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Was würde passieren, wenn sich der Auszug unserer Mieter doch noch verzögern würde?


12.08.2007 20:45 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Sehr geehrte Damen und Herren,

Ende letzten Jahres haben wir uns ein Einfamilienhaus gekauft, das zurzeit noch vermietet ist. Nachdem wir im Grundbuch eingetragen waren, haben wir Ende März 2007 den Mietern wegen Eigenbedarf zum 30. September gekündigt. (Da das Mietverhältnis mit dem Vorbesitzer zum 1. April 1999 geschlossen wurde, beträgt unseres Wissens nach die Kündigungsfrist 6 Monate bei 8 Jahren Mietzeit bis zum Kündigungsschreiben.)
Das Kündigungsschreiben hatten wir zusammen mit einem Anwalt formuliert (also detaillierte Kündigungsgründe aufgeführt sowie auf die Möglichkeit des Widerspruchs wegen unzumutbaren Härten hingewiesen). Da es inzwischen weniger als 2 Monate bis zum Kündigungstermin sind, haben die Mieter – soweit wir informiert sind – nicht mehr die Möglichkeit, wegen unzumutbaren Härten Widerspruch einzulegen. Aus diesem Grund überlegen wir nun, unsere derzeitige Mietwohnung zum 30. November 2007 zu kündigen (Kündigungsfrist beträgt für uns als Mieter 3 Monate).

Hierbei haben wir folgende Fragen:
1) Was würde passieren, wenn sich der Auszug unserer Mieter doch noch verzögern würde? Könnte es sein, dass wir dann – weil wir ja selbst unsere eigene Mietwohnung gekündigt haben – aus unserer jetzigen Mietwohnung in eine Zwischenunterkunft umziehen müssen oder können wir in diesem Fall unser Mietverhältnis ohne weitere Nachteile fortsetzen? (Eigentlich wollte unser Vermieter unsere Mietwohnung verkaufen. Wir können aber nicht ausschließen, dass er die Wohnung im Falle unserer Kündigung doch noch einmal zum 1. Dezember 2007 vermietet.)
2) Wie könnten wir für den Fall, dass wir in unserer jetzigen Mietwohnung trotz unserer Kündigung verbleiben dürfen, dann ein weiteres Mal (zum dann späteren Auszugstermin unserer Mieter) kündigen? Gilt dann erneut eine dreimonatige Kündigungsfrist?

Für eine Antwort wären wir Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Fragen auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

1)Sollte sich der Auszug Ihre Mieter verzögern, müssten Sie bei einer erklärten Kündigung Ihrerseits für die eigene Mietwohnung in eine Zwischenunterkunft ziehen. Die von Ihnen gegenüber Ihrem Vermieter erklärten Kündigung kann nicht unter der Bedingung erklärt werden, dass diese nur wirksam sei, sofern Ihr eigener Mieter auch das Einfamilienhaus räumt.
Bei einer unterstellten wirksamen Kündigung zum 30.09. - deren Prüfung nicht Gegenstand der Frage ist und auch nur nach genauer Prüfung der Unterlagen erfolgen kann - könnten Sie allerdings die Kosten der Zwischenunterkunft als Schadensersatz gegen Ihren Mieter geltend machen.

2) Sollten Sie sich mit Ihrem Vermieter einvernehmlich auf eine Fortsetzung des Mietverhälntisses einigen, würde sich die Kündigungsfrist bei erneuter Kündigung ebenfalls auf 3 Monate belaufen.


Ich hoffe, Ihnen ein erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Günthner
Rechtsanwalt
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