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188 Tage in Thailand


| 10.11.2013 13:52 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Ich arbeite als Monteur für eine Deutsche Firma
in Jahr 2012 habe ich 188 Tage in Thailand gearbeitet
nun ist meine Frage bekomme ich meine Lohnsteuer zurück?

wenn ja wie?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Zunächst muss ich Sie wohl leider entäuschen: Dass Sie Ihre vollständige Lohnsteuer zurückbekommen, ist sehr unwahrscheinlich.

Es ist allerdings durchaus denkbar, dass Sie die deutsche Lohnsteuer zurückerhalten, wenn Sie die thailändische Lohnsteuer tatsächlich gezahlt haben. Ist letztere niegrigerer als die deutsche, erhielten Sie dann eine Rückzahlung.

Dies liegt an Folgendem:

Durch Ihre Tätigkeit in Thailand sind Sie (jedenfalls soweit man dies aufgrund der spärlichen Sachverhaltsangaben annehmen kann) doppelt unbeschränkt steuerpflichtig geworden.

Zum Einen in Deutschland aufgrund Ihres Wohnsitzes in Deutschland, zum Anderen in Thailand aufgrund Ihrer Tätigkeit in diesem Land.

Zwischen Deutschland und Thailand wurde ein Doppelbesteuerungsabkommen beschlossen, um die dadurch grundsätzlich entstehende doppelte Steuerlast zu verhindern.

Nach dem DBA Deutschland Thailand (Im Folgenden schlicht als "DBA" bezeichnet), steht Thailand das Besteuerungsrecht für die in Thailand erarbeiteten Einkünfte zu.

Da im DBA die Freistellungsmethode vorgesehen ist, werden die in Thailand erwirtschafteten Einkünfte bei der Festsetzung der deutschen Steuer grundsätzlich nicht berücksichtigt, sind aber aufgrund der bestehenden Steuerpflicht, und weil sie gemäß § 32b EStG bei der Ermittlung des Steuersatzes einzubeziehen sind, in der Steuererklärung zu erklären.

Kommen wir damit also zur praktischen Frage, wie Sie die deutsche Lohnsteuer eventuell zurückbekommen.

Sie müssen im Rahmen Ihrer Steuererklärung für das Jahr 2012 schlicht Ihre ausländischen Einlünfte erklären. Dies tun Sie in der Anlage N-AUS. Hier finden Sie auch alle weiterern Informationen.

Entscheidend für eine Anerkennung ist: Sie müssen in Thailand tatsächlich steuerlich veranlagt worden sein!

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft haben zu können, wie er im Rahmen einer Erstberatung möglich ist und bedanke mich nochmals für die Anfrage.

Bitte beachten Sie, dass diese Webseite lediglich dazu dient, Ihnen einen erste Einschätzung zur Rechtslage zu liefern. Eine ausführliche und persönliche Beratung soll und kann hierdurch nicht ersetzt werden.

Außerdem kann das Fehlen oder Hinzufügen wesentlicher Angaben im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Einschätzung führen.

Bei Nachfragen nutzen Sie unbedingt die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Baur
Bewertung des Fragestellers 14.11.2013 | 12:54


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