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Abmahnung auf Grund von Interpretationen der Kollegen zu einer getätigten Aussage?


16.11.2005 17:12 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

ich habe am Montag eine Abmahnung bekommen, die mir persönlich übergeben wurde im Rahmen eines Gespräches.

Erste Frage: Wenn ich einspruch erheben will, wie und in welcher Form muss das geschehen? welche fristen muss ich berücksichtigen?

Nun zum Inhalt:

...
zu unserem bedauern sehen wir uns geezwungen, Sie aus folgenden Gründen abzumahnen:
Sie haben zu verschiedenen Anlässen gegenüber mehreren Mitarbeitern der xxx gmbH Äußerungen getätigt, mit denen Sie den Anschein erweckt haben, es bestünde zwischen Ihnen und dem GF xxx ein erotisches Verhältnis.

Sie haben den Anschein Ihres daruas resultierenden bes. Verhältnisses zur GL, Herr xxx bzw. der besonderen Vertrausensposition im Unternehmen dazu benutzt, um gegenüber anderen Mitarbeitern Ihrer pers. meinung einen vermeintlich offiziell fundierten hintergrund und damit eine bes. Glaubwürdigkeit und Wahrheitsgehalt zu verleihen.
Im Gespräch mit Mitarbeitern haben sie die vermeintliche Glaubwürdigkeit und den anscheinenden Wahrheitsgehalt Ihrer Aussagen benutzt, um die belegschaft zu verunsichern und das Arbeitsklima negativ zu beeinflussen.

Wir fordern Sie auf, Äußerungen jeglicher Art, die geeignet sind andere Arbeitskollegen in Hinsihct auf Ihre Arbeitsplatzsicherheit zu verunsichern, in Zukunft zu unterlassen.

Sollten Sie dieser Aufforderung nicht Folge leisten und sihc ihr Fehlverhalten wiederholen, müssen Sie damit rechnen, dass wir weitere Arbeitsrechtliche Sschritte bis hin zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses gegen Sie einleiten.

Eine Durchschrift dieses Schreibens .....

Unterschrieben von dem GF, mit dem ich angeblich ein Verhältnis habe.

Frage:
Diese Abmahnung basiert auf Interpretationen meiner Aussaen, ohne überhaupt bekannt zu geben, wer da interpretiert hat. Geht sowas überhaupt?

Mir wurde untersagt, die Mitarbeiter darauf anzusprechen, ich kann mich also nicht mal um eine Klarstellung bemühen. Ist das ok?

Alles ist total vage, keine Aussagen zu wem ich wann etwas gesagt habe.

Zur Situation: Ich bin mit dem besagten GF befreundet und wir treffen uns hin und wieder auch privat, meist mit anderen zusammen und ich kenne teilweise seine Freunde. Ich habe eine Beziehung seit 6 Jahren (Partner durch Weihnachtsfeier usw. auch bekannt)

Interpretationen ikann ich nicht beeinflussen und habe ich auch nicht bewusst hervorgerufen. Für mich eine rein menschliche Angelegenheit, ohne rechtlichen Charakter.

Wie kann ich mich verhalten? Wie kann ich dagegen angehen? Ist das rechtswirksam?

Danke für Eure Hilfe!

Baghira
16.11.2005 | 17:55

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der mitgeteilten Tatsachen wiefolgt beantworten möchte:

1.Wenn der Tatbestand sich so nicht abgespielt hat, können Sie auf Beseitigung der Abmahnung aus Ihrer Personalakte bestehen.

2.Ansonsten würde ich Ihnen raten, dass Sie um ein Gespräch mit dem Geschäftsführer und einem Zeugen (unbeteiligten Dritten) bitten, um den Sachverhalt zu erklären bzw aufklären zu können. Darauf muß sich der Geschäftsführer nicht einlassen.

3.Eine Pflicht, Sie vor der Abmahnung anzuhören, besteht nicht. So eine Pflicht gibt es in gesetzlich vorgeschriebener Weise nur im Beamtenverhältnis ( 3 13 Abs. 1 S. 2 BAT). Da Ihnen die Anhöhrung anscheinden verweigert wurde, können Sie das aber als Argument nehmen, um wenigsten im Nachhinein den Sachverhalt aufklären zu können.

4.Überlegen Sie auch, was für Äußerungen gemeint sein könnten, damit Sie eventuell den betreffenden Arbeitskollegen bei dem Gespräch nennen können, so dass dieser in Ihrem Beisein seine Aussage wiederholt. Eine Pflicht Ihres Arbeitgebers zur Ermöglichung des Gesprächs gibt es nicht.


Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
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