Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Mahnbescheid - eingelegter Widerspruch besser zurücknehmen?

29.05.2012 12:29 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla



Sehr geehrte/r Rechtsanwalt/in,

ich habe eine kurzweilige Frage im Hinblick auf 2 mir zugegangene Mahnbescheide.

Diese sind mir im Dezember 2011 zugegangen. Die Höhe der beiden Mahnbescheide lag bei 4.100 Euro für den einen sowie 7.400 Euro für den anderen.

Leider Gottes sind es familäre Hintergründe die hinter diesen stehen.

Daraufhin habe ich bei den zuständigen Gerichten innerhalb meiner 2 Wochenfrist Widerspruch eingelegt. Für beide Mahnbescheide.

Die Gegenseite hat sich nach Gesprächsaufnahme meinerseits dazu bereit erklärt sich mit mir anderweitig zu einigen. Somit die Mahnbescheide nicht bis ins Klageverfahren zu verfolgen.

Wie verhält es sich jetzt mit den beiden Widersprüchen die ich gestellt habe!?

Muss ich diese wieder zurücknehmen??

Oder:

b) Wäre es besser für mich darauf zu warten bis sich die andere Seite offiziell zu den Widersprüchen bei den Gerichten geäussert hat und deshalb nichts mehr zu unternehmen?

Entstehen in beiden Fällen Kosten für mich?

Wie könnte ich die Kosten umgehen?

Habe gehört dass die Gegenseite ca. 6 Monate hat um sich zu meinen Widersprüchen zu äussern.

Wie verhalte ich mich am besten auch in Hinblick auf eventuell auf mich zukommende Kosten!?

Für eine stichhaltige Antwort, danke ich Ihnen im voraus.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:

Die Widersprüche sollen Sie nach Ihrer Schilderung keinesfalls zurücknehmen.
Schlechtestenfalls könnte die Gegenseite dann doch noch den Erlass eines Vollstreckungsbescheides beantragen.

Sie sollten vielmehr versuchen sich zu einigen und die Gegenseite dazu zu bringen, den Mahnantrag zurückzunehmen.

Um letztendlich etwas zu der Frage der Kosten sagen zu können,müssten schon mehrere Einzelheiten zum Fall bekannt sein. Bitte sehen Sie mir nach, dass dieses an dieser Stelle im Rahmen einer Erstberatung aus der Ferne leider nicht abschließend geklärt werden kann.
Es gilt der allgemeine Grundsatz gem. § 91 ZPO, dass derjenige, der den Rechtsstreit gewinnt, die Kosten zu tragen hat.

Sofern also das Mahnverfahren durchläuft und in letzter Instanz vor Gericht entschieden werden muss,müsste derjenige die Kosten tragen, der vollständig gewinnt. Sollten also die Ansprüche berechtigt sein, müssten Sie die bis dahin entstandenen Gerichtskosten und Anwaltskosten tragen,sollten die Ansprüche haltlos beziehungsweise nicht nachzuweisen sein, müsste die Gegenseite diese Kosten tragen.

Wie bereits gesagt kann ich Ihnen an dieser Stelle leider keine abschließende Auskunft geben,da ich nicht weiß, wie der Richter hier urteilen würde ( zumal der Richter insbesondere bei der Beweiswürdigung nach dem Gesetz einen gewissen Ermessensspielraum hätte).

Sofern der Antrag im Mahnverfahren aber zurückgenommen werden würde, müsste der Antragsteller (=die Gegenseite) die bis dahin entstandenen Kosten tragen.

Zunächst müsste abschließend geklärt werden, ob die Gegenseite hier überdurchschnittliche Erfolgsaussichten hat, um die geltend gemachten Forderungen durchzusetzen. Vor diesem Hintergrund würde ich Ihnen anraten, ein Rechtsanwalt vor Ort mit der abschließenden Klärung der Sach- und Rechtslage und anschließend der Wahrnehmung der rechtlichen Interessen zu beauftragen.

Sollte das Ergebnis darauf hinauslaufen, dass die Gegenseite sehr hohe Chancen hat, die Ansprüche durchzusetzen, sollte versucht werden mit der Gegenseite eine Einigung zu treffen (zum Beispiel Ratenzahlung),in deren Wege auch der Antrag im Mahnverfahren zurückgenommen und das gerichtliche Verfahren somit beendet wird.

Die Gegenseite wird voraussichtlich von Ihnen dann verlangen, dass Sie die Kosten des Mahnverfahrens tragen. Sofern eine Prüfung ergibt, dass die Gegenseite in einem Rechtsstreit voraussichtlich durchkommen würde, wäre Ihnen anzuraten,dieses zu akzeptieren. Hier kommt es natürlich auch auf Ihr Verhandlungsgeschick an.

Die Kosten vollständig umgehen können Sie nur dann, wenn Sie den Rechtsstreit gewinnen würden, die Ansprüche also unbegründet und insbesondere nicht nachweisbar sind. Hierauf haben Sie aber grundsätzlich keinen Einfluss, es hängt vielmehr von der Sach- und Rechtslage ab.

Da ich diese wie bereits mitgeteilt nicht kenne, kann ich Ihnen an dieser Stelle leider keine abschließende Auskunft dazu geben und Ihnen nur noch einmal dringend empfehlen, umgehend einen Kollegen vor Ort mit der abschließenden Klärung der Sach- und Rechtslage zu beauftragen.

Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagnachmittag!

Nachfrage vom Fragesteller 29.05.2012 | 14:15


Das heisst übersetzt, wenn ich die Widerrufe nicht zurückziehe würde was passieren?

Bzw. was würde geschehen wenn ich sie zurückziehen würde?

Kommt es automatisch zu einer Klage oder müsste die Gegenseite die Klage durchsetzen WOLLEN?

Das Wollen würde nicht geschehen... die Gegenseite ist wie gesagt aus dem familären Hintergrund mit dem man sich jetzt geeinigt hat.

Es bedarf nur der offiziellen Klärung.

Bitte Sie nochmals kurz Stellung auf meine ersten 2 Fragen zu nehmen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.05.2012 | 14:34

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für den Nachtrag.

Sofern Sie den Widerruf nicht zurückziehen, bleibt dieser bestehen,also wenn die Gegenseite ist beantragt,würde es in das ganz normale gerichtliche Verfahren überlaufen.

Automatisch kommt es allerdings nicht zu einer Klage, die Gegenseite müsstest die Klage ausdrücklich beantragen und auch den Gerichtskostenvorschuss leisten, die Klage also "wollen",das ist vollkommen richtig.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagnachmittag!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste


Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt




FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70030 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Die schnelle und konkrete Antwort hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte diese Webseite leider zu spät kennengelernt. Vorher war ich bei zwei Anwählte, die mir gar nicht geholfen haben. Ein Anwalt hat sogar die Akten und der Vertrag ... ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Frage 1 ist leider nicht eindeutig beantwortet worden ; ansonsten aber sehr zufriedendstellende Antworten. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
sehr gut verständliche und kompetente Antwort ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen