Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Bei wem muss das Kind nach Trennung der Eltern gemeldet werden?

16.05.2013 18:10 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Ein Kind ist im Falle einer Trennung der Eltern bei dem Elternteil anzumelden, bei dem es sich überwiegend aufhält. Der andere Elternteil muss dann einer Ummeldung des Kindes zustimmen.

Ich bin seit 14 verheiratet und seit letzter Woche getrennt lebend.Ich habe eine Tochter (13 Jahre).Meine Frau möchte die gemeinsame Tochter jetzt auf Ihre Adresse ummelden was ich verweigere.Was geschieht nun,wer entscheidet wo das Kind nach Papier lebt?Die Zeiten wo das Kind sich aufhält sind einvernehmlich geklärt.
Desweiteren würde ich gerne einen groben Überblick haben wieviel Unterhalt ich zahlen muss für beide.
Kurze Beschreibung der Verhältnisse.
14 Jahre Verheiratet
Jahreseink. Brutto 35000€
zusatzeink. Brutto 23000€
Jährliche Verbindlichkeiten 34800€ Kredite
Jährliche Unkosten Versich.usw 10000€
Ehefrau bezieht eine Erwerbsunfähigkeitsrente Jährlich 8148€ (100% Behindert)

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Anfrage. Vorweg möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum dafür gedacht ist, einen ersten Eindruck zu der Rechtslage zu vermitteln. Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Teilen des Sachverhalts kann es durchaus zu einer anderen rechtlichen Beurteilung kommen.

Unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhalts und Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Fragen nunmehr wie folgt beantworten:

"Was geschieht nun,wer entscheidet wo das Kind nach Papier lebt?"

Da Sie und Ihre Frau das gemeinsame Sorgerecht haben, haben Sie auch gemeinsam das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Sie müssen also beide gemeinsam entscheiden, wo das Kind leben soll. Dies haben Sie nach Ihrer Angabe mit Ihrer Frau geklärt. Gemeldet muss Ihre Tochter dort werden, wo sie sich überwiegend aufhält. Wenn sich Ihre Tochter also überwiegend bei Ihrer Frau aufhält, ist sie dort auch anzumelden. Sie müssten dann Ihre Zustimmung erteilen, ansonsten wäre Ihre Frau berechigt, Ihre Zustimmung beim Familiengericht zu beantragen.


"Desweiteren würde ich gerne einen groben Überblick haben wieviel Unterhalt ich zahlen muss für beide."

Leider geben Sie Ihr Bruttogehalt an, entscheidend ist aber das Nettogehalt. Wenn ich davon ausgehen, dass Sie die Steuerklasse 3 und einen Kinderfreibetrag haben und gesetzlich krankenversichert sind, rechne ich mit einem monatlichen Nettogehalt in Höhe von ca. 3.200,- €. Hiervon könnten Sie 5% für berufsbedingte Aufwendungen abziehen, so dass von einem Nettoeinkommen von 3.040,- € auszugehen ist. Hiervon können Sie zusätzlich 4% für zusätzliche Altersvorsorge, also 121,60 € abziehen. Weitere Beiträge für Versicherungen dürften wohl nicht abgezogen werden können, dies kann ich aber mangels Angaben zu den Versicherungen nicht abschließend beurteilen.

Jährliche Kredite in Höhe von 2.900,- € sind nur zu berücksichtigen, wenn sie angemessen und eheprägend sind. Wenn diese aber in der angegebenen Höhe zu berücksichtigen wären, verbliebe Ihnen kein positives Einkommen. (3.040-121,60-2900), dann wären Sie auch nicht unterhaltspflichtig. Gegenüber Ihrer Tochter müsste Ihnen ein Selbstbehalt von 1.000,- € verbleiben, gegemüber Ihrer Ehefrau ein Selbstbahlt von 1.100,- €.

Sollten die obigen Beträge nicht stimmen, können Sie dies im Rahmen der kostenlosen Nachfrage korrigieren.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Yvonne Bellmann, Rechtsanwältin

Ergänzung vom Anwalt 16.05.2013 | 22:20

Sehr geehrter Fragesteller,

ich meinte natürlich monatliche Kredite in Höhe von 2.900,- €. Auch wenn Sie angesichts der Zahlen nicht leistungsfähig wären, muss ich Sie darauf hinweisen, dass Sie verpflichtet sind, wenigstens den Mindestunterhalt für Ihre minderjährige Tochter zu zahlen. Dieser wäre nach der 1. Einkommensgruppe und der 3. Altersstufe der Düsseldorfer Tabelle vom 01.01.2013 nach Abzug des hälftigen Kindergeldes für ein 1. Kind 334,- € monatlich. Wenn Sie diesen Unterhalt trotz Ihres Einkommens nicht zahlen können, wird man sehr genau prüfen, ob diese Abzüge gerechtfertigt sind.

Ich wünsche noch einen schönen Abend!
Yvonne Bellmann

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69096 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Anwälte können nur dann richtige Aussagen treffen wenn die Frage auch richtig formuliert war. Dies musste ich nachholen und war mein Fehler. Herr Richter hatte sich dann erneut die Mühe gemacht und erneut umfangreich recherchiert. Ich ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Frage wurde zur vollsten Zufriedenheit beantwortet. Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und klare Antwort! Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER