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Zusammenarbeit mit einem Anwalt in Sachen Betrug

30.01.2013 10:20 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Vorstandsvorsitzender einer Hilfsorganisation, Im letzten Jahr mußte ich mich von einem Vereinsmitglied trennen, weil er von mir verlangte Spendengelder zu verschwenden.
Daraufhin erstattete dieser Mann gegen mich Anzeige gegenüber dem Registergericht, dem Finanzamt und der Staatsanwaltschaft.
Inzwischen haben sowohl das Registergericht als auch das Finanzamt nach Prüfung der Unrterlagen mir rechrt gegeben. Übrig gevblieben ist das Betrugsverfahren.
Im Mai 2012 habe ich mir hier einen Anwalt genommen der mich vertreten sollte. Leider habe icvh diesen Anwalt bis heute nicht zu Gesicht bekommen, obwohl er nur 3 km weit von mmir wohnt. Wir verkehren nur tel. oder schriftlich.
Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft meinem Anwalt Akteneinsiucht gewährt und einige Unterlagen wie Jahresberichte und Finanzberichte angefordert. In einem Telefongespräch mit meinem Anwalt vereinbarten wir, dass er sich die Akten ansehen und wir dann einen Besprechungstermin vereinbaren würden.
Nachdem 3 Wochen vergangen waren hatte ich meinen Anwalt per Fax an unser Gespräch erinnert. Doch auch dieses Fax blieb unbeantwortet.
Inwzischen hatte die Staatsanwaltschaft nochmals die erbetenen Unrterlagen anfgefordert. Von dieser Mahnung erhielt ich erst 2 Wochen später von meinemn Anwalt Kenntnis. Verständlicherweise war ich darüber sehr verärgert, dass mein Anwalt diese Sache derart vernachlässigt und ich schickte ihm ein Fax mit der Ankündigung, dass ich bei ihm mit den Unterlagen vorbei kommen würde. Empört darüber, dass ich ihm einen 'Termin setzte sagte er aus Termingründen ab.
Faztit :

1.Obwohl der Anwalt seit 8 Monaten mich vertritt, habe ich ihn nicht ein einziges Mal zu Gesicht bekommen - noch viel weniger eine Strategie entworfen.
2. Leider weiß ich noch immer nicht, was mir konkret vorgeworfen wird. Ich selbst habe mir nichts vorzuwerfen und bin durchaus bereit mit der Staatsanwaltschaft kooperativ zusammen zu arbeiten.

Was raten Sioe mir ? Soll ich mir einen anderen Anwalt suchen ? Soll ich die Un terlagen einfach direkt an dier Staatsanwaltschaft schicken ?

Mit freundlichen Grüßen

M. Hankel

Sehr geehrter Ratsuchender,

gern nehme ich zu dem von Ihnen geschilderten Problem wie folgt Stellung.

Allem anderen voran rate ich dringend davon ab, Ihre Verteidigung aus Verärgerung über das bisherige Tätigwerden Ihres Anwaltes selbst in die Hand zu nehmen. Zum einen bezahlen Sie Ihren Anwalt dafür, zum anderen können Sie ohne juristische Vorbildung und ohne Kenntnis des Akteninhaltes nicht absehen, welche (ggf. negativen) Folgen Ihr eigenmächtiges und letztendlich übereiltes Handeln haben kann.

Bedenken Sie: Die Zeit spielt immer für den Beschuldigten. Auch wenn Sie von Ihrer Unschuld überzeugt sind und mit der gegenwärtigen Ungewissheit nur schwer leben können, muß dringend dazu geraten werden, Ruhe zu bewahren und zu schweigen. Ihr Schweigerecht ist derzeit Ihre wichtigste Waffe bei der Verteidigung gegen die Betrugsvorwürfe. Erst nach gründlicher Beratung mit dem Verteidiger sollte eine Einlassung zur Sache ins Auge gefasst werden. Und das hat durchaus Zeit!

Vergessen Sie auch niemals: Die Staatsanwaltschaft ist nicht Ihr Freund und auch nicht daran interessiert, Ihre Unschuld festzustellen. Im Gegenteil! Es ist der Job des Staatsanwaltes, verdächtigen Personen ein strafrechtliches Fehlverhalten nachzuweisen und Anklage zu erheben. Er wird immer an einer rechtskräftigen Verurteilung interessiert sein. Im Zweifel wird der Staatsanwalt alles, was Sie zur Akte reichen oder mitteilen, gegen Sie verwenden.

Ich rate daher zunächst dazu, nochmals das Gespräch mit Ihrem Verteidiger zu suchen und insoweit einen Termin zu vereinbaren, ggf. auch längerfristig. Sie haben es nicht eilig! Sollte Ihre Verteidiger weiterhin nicht erreichbar sein, so kündigen Sie schriftlich das erteilte Mandat und beauftragen parallel einen anderen Anwalt Ihres Vertrauens. Bedenken Sie dabei jedoch, dass bei Ihrem derzeitigen Verteidiger bereits Kosten aufgelaufen sind, welche wohl nicht zurückverlangt werden können und bei dem neuen Verteidiger ebenfalls anfallen.

Gern bin auch ich bereit - unter Nutzung von Fernkommunikationsmitteln - Ihre weitergehende Interessenvertretung zu übernehmen, sollten Sie sich tatsächlich für einen Verteidigerwechsel entscheiden.

Sollten ansonsten Fragen unbeantwortet geblieben sein, so nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion. Ansonsten bedanke ich mich für das mir entgegen gebrachte Vertrauen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Wundke
Rechtsanwalt

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