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krankenhausrechnung


| 16.06.2007 11:02 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht



anfrager ist nicht krankenversichert,70 Jahre alt.
nach notfalleinweisung durch feuerwehr-notarzt nachts(diagnose akuter herzinfarkt) einsetzung eines stent.2 tage intensivstation,danach entlassung auf eigenen wunsch.normale arbeitsaufnahme am 4.tag nach operation.
Rechnung !! impl.herzschrittmacher = € 5400 nach fallpauschale
wurde von mir reklamiert.Antwort nichtssagend.
wie sollte ich mich verhalten?
Danke

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Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich - die Richtigkeit Ihrer Angaben vorausgesetzt - anhand der von Ihnen gemachten Angaben gerne wie folgt summarisch beantworten möchte:


Leider habe ich keine besonders erhebenden Nachrichten für Sie. Soweit Sie nicht krankenversichert sind, müssen Sie die Kosten einer Heilbehandlung grundsätzlich selbst bezahlen.

Der einzige Ansatz, der sich hier zeigen könnte, wäre die Höhe der Rechnung und die medizinische Notwendigkeit der vorgenommenen Maßnahme.

Alleine die Tatsache, dass Sie Einwendungen - welche mir aufgrund Ihrer Schilderung nicht bekannt sind - gegen die Rechnung vorbringen und Sie eine nichtssagende Antwort - welche mir aufgrund Ihrer Schilderung ebenfalls nicht bekannt ist - bekommen, begründet für Sie keine günstige Rechtsposition. Sie sollten die Rechnung bei Bedarf von einem Rechtsanwalt prüfen lassen und schauen, ob nicht zuviel abgerechnet wurde oder ob Kosten produziert wurden, die nicht notwendig waren. Aber hierzu gehört eine detaillierte Überprüfung des ganzen Sachverhalts inkl. eine Sichtung der Krankenunterlagen.

Sie sollten in jedem Falle zügig weitere Schritte unternehmen, damit sich die Fronten zum Krankenhaus nicht erhärten. Insoweit kann es sinnvoll sein, frühzeitig den Dialog zu suchen und eine gütliche Lösung zu finden für den Fall, dass sich die Rechnung als begründet erweisen sollte.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine erste rechtliche Orientierung vermittelt zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Sofern Sie eine abschließende Beurteilung Ihres Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem konkret zu erörtern. Bitte beachten Sie, dass bei dieser Vorgehensweise weitere Kosten für die Beratung anfallen.

Gerne bin ich auch bereit, die weitere Vertretung und Beratung in der Angelegenheit für Sie zu übernehmen. Sie können mich jederzeit für eine weitere Beauftragung kontaktieren.



Mit freundlichen Grüßen


Jorma Hein
Rechtsanwalt, Mediator

------------------------------------
Gisselberger Straße 31
35037 Marburg

Telefon: 06421 - 167131
Fax: 06421 - 167132

hein@haftungsrecht.com
www.haftungsrecht.com

Nachfrage vom Fragesteller 16.06.2007 | 13:50

Sehr geehrter Herr Hein,
es geht in erster Linie darum,dass mir lt.behandelndem Arzt ein Stent eingesetzt wurde,auf der Rechnung aber (nach Fallpauschale) die Implantation eines Herzschrittmachers berechnet wurde.Soweit mir bekannt ist,darf bei Pauschalabrechnung die Krankenhausdauer weder wesentlich unter,noch wesentlich überschritten werden.Ich habe das Khs.am 3.Tg.nach der OP auf eigenen wunsch verlassen.
besten Dank

Ergänzung vom Anwalt 23.06.2007 | 14:56

Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworten möchte:


Bei den von Ihnen benannten Fallpauschalen handelt es sich um das System der „DRG“ („diagnosis related groups“). Hierbei werden - vereinfacht gesagt - Patienten in Fallgruppen klassifiziert, deren Unterteilung sich anhand der demographischen Daten des Patienten (z.B. Alter, Geschlecht) sowie der bei ihm gestellten Diagnose und der damit verbundenen Behandlung vornimmt und hieran die Vergütung ausrichtet. Die genaue Handhabung des Systems ist extrem kompliziert, daher erspare ich Ihnen die Einzelheiten.

Die von Ihnen angesprochene Verweildauer hat insoweit eine Bedeutung, da die einzelnen DRG von einer mittleren Verweildauer ausgehen (also der Dauer, die ein Patient bei der vorgenommenen Behandlung regelmäßig im Krankenhaus verbringt). Neben dieser mittleren Verweildauer gibt es dann eine untere und eine obere Grenzverweildauer (um Patienten, die entweder besonders kurz oder besonders lange im Krankenhaus verweilen, zu erfassen). Je nachdem, ob die untere Verweildauer oder die obere Verweildauer erreicht ist, wird ein Abschlag oder ein Zuschlag auf die Vergütung vorgenommen.

Und spätestens hier endet die Beratung, die man anhand Ihrer Angaben vornehmen kann. Denn um zu wissen, welche DRG bei Ihnen in Ansatz gebracht wurde, müsste ich Einblick in die Rechnung nehmen. Es gibt nämlich dutzende DRG, die einen Stent oder einen Herzschrittmacher abgelten (verbunden mit einer entsprechenden Schwankung der Grenzverweildauer). Bei einem Blick auf Die Rechnung ist dann auch ersichtlich, welche Abschläge vorgenommen wurden.

Generell gilt aber, dass das Krankenhaus nachweisen muss, welche Leistungen es tatsächlich erbracht hat. Soweit ein Stent eingesetzt wurde, muss auch dieser abgerechnet werden.


Ich hoffe, Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben.



Mit freundlichen Grüßen


Jorma Hein
Rechtsanwalt und Mediator
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