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Widerspruch Mahnbescheid

20.03.2018 10:47 |
Preis: 25,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Reaktionsmöglichkeiten auf einen gerichtlichen Mahnbescheid.

Welche Art des Widerspruches gegen einen Mahnbescheid ist hier richtig?

Grundlage:
Seit Betriebsgründung 2016 beauftrage ich mehrmals im Jahr bei einem Verlag Anzeigen und Beilagen im lokalen Mitteilungsblatt der Gemeinde. Die Rechnungen habe ich jeweils zügig und ohne Abzug beglichen (trotz mehrfacher Fehler seitens des Verlages).

Strittig ist eine einzelne Rechnung für eine einzelne Anzeige in einem neuen Anzeigenformat 2017 (ein vier Städte/Dörfer überspannendes neues Anzeigenblatt) über € 250,-. Ich bezweifle die korrekte und flächige Verteilung. Es kam NULL Reaktion auf meine Anzeige (was ich natürlich nicht nachweisen kann), darauf habe ich im gesamten Verteilgebiet bei Nachbarn, Bekannten und Patienten Stichproben gemacht - allesamt wurde mir bestätigt, das Blatt nicht erhalten zu haben.

Mein Eindruck ist, dass das neue Magazin nicht angenommen wurde, kaum Anzeigen und das Blatt wurde ist nach nur 3 Ausgaben eingestellt. Vermutlich wurde es gar nicht oder nur in sehr niedriger Auflage gedruckt, evtl. nur wenige Exemplare für die Anzeigenkunden. Denn mit meiner Rechnungsadresse habe ich ein Belegexemplar bekommen.

Den Verlag habe ich aufgefordert, mir einen Nachweis über Druck und/oder Verteilung zu liefern. Es war (angeblich) sogar ein drittes Unternehmen mit der Prüfung beauftragt. Einen schriftlichen Nachweis habe ich trotz mehrfacher Aufforderung nicht erhalten.
Ich habe außergerichtlich wiederholt darauf hingewiesen, dass ich die Zahlung zurückhalte, bis mir ein schriftlicher Nachweis vorliegt. Dieser ist nicht erfolgt.

Jetzt erhalte ich einen Mahnbescheid - wie verhalte ich mich korrekt?
Ich war immer bereit (anteilig) zu zahlen, wenn ein Nachweis erfolgt (nie erfolgt). Soll ich also einen Teilbetrag (z.B. 25%) jetzt überweisen und dem Rest widersprechen?
Oder widerspreche ich der Forderung gesamt? Oder nur in einem Teilbetrag (mit/ohne Zahlung vorab)?
Den Zinsen und Verfahrenskosten möchte ich in jedem Fall gesamt widersprechen. Ich war ja immer gesprächsbereit.
Wie halte ich das ganze so günstig wie möglich? Es geht ja gesamt "nur" um ca. 250,- (mit Gerichtskosten ca. 300,-).


20.03.2018 | 11:28

Antwort

von


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Sehr geehrte (r) Fragesteller (in),

aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben möchte ich Ihre Frage, wie folgt, beantworten.

Sie sollten der Forderung insgesamt und fristgemäß widersprechen. Allerdings müssten Sie dann damit rechnen, dass die Gegengseite die Forderung im sogenannten "streitigen Verfahren" (nicht anderes als das normale Klageverfahren) weiter betreibt. Ob das tatsächlich nach Ihrem Widerspruch betrieben wird, bliebe abzuwarten. In diesem Verfahren können Sie dann noch sämtliche Ihrer Einwände (z.B. die des nicht erfüllten Vertrages) geltend machen. Die Kosten des Verfahrens trägt dann derjenige, der unterliegt.

Auch bei einem Teilwiderspruch und gleichzeitiger Zahlung des akzeptierten Betrages, bleibt das Risiko, dass die Gegenseite für die verbleibende Forderung das streitige Verfahren weiterbetreibt. Das Kostenrisiko bleibt hier ungefähr gleich, da der Gegenstandswert von lediglich 250 EUR unter der 1. Gebührenstufe von 500 EUR (zur Berechnung der Verfahrenskosten) liegt.

Wenn Sie ein Gerichtsverfahren und etwaigen weiteren Kosten hierzu scheuen, bleibt Ihnen nur als Alternative, den Betrag aus dem Mahnbescheid zu bezahlen und vorsorglich zudem Widerspruch gegen den Mahnbescheid einzulegen, damit die Gegenseite - obwohl Sie bezahlt haben - keinen Vollstreckungsbescheid beantragen kann.

Hoffentlich konnte ich Ihnen weiterhelfen. Über eine positive Bewertung von z.B. 5 Sternen würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Schulte
Rechtsanwalt


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