Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wohnfläche im Mietvertrag 24% weniger als die tatsächliche Wohnfläche

13.02.2012 15:08 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes


Hallo,
ich kaufte MFH in Berlin im Jahr2004,in einer freien Versteigerung.
im Katalog stand,dass im Haus 4 Leere Wohnung seien, am Versteigerungsdatum wurde diese Angabe korrigiert und nur 3 Wohnungen waren leer, denn 3 Tage vor der Versteigerung ist eine Wohnung vermietet wurden.
Der neue -alte Verwalter weiste mich nicht darauf hin ,dass er die Wohnung mit falscher Wohnfläche billig vermietet hatte.
Später enteckte ich den Fehler. Die Mieterin sei eine Studenten, die das Studium bald fertig haben wird, und es lohnt sich nicht eine Anklage zur Korriktur zu überreichen.
im Jahr 2005 lies ich dem Verwalter eine neue Abmessung der Wohnung , in Anwesenheit der Mieterin machen. Es stellte fest, dass die Wohnfläche 78,18M² sei aber im Mietvertrag stand 68M².
Ich habe 4 absolut ähnliche Wohnungen unter und über dieser Wohnung.Sie zeigen alle die gleiche Fläche und den gleichen Stand auf.Inzwischen sind fast 6 Jahren abgelaufen.
Ich schrieb der Dame eine Mieterhöhung anhand der durchschnittlichen Mietpreis der 3 Wohnungen.
Das macht ca. über 40% der jetztigen Miete, sie lehnte ab. Sie lehnt auch die Nachzahlungen der BK anhand der tatsächlichen Wohnfläche ab.

Ich möchte eine Mieterhöhung, dass sie die gleiche durchschnitts Summe zahlt wie die anderen Mieter in den ähnlichen Wohnungen, oder sie geht raus.

Für die erfogreiche Übernahme des Falls setzte ich Honorar bis 2000 € Brutto.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Nach den von Ihnen mitgeteilten m²-Werten liegt eine Überschreitung der mietvertraglich vereinbarten Wohnfläche von ca. 13 m² vor. In dem Fall kann eine Mieterhöhung ausgesprochen werden, die sich an der tatsächlichen Wohnfläche orientiert. Sie sind nicht gezwungen, anhand der mietvertraglich vereinbarten Wohnfläche zu rechnen, wenn die Flächenabweichung mehr als 10 % beträgt.

"Übersteigt die tatsächliche Wohnfläche die im Mietvertrag vereinbarte Wohnfläche, so ist einem Mieterhöhungsverlangen des Vermieters die vertraglich vereinbarte Wohnfläche zugrunde zu legen, wenn die Flä­chenüberschreitung nicht mehr als 10 % beträgt"; BGH, Urteil vom 23.05.2007, Az.: VIII ZR 138/06. Diese Rechtsprechung wurde vom BGH mit Urteil vom 08.07.2009, Az.: VIII ZR 205/08 fortgeführt: "Auch der Mieter muss sich deshalb - innerhalb der Toleranzgrenze - an einer Wohnflächenvereinbarung im Rahmen eines Mieterhöhungsverfahrens nach § 558 BGB in gleicher Weise wie der Vermieter festhalten lassen. Erst bei einer Differenz von mehr als 10 % ist es dem davon jeweils nachteilig betroffenen Vertragspartner nicht mehr zumutbar, an der Vereinbarung festzuhalten, und ist infolge dessen die tatsächliche Wohnfläche maßgeblich."

Eine Mieterhöhung von 40 % wird allerdings ohne die Zustimmung der Mieterin nicht möglich sein, da § 558 BGB eine Kappungsgrenze von 20 % Mieterhöhung in drei Jahren vorsieht.

Es ist davon auszugehen, dass die Toleranzgrenze von 10 % für alle Rechtsfragen des Mietverhältnisses Geltung hat. Die Betriebskosten können Sie daher bei einer Abweichung von mehr als 10 % ebenfalls anhand der tatsächlichen Wohnungsgröße abrechnen.

Gerne übernehme ich Ihre weitere Vertretung in der Angelegenheit. Über die weiteren Kosten werde ich Sie gesondert informieren, wenn Sie mir das Mandat erteilen möchten. Eine nur erfolgsbezogene Vergütung kommt allerdings nicht in Betracht.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70558 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr gute Beratung und sehr schnell. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alle Fragen zufriedenstellend beantwortet! ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Top! Die Antwort mir sehr weitergeholfen! ...
FRAGESTELLER