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sehr hohe rechnung meines internet-service-providers wg. mehrfacheinwahl


21.04.2006 16:06 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



sehr geehrte damen und herren,

ich nutze seit 2002 einen dsl-zugang des isp 1&1 mit einem volumentarif von 5 gb fü 16,99 pro monat. für zusätziches datenvolumen werden 1,2 ct/min verlangt. dieses 5 gb-volumen habe ich aber in der ganzen zeit des vertrages nur 1 mal geringfügig überschritten.

seit einigen monaten steht mein rechner in der wohnung meiner freundin, die einen flatrate-tarif beim selben provider hat.

den dsl-zugang in meiner wohnung verwende ich seit monaten überhaupt nicht mehr.

anfang februar ist aus unerklärlichen gründen der internetzugang meiner freundin zusammengebrochen, was bereits schon einige male vorkam. ich habe dann versucht mich an ihrem rechner unter meiner eigenen dsl-zugangskennung einzuloggen um zu überprüfen welcher natur der fehler war.

nach einiger zeit des herumprobierens war die verbindung wieder da. daraufhin führte ich ein firmwareupdate des dsl-modems durch.

am 28.12.05 kündigte ich meinen vertrag bei 1&1 zum 28.2. nachdem mein rechner bei meiner freundin in der wohnung stand, die dort eine flatrate hat. meinen eigenen zugang hatte ich bereits seit mehreren monaten nicht mehr genutzt.

am 28.2. schrieb mir das ´security-team´ von 1&1 einen kurzen brief, dass mein vertrag aus „sicherheitsgründen" vorübergehend gesperrt wurde & ich mich doch bitte mit dem security-team in verbindung setzen solle. dieser brief erreichte mich jedoch erst einige tage später, da ich den briefkasten meiner wohnung nicht jeden tag leere.

am 5.3. bekam ich per email meine monatliche abrechnung. sie belief sich auf 754,12 € . das ist das 50fache der normalen gebühr, an traffic hatte ich angeblich über 66 GB (61 GB mehr als normal, über das 13fache der üblichen maximalen datenmenge.

als ich dort anrief & fragte warum mein vertrag am letzten tag aus sicherheitsgründen gesperrt wurde erklärte mir ein herr dass mein zugang gesperrt wurde da verdacht bestand dass meine kennung unberechtigt von einem dritten benutzt wurde

er sagte mir dass ich strafanzeige gegen unbekannt erstatten müßte damit üerprüft werden kann von welchem anschluss aus meine kennung eventuell benutzt wurde.

als einzigen weiteren punkt fügte er hinzu dass ich mich in den agb verpflichtet habe für schäden dritter aufzukommen.

bei meinen nachforschungen im internet und in den log-datein meines rechners zur ursache meines problems bin ich auf das phänomen der mehrfacheinwahl gestoßen d.h. es werden mehrere dsl-verbindungen (z.b. eine vom router und eine vom rechner selber) aufgebaut. dass dies überhaupt möglich ist, ist selbst unter fachleuten kaum bekannt, die meisten laien verstehen das problem garnicht. auch ich wußte nicht daß so etwas gibt. 1&1 scheint diese tatsache jedoch weidlich auszunutzen und scheint bei vielen benutzern hohe rechnungen wg. (angeblicher) mehrfacheinwahlen zu stellen.

bei mir ist der fall etwas anders gelagert, da mein dsl-modem unter der kennung meiner freundin, und mein rechner unter meiner kennung einen monat lang verbindungen herstellten. dabei schien auch ein großteil (eben 66GB) über meine kennung gelaufen zu sein, woraus sich aus 1,2ct/MB (5GB frei) eine summe von 754,12 € ergab.

die dsl-verbindungen liefen jedoch beide über den selben physischen anschluß, ebenfalls von 1&1.

ich finde es sehr merkwüg, daß 1&1 meinen zugang aus „sicherheitsgründen“ einen tag vor ablauf des vertrags, nach 50(!)facher überschreitung der normalen rechnungssumme sperrt.

meiner meinung ist 1&1 durch diese bedauerliche mehrfacheinwahl kein realer schaden entstanden, da der physische anschluß über den die komplette datenmenge gelaufen ist zu einer flatrate desselben providers gehört.

ich kann leider nicht mehr nachvollziehn ob diese fehlfunktion nicht auf das upgrade der firmware & damit verbundene voreinstellungen zurückzuführen ist.

mittlerweile hat 1&1 angekündigt die sache ihrer rechtsabteilung, bzw. einem inkasso-unternehmen zu übergeben.


meine fragen:

- inwieweit trifft 1&1 eine mitschuld/-verantwortung am entstandenen schaden? hätte 1&1 mich nicht viel früher als am letzten tag der vertragsdauer auf eine völlig ungewöhnliche überschreitung meines datenvolumens & meiner kosten hinweisen müssen? 1&1 hat es damit mE unterlassen zu einer schadensbegrenzung beizutragen.

- hätte 1&1 nicht eine mehrfacheinwahl (generell) verhindern müssen. soweit ich bei meinen recherchen mitbekommen habe ist 1&1 der einzige provider bei dem dieses problem häufig (& unbeabsichtigt) vorkommt & der dies in rechnung stellt.

wie bereits erwähnt ist der technische aspekt dass dies überhaupt möglich ist so gut wie niemandem, auch nicht kennern der materie, bekannt.


wie schlagen sie vor sollte ich vorgehen?


vielen dank im voraus & freundliche grüße!

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Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die wir wie folgt beantworten:

1) 1 & 1 trifft u.E. kein Verschulden.
Sie haben zwar Recht, daß die Mitteilung der überhöhten Rechnung und der Ablauf des Vertrages sich zeitlich quasi decken. Doch die Frage ist, ob 1 & 1 - die natürlich eine Schadensminderungspflicht hat - die überhöhte Nutzung vorher erkennen konnte bzw. mußte. Im Streitfall wären Sie dafür beweispflichtig.

2) Wie Sie selbst schreiben, haben Sie versucht über ein upgrade der Firmware den DSL - Anschluß in die Funkitonsfähigkeit zu versetzen. Wer kann schon sagen, was für Folgen dies hatte.

3) Ob 1 & 1 der einzige Provider ist, bei dem das Problem auftaucht, können wir nicht sagen.

4) Ich schlage vor, daß Sie 1 & 1 das Problem schildern und Ihnen einen Vergleich anbieten. Einen Rechtstreit sollten Sie aus dem Wege gehen.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
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