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Adoptiert, Trennung zu Eltern vorgenommen


| 22.03.2005 14:38 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo zusammen,

moralisch sollte man über diesen Beitrag bitte nicht nachdenken, dazu ist zuviel passiert.

Meine Mutter hat vor ca. 5 Jahren meinen Vater geheiratet. Vorher war er mein Stiefvater. Da meine Mutter sich das immer gewünscht hat, habe ich einer Adoption zugestimmt, deshalb ist es jetzt mein Vater. Mein Gefühl danach, war es nie.

Über die letzten jahre ist viel passiert. Meine Mutter hat sich zwei mal versucht das Leben zu nehmen usw. Es gab immer Zoff, meine Eltern habe ganz kräftig sich zu viel geleistet. Meine Eltern sind nicht schlecht "betucht", haben ein großes Haus, fahren Jaguar, haben eine Firma usw.

Vor einem halben jahr wollte sich meine Mutter scheiden lassen. Ich fasse das nur mal ganz kurz zusammen. Mein "Vater" hat sein ganzen Leben lang gelogen, somit mich und auch meine Mutter belogen. Nur ein kleiner Auszug. Angeblich hat er einen Herzinfakt gehabt. Stimmt wohl nicht. Sachen wie, dass er einen Bruder hat und das dieser Alkoholiker ist, wurden wie viele hundert andere Sachen nie erwähnt. Angeblich hat er wohl noch zwei Kinder, was er aber wohl immer noch leugnet.

Lange rede kurzer Sinn. Ich habe auf Grund einer Vielzahl von heftigen Auseinandersetzungen, nicht nur mir gegenüber, sondern auch gegen meine Frau und meine Schwiegereltern den Kontakt abgebrochen. Ende 2004 mit einer Email. Das Sie diese bekommen haben, weiß ich durch das "Antwortschreiben" meiner "Mutter".

1. Ich habe Ihnen u.a. untersagt, Kontakt zu meinen Schwiegereltern, zu meiner Familie aufzunehmen. Bei einer Familienfeier hat sich meine Mutter unserem Sohn genähert und einfach mit Eis gefüttert. Das klingt vielleicht albern, aber ich möchte, dass beide die Finger von meinem Sohn lassen. Kann ich über einen Anwalt den beiden dies untersagen, sich meinem Sohn zu nähern?

2. Ich habe, natürlich ohne Vertrag (wer denkt schon an so etwas), über Jahre für Ihren Betrieb Software angefertigt, diese betreut, Netzwerk beschaft aufgebaut und betreut. Wie oft war ich samstags oder sonntags dort, musste kilometerweit fahren usw. Da haben sich sicher so ca. 1000 Stunden angesammelt. Kann ich diese im nachhinein über einen Anwalt noch in Form einer einmaligen Summe fordern?

3. Da ich ja jetzt der Sohn bin, habe ich ja einen gesetzlichen Anspruch auf den Pflicht-Anteil. Da ich aber diesen beiden Personen nichts mehr glaube und kein Erbe haben möchte, was vielleicht auch aus Schulden besteht, stellt sich für mich die Frage, ob ich über einen Anwalt eine einmalige Summe X fordern kann. Also so eine Art vorzeitige Bezahlung. Und mich im Gegenzug dazu bereit erkläre, auf meinen Anteil, nach leistung der zahlung, zu verzichten? Wie stehen da die Chancen?

Im voraus einen herzlichen Dank für diesen Service und die Beantwortung der Fragen.

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Sehr geehrte(-r) Fragesteller(-in),

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese möchte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Zu Frage 1)
Nach § 1685 BGB haben auch die Grosseltern ein Recht auf Umgang mit dem Kind, aber nur "wenn dies dem Kindeswohl dient". Im Gegensatz zum Umgangrecht der Elternteile wird dies bei Grosseltern NICHT von Gesetzes wegen vermutet, muss also von den Grosseltern nachgewiesen werden. Auf der Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung ist dies zu verneinen. Darauf sollten Sie die Grosseltern Ihres Sohnes nocheinmal unmissverständlich hinweisen! Falls dies nicht fruchtet, können und sollten Sie anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Zu Frage 2)

Arbeitsverhältnisse und die daraus resultierenden Ansprüche können auch "konkludent", also ohne schriftliche oder auch nur mündliche Vereinbarung begründet werden. Grundsätzlich kann Ihnen deswegen durchaus eine "Nachzahlung" zustehen. Hier kommt es aber sehr auf die Einzelfallumstände ab, zB, ob von Ihnen eine unentgeldliche Tätigkeit erwartet wurde und erwartet werden konnte. Lassen Sie mich hier ggfls. Näheres wissen, um Ihr Anliegen genauer beurteilen zu können.

Zu Frage 3)

Einen rechtlich durchsetzbaren Anspruch für das, was Ihnen hier als "Erb-Abfindung" vorschwebt, gibt es im BGB nicht. Bis zum Tode der Erblasser haben Sie nur eine sog. rechtlich begründete Erwartung auf das Erbrecht, aber keine Anwartschaft oder gar einen klagbaren Anspruch. Hier kämen Sie nur im einvernehmlichen Wege weiter, zB durch eine vertragliche Regelung mit Erbzicht o.ä. Nach den von Ihnen geschilderten Rahmenumständen dürfte dieser Weg aber nicht beschreitbar sein.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung, genauso für eine weitergehende Interessenwahrnehmung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 22.03.2005 | 15:35

Zu Frage 2 vielleicht noch die folgenden Hinweise.
Da in der Firma meiner Eltern noch rein mit Akten gearbeitet wurde, habe ich von meiner Seite aus vorgeschlagen, ein EDV für diese zu programmieren. Es gab insgesamt im Laufe der Zeit zwei Programme. Das zweite löste das erste ab. Dies musste von mir gewartet werden, es mussten immer wieder neue Funktionen rein. Bei den Funktionen habe ich mehrfach erklärt, dass es nicht rechtens ist, zum Beispiel Kundendaten einfach löschen zu können. Solche Features musste ich also strotz dieser Erklärung einbauen. Zu meinem Schutz, wenn man es so sagen kann, habe ich eine Historie eingebaut, die nachweisen kann, zu welchen Zeiten, welche Kundendaten von welcher Person gelöscht wurden.

Da ich mir in unregelmäßigen Abständen Backups gezogen habe, könnte ich dies also nachweisen, dass hier absichtlich Kundendaten einfach gelöscht wurden. Warum das getan wurde und wahrscheinlich noch heute wird, brauche ich Ihnen nicht zu sagen.

Ob man also von mir erwarten durfte, dass ich für meine Eltern und deren Firma als Programmierer tätig sein solle, kann ich nicht beantworten.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.03.2005 | 15:47

Danke für die ergänzenden Informationen. Gut zunächst einmal, dass Sie hier einiges für sich dokumentiert hatten. Rechtlich geht es um die Abgrenzung zwischen Gefälligkeitsverhältnis und Dienst-, bzw. Werkvertrag. Gegen ein Entlohnung könnte (könnte!) eingebracht werden, dass Sie hier selbst iniativ wurden und es sich um die elterliche Firma handelte. Allerdings scheinen mir Dauer und Umfang Ihrer Tätigkeit für eine konkludent entgeldliche Leistungserbringung zu spreche. Im Ergebnis würde ich eine Anspruch Ihrerseit bejahren.

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