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3.Versuch im Studium

| 04.10.2019 10:01 |
Preis: 25,00 € |

Schule, Hochschule, Prüfungen


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Studierende des 3.Semesters und habe in einem Modul den 3.Prüfungsversuch antreten müssen, welchen ich leider nicht bestanden habe.
Ich würde gerne einen Härtefallantrag stellen und meine Frage wäre:
Was sind die Voraussetzungen hierfür ?


Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Studiengang: public and Non Profit Management
06.10.2019 | 10:56

Antwort

von


(8)
Frankenstraße 10
56626 Andernach
Tel: 01747154264
Web: http://www.evdorrien.com
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ein Härtefallantrag kann in begründeten Einzelfällen einen zusätzlichen Prüfungsversuch zur Folge haben.
Einen Rechtsanspruch darauf gibt es freilich nicht, und zunächst ist zu prüfen, ob Ihre Hochschule überhaupt eine Härtefallregelung hat.
Es wäre auch zu überlegen, ob Sie nicht zusätzlich zum Härtefallantrag Widerspruch gegen die (letzte) Prüfungswertung einlegen sollten. Im Erfolgsfalle könnten Sie diese Prüfung wiederholen, was natürlich die einfachste Rettung wäre.
Wichtigster Teil des Härtefallantrages ist die Begründung. Diese sollte detailliert und nachvollziehbar sein. Es muss ein triftigen Grund vorliegen, und zwar nicht - wie bei der Studienplatzvergabe - in Form einer fortschreitenden schweren Erkrankung oder Behinderung, sondern es geht allein um die konkrete Prüfungssituation. Hier geht es um die alles entscheidende Frage: Wurde die Prüfung nicht allein aufgrund fehlender Leistung bzw. mangelnder Begabung für das Fach nicht bestanden? Und wie kann das belegt werden?
Beispiele hierfür sind etwa gravierende familiäre oder sonst private Gründe. Etwa der Tod eines nahen Verwandten kann hier die Prüfungssituation erheblich und in außergewöhnlicher Weise erschwert haben. Gleiches gilt für eine plötzlich auftretende Erkrankung wie eine Lebensmittelvergiftung oder eine Grippe (nicht eine bloße Erkältung). Das normale Lampenfieber vor jeglicher Prüfung genügt hier ebenso wenig wie eine selbst verursachte Unpässlichkeit, die z. B. durch die Einnahme sedierender oder krampflösender Medikamente verursacht wurde.
Entscheidend ist, dass der vorgetragene Grund für den Antrag vor oder während der Prüfung aufgetreten ist. Problematisch ist hier, dass bei gesundheitlichen Schwierigkeiten eigentlich die Prüfung hätte abgebrochen werden müssen. Dann hätte der Aufsicht oder (bei einer mündlichen Prüfung) der Prüfer darauf hingewiesen und sogleich ein Arzt aufgesucht werden müssen. Wenn das Prüfungsergebnisses schon bekanntgegeben worden ist, wird es schwer, einen Härtefall aus akuten gesundheitlichen Gründen glaubhaft vorzutragen. Aber auch das ist nicht unmöglich, wenn es gut begründet wird.
Wichtig ist auch herauszufinden, welche Fristen Ihre Hochschule bei einem Härtefallantrag vorgibt. Üblich ist eine Frist von einem Monat nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses.

Mein Rat an Sie: Um sich gegen die drohende Exmatrikulation zu wehren, müssen Sie alles versuchen. Geben Sie sich alle Mühe, Ihren Härtefallantrag gut zu begründen!

Hat alles nicht geholfen, sollten Sie gegen den Bescheid der Hochschule über das endgültige Nichtbestehen Widerspruch einlegen. Nähere Informationen zu formalen Anforderungen und geltenden Fristen enthält die Rechtsbehelfsbelehrung des Bescheides.
Der Unterschied zum Härtefallantrag besteht darin, dass mit einem Widerspruch erklärt wird, das Prüfungsergebnis bzw. die Prüfungswertung nicht zu akzeptieren. Hat der Widerspruch Erfolg, wird ein zweiter "dritter" Versuch gewährt. Wer dagegen einen Härtefallantrag stellt, akzeptiert das Ergebnis zwar, will aber aus begründetem Anlass einen vierten Versuch.

Ich hoffe, Ihnen das Wesentliche mitgeteilt zu haben, und wünsche Ihnen alles Gute!


Rechtsanwältin Elisabeth v. Dorrien

Bewertung des Fragestellers 08.10.2019 | 00:17

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Vielen Dank Frau Rechtsanwältin.


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