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Wohnen CH - Arbeiten in Deutschland - Voraussetzungen volle Versteuerung in CH

| 7. Oktober 2022 13:17 |
Preis: 70,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Hallo,
meine Familie und ich wohnen seit ein paar Jahren in der Schweiz und arbeiten dort auch. Ich habe nun einen neuen Job in Deutschland, ca. 250km von meinem Schweizer Wohnsitz angenommen. Da sich Wohnungs- und Kita-Suche am deutschen Standort schwieriger als gedacht gestalten, müssen wir wohl noch ein paar Monate in der Schweiz wohnen bleiben. In meinem deutschen Arbeitsvertrag sind 80% Homeoffice festgehalten und kein spezifischer Arbeitsort. Der Arbeitgeber hat auch einen Sitz in der Schweiz.
Ich würde gern über das Modell der Nicht-Rückkehrertage erreichen, dass ich, solange wir noch in der Schweiz wohnen und mein neuer Job schon läuft, nur Sozialversicherungsabgaben und Lohnsteuer in der Schweiz zahlen muss, da es ansonsten mit deutschem Gehalt und deutschen Sozialversicherungsabgaben und Steuern mit Schweizer Wohnsitz geldtechnisch sehr eng bzw. unmöglich wird.
Die Frage ist, ob ich mit dem aktuellen Arbeitsvertrag einfach 80% HomeOffice aus der Schweiz und damit aufs Jahr nicht über die 60 Nichtrückkehrertage kommen muss damit ich ausschliesslich in der Schweiz Steuern und Sozialabgaben zahlen muss oder ob mein Arbeitgeber mir offiziell bei seiner Schweizer Niederlassung einen Schweizer Arbeitsvertrag ausstellen muss, was mit sehr viel Aufwand beim Arbeitgeber verbunden wäre. Oder braucht es ein ganz anderes Konstrukt um das zu erreichen?

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

7. Oktober 2022 | 15:06

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Die Anstellung bei der schweizerischen Niederlassung wäre sicherlich allein für die Schweiz betrachtet der bessere Weg, denn dann stellt sich die Frage der Doppelbesteuerung nicht mehr. Es läge ein rein nationaler Sachverhalt vor.

Sie wären, wenn Sie mehr als 60 Arbeitstage im Jahr in der Schweiz verbleiben, kein Grenzgänger i.S.d. Art. 15a DBA. Somit würde auch keine Quellenbesteuerung einschlägig sein.

Vielmehr würde der Art. 15 DBA gelten. Das Besteuerungsrecht liegt aus Art. 15 Abs. 1 S. 1 DBA erst einmal in der Schweiz. Bei einer Ausübung auch in Deutschland ist eine Besteuerung auch dort denkbar, allerdings nur, wenn gemäß Abs. 2 an mehr als 183 Tagen im Jahr auch in Deutschland gearbeitet wurde.

Somit wäre keine Steuerbarkeit in Deutschland gegeben. Auch die Sozialversicherung wäre allein in der Schweiz zu klären.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 7. Oktober 2022 | 16:48

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Verstehe ich das richtig, dass Sie in der Antwort mehrere Optionen aufzeigen?

Option 1: Anstellung bei der Schweizer Gesellschaft in der Schweiz, dann volle Besteuerung in der Schweiz.

Option 2: Anstellung nach wie vor bei deutscher Gesellschaft und deutschem Arbeitsvertrag, hier würde dann gelten, dass bei Wohnsitz in der Schweiz ich dann in der Schweiz voll besteuert werden und Sozialversicherungsbeiträge zahlen würde, wenn ich weniger als 183 Tage nach Deutschland zum Arbeiten fahren würde?

Vielen Dank für die kurze Erläuterung.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 7. Oktober 2022 | 18:04

Gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage.

Das ist richtig. Sie wären in Option 2 kein Grenzgänger und das Besteuerungsrecht läge in der Schweiz. In Option 1 sowieso.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 9. Oktober 2022 | 11:03

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