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Anmeldung einer Forderung aus Grundschuld in Zwangsversteigerung

15.07.2021 09:42 |
Preis: 100,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von


Lieber Anwalt/Anwältin,

ich habe folgende Frage:

Ich habe meinem Bruder ein Darlehen gegeben über 45.000,00 € und einen Zins von 5 % ausgemacht. Dies war im Jahr 2004 und zwar Februar. Mein Bruder hat mir dann an seiner Wohnung eine Grundschuld eingetragen in Höhe von 45.000,00 € und 10 % Zins. Er hat nix gezahlt. Jetzt kommt seine Wohnung unter den Hammer. Das Gericht will von mir eine Berechnung meiner Forderung. Wie geht das? Im Internet habe ich gelesen, dass Zinsen verfallen können. Die Grundschuld wurde im April 2004 eingetragen. Kann ich 5% aus 45.000,00 € seit 2004 berechnen oder sogar vielleicht 10 %? Ich habe meinem lieben Bruder nur immer mündlich aufgefordert zu bezahlen. Gibt es ein Muster wo ich das eintragen kann.

15.07.2021 | 11:30

Antwort

von


(346)
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Sehr geehrter Fragesteller,


sowohl Zinsen aus einem Darlehensvertrag als auch Grundschuldzinsen können innerhalb der regulären Verjährungsfrist von 3 Jahren verjähren, was sich aus §§ 216 Abs. 3 , § 902 BGB ergibt.

Der Richter wird Sie hier aufgefordert haben, die Höhe Ihrer Forderung zu benennen, womit Ihre Forderung aus dem Darlehensvertrag gemeint ist.

Die Grundschuldzinsen spielen nur bei der Berechnung der Höhe der Sicherheit eine Rolle.

Ob hier etwaige Verjährungen eingetreten sind oder nicht, hängt wiederum davon ab, was Sie konkret mit Ihrem Bruder vereinbart haben und dies müssten Sie notfalls auch beweisen, falls der Bruder etwaige Gegenmaßnahmen einleitet.

Da Sie angeben, dass Sie immer nur mündlich Rückzahlungen gefordert haben, gehe ich davon aus, dass es auch keinen schriftlichen Darlehensvertrag gibt und Sie damals lediglich die Grundschuld haben eintragen lassen.

In diesem Fall müsste das Darlehen zunächst von Ihnen gekündigt worden sein, damit überhaupt der Sicherungsfall eintreten konnte.

Soweit Sie hier nichts weiter schriftlich vereinbart haben, wären dann Zinsen aus dem Darlehensvertrag verjährt, zumindest bis auf die letzten drei Jahre.

Daher bin ich der Meinung, dass Sie - anderweitig getroffene Abreden als nicht erfolgt unterstellt, hier Zinsen für max. drei Jahre mit dem Zinsatz von 5 % angeben sollten, also ab 2018.

Hier müsste aber wirklich konkret untersucht werden, welche schriftlichen Abreden vorliegen und welche Schritte vor Einleitung der Zwangsvollstreckung unternommen wurden.

Hier können Sie die Zinsen berechnen:

https://m.zinsen-berechnen.de/darlehensrechner.php

Sie würden das Darlehen so behandeln, als wäre es in 2018 ausgezahlt worden, weil der Rechner die Verjährung nicht selbständig ermittelt.

Abschließend möchte ich Ihnen aber nahe legen sich hier einen versierten Kollegen zur Hilfe zu suchen, weil es sich bei derartigen Fragen um sehr komplexe Materie handelt und hier sehr viele Fehler gemacht werden können.

Eine vorschnelle Einleitung der Zwangsvollstreckung kann dann ungünstige Folgen haben, wenn der Sicherungsfall bzw. sein Eintritt abgestritten wird.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Wilke

Rechtsanwalt









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