweit ein Anspruch, wie die Altersrente für Frauen, eine bestimmte Anzahl an Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit voraussetzt, zählen hierzu auch Pflichtbeiträge, für die aus den in § 3 SGB VI genannten Gründen Beiträge gezahlt worden sind.

Gemäß § 3 Nr. 3 SGB VI sind Versicherte für die von einem Leistungsträger Arbeitslosengeld beziehen, wenn sie im letzten Jahr vor Beginn der Leistung zuletzt versicherungspflichtig waren, rentenversicherungspflichtig. Pflichtbeitragszeiten entstehen als auch wenn ein Versicherter von einem Sozialleistungsträger Arbeitslosengeld bezieht.

In der Zeit der Arbeitslosigkeit werden daher durch die Bundesagentur für Arbeit Pflichtbeiträge in die Rentenversicherung eingezahlt.

Diese Rentenversicherungsbeiträge erhöhen in auch in jedem Fall Ihren künftigen Rentenanspruch, wenn auch nicht so hoch, wie vergleichbare Zeiten einer Beschäftigung.

Mit den weiteren 8 Monaten kämen Sie somit auf 121 Monate Pflichtbeiträge, sodass diese Voraussetzung der Altersrente für Frauen ebenfalls erfüllt ist.

Sie sollten daher rechtzeitig einen Rentenantrag stellen, da Sie nach den mitgeteilten Zahlen und Beitragszeiten ab 1.1.2014 in Rente gehen können.

Ob das in Ihrem Fall eine vorgezogene Rente ist, kann nicht beurteilt werden, da Sie Ihr Alter nicht mitgeteilt haben. Sie sollten sich rechtzeitig mit einem Rentenberater in Verbindung setzten, um die entsprechenden Anträge ausfüllen.

Ich hoffe, dass meine Antwort Ihnen eine erste rechtliche Orientierung geben konnte.

Nutzen Sie bitte die Möglichkeit der Nachfrage, wenn Sie zu den Ausführungen Fragen haben, oder etwas unklar geblieben sein sollte.


Mit freundlichen Grüßen


Christopher Volke
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 19.04.2013 | 23:48

Sehr geehrter Herr Volke,

zunächst einmal vielen Dank für Ihre kurzfristige und recht umfangreiche Information. Ich denke, dass ich Ihnen mein Alter mitgeteilt habe:
Direkt vor meiner gestellten Frage steht in Klammer (Geburtsjahrgang 1950, weiblich). Hier noch genauer:
4. Dezember 1950.

Können Sie somit bitte meine Frage zur vorgezogenen Rente vollständig beantworten ?

Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.04.2013 | 01:24

Bitte entschuldigen Sie, den Klammerzusatz hatte ich übersehen.

Für den Geburtsjahrgang 1950, findet die Regelung der Altersrente für Frauen (§ 237 a SGB VI ) Anwendung, da der Jahrgang vor dem Stichtag 1. Januar 1952 geboren ist.

Die Altersgrenze von 60 Jahren (§ 237 a Abs. 1 Nr. 2 SGB VI ) wird bei Altersrenten für Frauen, die nach dem 31. Dezember 1939 geboren sind, angehoben (§ 237 a Abs. 2 SGB VI ).

Die Anhebung der Altersgrenze für Versicherte der Geburtsjahrgänge 1945 bis 1951 besagt für Ihren Fall, dass Sie mit 65 abschlagsfrei in Rente gehen könnten.

Eine vorzeitige Inanspruchnahme der Altersrente ist weiterhin ab 60 möglich (vgl. Anlage 20 zu § 237 a SGB VI ).

Somit handelt es sich, wie von Ihnen bereits beschrieben, um eine vorzeitige Inanspruchnahme der Altersrente, mit der Folge, dass die entsprechenden Abschläge in der Rentenhöhe hinzunehmen wären.

Da es sich im Falle der Beiträge die von der Arbeitslosenversicherung in die Rentenversicherung gezahlt werden, ebenfalls um Pflichtbeiträge handelt, werden diese auch in der Zählung berücksichtigt.

Sie haben somit zum geplanten Renteneintritt nach Vollendung des 40. Lebensjahres mehr als zehn Jahre Pflichtbeiträge angesammelt.

Alle Tatbestandsmerkmale der Altersrente sind erfüllt und ein Rentenbezug ist somit wie gewünscht möglich. Ein entsprechender Antrag muss rechtzeitig gestellt werden.

Ich hoffe Ihre Frage nunmehr zu Ihrer vollen Zufriedenheit beantwortet zu haben.


Mit freundlichen Grüßen


Christopher Volke
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 20.04.2013 | 17:54

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"1. pfeilschnelle Antwort, auch in der Nachfrage
2. klar, präzise, verständlich und sehr informative Info/Auskunft
3. sehr guter Kontakt
Gesamtnote: 1 (sehr gut)"