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Zugewinn Regelung nach Scheidung

| 20.06.2009 10:26 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Sehr geehrte Damen und Herren!

Es geht um folgenden Sachverhalt:
• Wir haben 2001 ein Haus gekauft. Wir waren damals noch nicht
verheiratet. Dieses wurde weitgehend über einen persönlichen Kredit finanziert, den ich aufgenommen und abbezahlt habe. Die Anteile beim Hauskauf betrugen ca. 1/4 von meiner Frau und 3/4 von mir.
• Im Grundbuch sind wir beide zu je 50% (ideeller Teil) eingetragen.
• Das Haus ist bezahlt, bzw. habe ich den Kredit abgelöst (ca. 40.000 €) durch das Erbe meiner Mutter. (Nachweis kann erbracht werden).
• Seit Mai 2002 waren wir verheiratet.
•Seit Februar 2009 sind wir geschieden.
Alle Anfragen über die Regelungen was das Haus betreffen werden ignoriert (Kosten, Einnahmen, Pflege des Hauses, etc.)
• Meine Frau fordert jetzt bei der Trennung die Hälfte des Wertes der sich aus dem Verkauf ergeben würde.
Ich habe Ihr ca 50 T.€ geboten, da Sie einen Zugewinn aus dem Haus ziehen würde, der etwa 100T € betragen würde. Mein Zugewinn ist 0€, da ich den Kredit aufgenommen habe und durch das Erbe meiner Mutter abgelöst habe.
• M.E. ist der Erbteil meinem Anteil zu zu rechnen, da die Ablösung der Summe aus der Erbschaft meiner Mutter stammt und der Kredit vor der Heirat von mir aufgenommen wurde. Ich bin alleiniger Erbe (nachweislich durch Testament, bzw. Erbfolge.
Vielen Dank im Voraus.

Guten Morgen,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Basis des geschilderten Sachverhaltes wie folgt beantworten, wobei ich ausdrücklich darauf hinweise, dass die nachfolgende Beratung keine abschließende Klärung der Zugewinnausgleichsansprüche darstellt, zu der genaue Kenntnis aller maßgebenden Werte erforderlich wäre. Vor allem muss die Abweichung zwischen der "Anteile beim Hauskauf betrugen ca. 1/4 von meiner Frau und 3/4 von mir" und der davon abweichenden Grundbucheintragung geklärt werden. ich gehe im Folgenden von hälftigen Miteigentumsanteilen aus.

Die Forderung Ihrer geschiedenen Frau nach dem Wert des hälftigen Hauses ist nicht sachgerecht, denn sie lässt die Erbschaft unberücksichtigt. Dass ein solcher Anspruch gegeben ist, erscheint sehr zweifelhaft.

Wenn man davon ausgeht, dass ein Ausgleichsanspruch sich durch den beiderseitigen Vergleich der jeweiligen Zugewinne errechnet, und dass dieser Zugewinn, vereinfacht, Endvermögen minus Anfangsvermögen ist, so gilt doch Folgendes:

Das Haus ist vor der Ehe angeschafft worden.

Zu Beginn der Ehe besaßen Sie beide 50 % Miteigentumsanteil als Anfangsvermögen. Dies ist auch bei Ende der Zugewinngemeinschaft der Fall. Bis hierhin wären beide Anfangs- und Endvermögen identisch.

Sie haben aber darüber hinaus 40.000.- € geerbt. Gemäß § 1374 Abs. 2 BGB ist dieser Betrag Ihrem Anfangsvermögen zuzurechnen, so dass sich bei Ihnen dadurch ein geringerer Zugewinn ergibt.

Wenn keine anderen Zugewinnpositionen vorhanden wären, würde sich jetzt sogar für Sie ein Ausgleichsanspruch ergeben.

Sie sollten daher auf keinen Fall der Forderung Ihrer geschiedenen Frau zu schnell nachkommen, sondern durch eine genaue Prüfung und Berechnung der gegenseitigen Anfangs- und Endvermögen ermitteln lassen, in welchem Umfang überhaupt Ansprüche bestehen.

Sofern es sich bei der Forderung Ihrer Frau nicht um eine Zugewinnausgleichsforderung, sondern nur um ein Übernahmeangebot handelt, also Miteigentumshälfte zum Verkehrswert, würde dies eh von Ihrer Zustimmung abhängen, die Sie nicht zu erteilen brauchen, wenn Sie mit den Konditionen nicht einverstanden sind.

In diesem Fall können Sie die obigen Erwägungen jedoch als Verhandlungsposition mit einbringen.

Sollten Sie für eine weitere Auseinandersetzung mit Ihrer geschiedenen Frau meine Dienste in Anspruch nehmen wollen, stehe ich Ihnen gerne, auch kurzfristig zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 03.08.2009 | 14:23

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