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Betrug Schwarzfahren und Ermittlung wegen Urkundenfälschung - brauche ich einen Anwalt?


31.01.2005 14:29 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe folgende Frage:

gegen mich wird ermittelt wegen Betruges (im Zug). Ich habe eine Vorladung zur Vernehmung als beschuldigter erhalten.
Ich bin nicht mit dem Zug gefahren, sondern ein Freund von mir, der jedoch der Polizei nicht bekannt ist. Er benutzte ein Zugticket für Grundwehrdienstleistende, das ich, während meiner Zeit bei der Bundeswehr gefälscht und als gestohlen gemeldet hatte (ich hatte keine dienstliche Erklärung über den Verlust angegeben). Bei einer Kontrolle wurde ihm das Ticket abgenommen und er enztog sich einer Personenkontrolle, ist daher namentlich nicht bekannt. Da auf dem Ticket mein Name steht denke ich, das die Deutsche Bahn AG die Anzeige gegen mich erstattet hat. Wie wahrscheinlich ist es, das mir auch noch die Urkundenfälschung vorgeworfen wird, obwohl der Vorwurf nicht in der Vorladung formuliert wurde? Ist es möglich das eine weitere Ermittlung bezüglich der Urkundenfälschung läuft, von dem ich noch nichts weiß ? Wie wahrscheinlich sind tiefgreifende Ermittlungen bezüglich der Fälschung des Tickets (Schriftenvergleiche, Vernehmungen anderer Soldaten) ? Wird das Verfahren evlt eingestellt, da der Aufwand der betrieben werden müsste, um mich der Urkundenfälschung zu überführen nicht verhältnismäßig ist angesichts der eher geringen Schwere des Vergehens ?
Wie sinnvoll ist ein Geständnis wenn auch die Urkundenfälschung ans Licht kommt (wenn Sie es nicht bereits ist ?).
Sollte ich jetzt schon einen Anwalt einschalten oder noch abwarten, was mir genau in der Vernehmung vorgeworfen wird ?

MFG Insincerity

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Sehr geehrter Ratsuchender,

es ist durchaus möglich, dass bereits ein Ermittlungsverfahren wegen Urkundenfälschung läuft, obwohl man Ihnen dieses nicht mitgeteilt hat. Es kann sein, dass Sie mit diesem Tatvorwurf erst aufgrund der Vernehmung wegen des "Schwarzfahrens" eröffnet wird. Dann müsste jedoch ein entsprechender Hinweis erfolgen, dass Sie auch in dieser Hinsicht als Beschuldigter vernommen werden sollen.

Es ist recht wahrscheinlich, dass bezüglich der Urkundenfälschung ebenfalls intensiv ermittelt wird. Gerade wenn Geschädigter ein Träger des öffentlichen Personenverkehrs ist wird der Tat ein nicht unerhebliches Gewicht beigemessen, da damit zumnindest indirekt auch die Allgemeinheit geschädigt wird.

Bezüglich eines Geständnisses kann zwar grundsätzlich festgestellt werden, dass dieses immer strafmildernd berücksichtigt wird. Ob es aber konkret Sinn macht, hängt in erster Linie von der Wahrscheinlichkeit ab, ob man Ihnen die Tat nachweisen kann. Da Sie das a) ein gutes Stück weit selbst in der Hand haben und Sie b) als juristischer Laie entsprechende Prüfung wohl nicht anstellen können, ist die Beauftragung eines Strafverteidigers dringend anzuraten. Und zwar vor der polizeilichen Vernehmung. Denn es wird vorher zu prüfen sein, ob Sie dort überhaupt erscheinen sollten und ob bzw. wie Sie sich zur Sache äußern sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 31.01.2005 | 14:46

Mit welchem Straßmaß ist zu rechnen, wenn mir die Urkundenfälschung nachgewiesen werden kann ? Ist eine Vorstrafe möglich ? Ich beginn bald mit einer Ausbildung in einem Beamtenverhältnis auf Wiederruf. Kann das Verfahren oder eine Verurteilung eine Einstellung bzw. weiterführung der Ausbildung verhindern? Macht es Sinn jetzt schon ein evtl benötigtes Führungszeugnis zu beantragen ?

Mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.02.2005 | 15:09

Über das Strafmaß kann ohne nähere Kenntnis der Einzelheiten und die jeweilige Praxis im zuständigen Gerichtsbezirk keine konkrete Aussage getroffen werden; das wäre reine Kaffeesatzleserei. Vermutlich wird es aber zu einer Geldstrafe kommen. Spannend ist dabei für Sie nur die Frage, ob bis 90 Tagessätze oder darüber. Denn darüber steht die Strafe im Führungszeugnis.

Auch über die Auswirkungen auf die Ausbildung kann kein abschließendes Urteil getroffen werden. Im betehenden Beamtenverhältnis ergeben sich zwingened Konsequenzen erst bei Freiheitssttrafen über einem Jahr. Wie es sich bei der Einstellung verhält liegt aber sehr weitgehend innerhalb eines Ermessensspielraumes. Jedenfalls macht die Beantragung eines Führungszeugnisses jetzt schon keinen Sinn. Denn 1. darf dies in der Regel nicht vor einem vom Dienstherrn vorgegebenen Datum beantragt werden, 2. werden Sie ohnehin Angaben zu früheren oder laufenden Ermittlungs- oder Strafverfahren machen müssen.

Sie sehen, dass man bei Straftaten so gut wie keine Chancen hat, hinterher bei den Konsequenzen zu tricksen. Hier hilft nur das gute alte Motto: Ehrlich währt am längsten.

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