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fristlose Kündigung und Räumungsklage


25.04.2006 10:53 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Ich habe einen Mieter, der mir z. T. bereits seit 1994 über 1000 EUR schuldet. Diese Summe setzt sich zusammen aus offener Miete, Betriebskostennachzahlung und nicht gezahlter Kaution. Sie überschreitet bei weitem zwei Monatskaltmieten. Ich habe alles versucht, um mit dem Mieter zunächst eine friedliche Lösung zu finden, auch Ratenzahlungen bot ich an. Der Mieter verweist aber immer auf seine finanziell schlechte Situation (er Hartz 4, Frau Hausfrau, drei Kinder). Dabei muss ich tatenlos zuschauen, wie er sich kürzlich inzwischen das zweite Auto und neue Möbel kaufte. Ausserdem ist er über die Mietdauer hinweg in seinem Verhalten ständig negativ aufgefallen. Unter anderem hat er mich diverse Male an meinem Arbeitsplatz aufgesucht, beschimpft und bedroht (vor Zeugen), immer dann, wenn ich ihn schriftlich bat, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Er zeigt Mietmängel an, die nachweislich nicht vorhanden sind, um die Miete zu senken. Beschwert sich ständig bei mir über Nachbarn, obwohl hierfür kein Grund vorliegt. Kommt der Hausordnung nicht nach und, und, und.... Mir liegt inzwischen allein für diesen Mieter ein dicker Aktenordner vor mit Schriftwechsel, Abmahnungen, Zahlungsaufforderungen, Aktennotizen usw. Meine Nerven liegen blank und das mir zustehende Geld fehlt. Ich will diesen Menschen nun endlich "los werden". Ich weiß, dass dies über MB, VB, GV, Räumungsklage etc geht, jedoch müssen hier ja auch enorme Gelder von mir vorgestreckt werden, gerade wenn es um die Räumungsklage geht, die ich vom Mieter ganz sicher nicht wieder bekomme. Ebenso dauert dieses Verfahren unendlich lange. Ich brauche dringend Rat um Möglichkeiten, diesen Mieter aus der Wohnung zu bekommen und die Kosten so gering wie möglich zu halten. Insofern ist dies auch ein Aufruf an Anwälte mit Biss, die sich dieser Aufgabe gewachsen fühlen!
Eingrenzung vom Fragesteller
25.04.2006 | 11:09
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich Ihnen wie folgt beantworten will:

Um den Mieter aus der Wohnung zu bekommen, wird Ihnen der Gang über die Kündigung mit der anschließenden Räumungsklage nicht ersparrt bleiben. Je nach Bundesland ist aber nicht immer ein MB, bzw. VB notwendig, so dass auch hier durch eine schnelle Klageeinreichung ein vertretbarer zeitlicher Rahmen erreicht werden kann.

Voraussetzung ist jedoch die wirksame Kündigung, so dass diese hier auf alle mögliche Kündigungsgründe gestützt werden muss, da sonst insbesondere die Gefahr besteht, dass der Mieter die Mietschulden innerhalb der Schonfrist ausgleicht.

Aus Ihren Angaben geht jedoch hervor, dass hier auch weitere Kündigungsgründe vorliegen.

Bleibt noch die Frage der Kosten. Zum einen hier die des Verfahrens, zum anderen die der Räumung. Aus Ihren Angaben entnehme ich, dass Ihr Mieter zumindest neue Möbel gekauf hat und sich diese in der Wohnung befinden. Nun besteht die Möglichkeit, dass Sie Ihr Vermieterpfandrecht an allen in der Wohnung befindlichen mietereigenen Gegenständen ausüben. Sie benötigen dann den Gerichtsvollzieher nur noch zur Wohnungsöffnung. Der Gerichtsvollzieher darf dann nur noch die Wohnung öffnen und den Vermieter in den Besitz einweisen. Hier fallen dann meist nur die Kosten des Schlüsseldienstes / Gerichtsvollziehers an. Diese belaufen sich in der Regel um die 250 € und sind so deutlich geringer, als die sonst üblichen Kostenvorschussvorderungen im vierstelligen Bereich.

In der Hoffnung, Ihnen mit der Antwort geholfen zu haben verbleibe ich, mit freundlichen Grüßen

Zachhuber
Rechtsanwalt
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