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Zahnarztrechnung trotz erfolgloser Behandlung


10.03.2005 13:26 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Hallo

An einem Zahn wurde bei mir eine Wurzelbehandlung durchgeführt die nach
Auskunft des Zahnarztes erst berechnet wird, wenn nach ca 6-8 Wochen keine
Beschwerden mehr auftreten.
Dass die Behandlung nicht erfolgreich war habe ich dem Zahnarzt mit
Einschreiben nach 4 Wochen mitgeteilt.

Bei der letzten Behandlung habe ich unterschrieben, dass ich einverstanden bin,
dass die Behandlungskosten auf ein Rechenzentrum (RZ) abgetreten werden dürfen.

Nun habe ich eine Rechnung von dem RZ bekommen.

Dieser möchte ich widersprechen da ja die Behandlung nicht erfolgreich war.

Meine Frage:
Kann ich die Zahlung verweigern mit dem Hinweis, dass die Behandlung nicht
erfolgreich war.
Oder geht das jetzt nicht mehr durch meine Abtretung.

Wie hoch sind die Anwaltskosten falls es zu einem Rechtsteit kommen würde.
Die Rechnung beträgt 513 Euro.

Mit freundlichen Grüssen

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Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst wird ein zahnärztliches Honorar nicht erst bei Erfolg der Behandlung geschuldet, sondern bereits bei entsprechender Bemühung des Zahnarztes. Ärzten ist es wie übrigens auch Rechtsanwälten untersagt, ein Erfolgshonorar zu vereinbaren.

Durch die Abtretung der Forderung mit Ihrer Zustimmung ist Forderungsinhaber nunmehr das RZ. Allerdings könnten Sie alle Einwndungen, welche Sie gegen den Zahnarzt hätten geltend machen können auch gegenüber dem RZ erheben.

Der mangelnde Erfolg ist hier jedoch keine wirksame Einwendung. Sie könnten allenfalls um Kürzung der Rechnung bitten, falls Ihnen dort Positionen auffallen, welche tatsächlich nicht angefallen sind.

Bei einem Streiwert von 513 Euro können die RA-Gebühren in einem gerichtlichen Verfahren 153,70 Euro incl. MwSt betragen.


Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de
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