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Zwangsversteigerung - Grundschuld ausgelöst aber nicht gelöscht, Wer kriegt das Geld

13.03.2018 19:31 |
Preis: 48,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Ablösung einer bestehen bleibenden Grundschuld

Guten Tag,
meine Frau und ich haben vor Kurzem ein Haus in einem Zwangsversteigerungsverfahren erworben.

Bei der Versteigerung handelte es sich um eine Teilungsversteigerung. Die bisherigen Eigentümer konnten sich nicht über einen Verkauf einigen und haben daher eine Zwangsversteigerung veranlasst.

Während der Versteigerung wurde festgestellt, dass die eingetragene Grundschuld schon komplett bedient, allerdings nicht gelöscht wurde.
Wir sind mit dem Mindestgebot (Bargebot in Höhe der Gerichtskosten, Gutachten, usw.) Höchstbietende geblieben, die Grundschuld blieb bestehen.
(Die Finanzierung des Gesamtgebotes ist bereits bewilligt.)

Jetzt stellt sich die große Frage, wie es mit der Grundschuld weitergeht und vor allem: Wer bekommt wie, wie viel Geld.
Das Bargebot haben wir bereits an die Amtsgerichtskasse gezahlt.
Von einem der ehemaligen Eigentümer haben wir heute ein selbst aufgesetztes Schreiben erhalten, in dem wir aufgefordert werden, einen Wert, der 50% der bestehenden Grundschuld entspricht, zu zahlen.

-Können wir nach erfolgter Grundbucheintragung bei den Grundschuldeigentümern einfach die Löschungsbewilligungen beantragen und damit die Grundschuld anschließend löschen lassen?
-Ist die Grundschuld mit der Auslösung an die ehemaligen Eigentümer übergegangen, so dass wir Sie dort auslösen müssen?
-Haben die bisherigen Eigentümer überhaupt finanzielle Ansprüche uns gegenüber und wenn ja, wie können/müssen Sie diese bei uns anfordern? (Jeder einzeln, als Gemeinschaft?)

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

-Können wir nach erfolgter Grundbucheintragung bei den Grundschuldeigentümern einfach die Löschungsbewilligungen beantragen und damit die Grundschuld anschließend löschen lassen?

Nein für die Löschung der Grundschuld bedarf es der Zustimmung der aus der Grundschuld Berechtigten.

Zunächst ist zu klären, zu wessen Gunsten die Grundschuld eingetragen ist. Auch wenn die mit dieser Grundschuld besicherten Forderung bereits vollständig beglichen würde, steht die Grundschuld noch der seinerzeit finanzierenden Bank/Gläubiger zu, außer diese hat die Grundschuld an die Eigentümer abgetreten.

-Ist die Grundschuld mit der Auslösung an die ehemaligen Eigentümer übergegangen, so dass wir Sie dort auslösen müssen?

Die Grundschuld wird Kraft Gesetz zur Eigentümergrundschuld, wenn die besicherte Forderung gezahlt wurde. Allerdings muss durch die damalige Gläubigern bestätigt werden, dass aus der Grundschuld keine Rechte mehr hergeleitet werden und diese gelöscht werden kann.

-Haben die bisherigen Eigentümer überhaupt finanzielle Ansprüche uns gegenüber und wenn ja, wie können/müssen Sie diese bei uns anfordern? (Jeder einzeln, als Gemeinschaft?)

Die aus der Grundschuld Berechtigten können den Nominalbetrag aus der Grundschuld zzgl. Zinsen seit Zuschlagserteilung fordern.

Ich muss Ihnen davon abraten aufgrund einer schriftlichen Vereinbarung eine Zahlung zu leisten. Mein Vorschlag ist, dass Sie einen Notar aufsuchen, der die Löschung der Grundschuld in die Wege leitet. Danach wird dieser die erforderlichen Löschungsunterlagen bei den aus der Grundschuld Berechtigten anfordern. Eine Löschung im Wege eines Treuhandauftrages erfolgt dann, wenn der Ablösebetrag von Ihnen bereitgestellt oder gezahlt wurde

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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