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einen punkt im führungszeugnis

| 21.09.2020 20:21 |
Preis: 80,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


09:21
Hallo zusammen,

Ich wohne seit 12 Jahren in Deutschland und bin gut integriert. Ab 2017 hatte ich mehr als 2 Jahre eine Gerichtsverhandlung, was wegen ich schlecht vom Anwalt informiert gewordenem Sachverhalt und von mir mangelenden Kenntnissen zu einem unfairen am 02.2018 im kraft getretenen Urteil unter dem Titel Erschleichen eines Aufenthaltstitels mit 120 Tage Geldstrafe kam und nachfolge ein Punkt im Führungszeugnis stand. Ich wusste damals auch nicht , dass ich einen Einspruch einlegen muss.

jetzt leide ich darunter weil ich seit einem Jahr arbeitlos geworden bin und obwohl ich als IT Spezialist sehr gefragt bin, werde ich jedes Mal mit einem großen Nein und tut mir leid beim Vorstellungsgespräch einfach gequält und wieder bestraft.

Ist es nicht so, dass man nur einmal bestraft werden soll, mehr darunter leiden meine Familie und ich weiß einfach nicht was ich tun soll, da ich außer IT keine weitere Tätigkeit kenne oder kann. Gibts eine Möglichtkeit diesen Punkt früher zu löschen oder etwas anders zu tätigen?

Viele Grüße
21.09.2020 | 21:45

Antwort

von


(112)
Niedergründauer Straße 32
63505 Langenselbold
Tel: 01702047283
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Sehr geehrter Fragesteller,

Gerne möchte ich Ihre Frage auf der Grundlage ihrer Angaben im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten.

Ich kann ihren Unmut in ihrer persönlichen Situation nachvollziehen. Es ist jedoch so, dass das ergangene Strafurteil rechtskräftig bestandskräftig ist, So dass in der Regel keine Möglichkeit mehr besteht dieses Urteil aus der Welt zu schaffen..

Aus diesem Grund verbleibt es grundsätzlich auch so lange in ihrem Führungszeugnis beim Bundeszentralregister bis die Löschungsfrist abgelaufen ist. Diese Frist beträgt bei Geldstrafen 3 Jahre. Die Frist beginnt mit der Rechtskraft, so dass eine Löschung im Februar 2021 zu erfolgen hat.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einen Antrag auf Nichtaufnahme In das Führungszeugnis zu stellen. Die Registerbehörde, also das Bundesamt für Justiz, kann dieNichtaufnahme dann anordnen, wenn das öffentliche Interesse nicht entgegensteht.

Es handelt sich dabei jedoch um eine absolute Ausnahmevorschrift. Ein Rechtsanspruch auf eine vorzeitige Nichtaufnahme besteht nicht. Dies hängt damit zusammen, dass es sich um eine schwierige Interessenabwägung handelt. Es sollen solche Fälle erfasst werden, in denen ist eine besondere Härte darstellen würde, wenn die Straftat weiterhin im Führungszeugnis erscheint. Andererseits muss jedoch auch berücksichtigt werden, dass die Öffentlichkeit auf die Richtigkeit und Vollständigkeit eines öffentliches Registers vertrauen können darf.

Zusammenfassend bin ich der Meinung, dass ein solcher Antrag nicht sehr erfolgsversprechend ist. Dennoch entsteht kein Schaden, wenn Sie dennoch einen solchen Antrag stellen. Im schlimmsten Fall würde die Löschung dann regulär im Frühjahr 2021 erfolgen. Grundsätzlich genügend berufliche Interessen für eine Löschung nicht.

Ich wünsche Ihnen für Ihre Zukunft alles Gute und stehe Ihnen selbstverständlich für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Herzliche Grüße
Michael Krämer
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 22.09.2020 | 00:12

Sehr geehrter Herr Michael Krämer,

danke erstmal für ausführliche Antwort.

Wenn ich richtig verstanden habe, sollte meine Tatbezeichnung: Erschleichen von Aufenthaltstiteln in zwei Fällen, jeweils in Tateinheit mit mittelbarer Falschbeurkundung, 120 Tagessätze zu je 30 Euro mit Datum der Rechtskraft 08.02.2018 nach Februar 2021 nicht mehr im Führungszeugnis erscheinen, bleibt aber weitere 2 Jahre bei Bundeszentralregister, bis es endgültig getilgt ist richtig?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 22.09.2020 | 09:21

Sehr geehrter Fragesteller,

genau. Es ist zu differenzieren zwischen der Nichtaufnahme in das Führungszeugnis und der Tilgung aus dem Bundeszentralregister.
Die Frist für die Tilgung beträgt 5 Jahre.

Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen gerne per E-Mail (m.kraemer@mbk-Office.de) zur Verfügung.

Herzliche Grüße
Michael Krämer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 24.09.2020 | 10:09

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 24.09.2020
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