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Wartungsauftrag, Reparatur ohne Auftrag


| 08.06.2005 21:32 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



In einer vermieteten Eigentumswohnung wird die Wartung der Gastherme, im Auftrag des Hausverwalters durchgeführt. Heizung wird alle 2 Jahre gewartet und läuft problemlos.
Direkt nach der Wartung bemerkt die Mieterin, dass die Heizung nicht mehr läuft. Sie informiert die Wartungsfirma über den Ausfall der Heizung. Ein anderer Monteur erscheint und ruft die Hotline der Herstellerfirma an. Heizungsausfall über das Wochenende, es soll ein Ersatzteil bestellt werden. 3 Tage später Einbau der Leiterplatte 1, Telefongespräche mit Hotline, Heizung läuft immer noch nicht. Auf den Einwand der Mieterin sie muss den Eigentümer -das bin also ich- informieren, erwidert der Monteur, dass die Firma dies übernimmt. (Name u. meine Adresse sind der Firma bekannt) Es erfolgt noch der Einbau eines elektronischen Reglers. Heizung funktioniert immer noch nicht! Wiederum ausgiebiges Telefonat mit der Hotline. Endlich funktioniert die Heizung. Mit Erhalt der Rechnung in Höhe von 470 Euro erhalte ich erstmalig Kenntnis von der Reparatur. Auftrag wurde nie erteilt. Lt. Mieterin wurde ca. die Hälfte der 3 Monteurstunden mit Telefongesprächen verbracht. Ausgebauten Teile habe ich nie gesehen. (Sind beide überhaupt defekt?)
Seltsam: Heizung wird gewartet und ist anschl. defekt. Reparaturauftrag wäre meinerseits nicht an diese Wartungsfirma erteilt worden, sondern an die Firma die meine eigene Heizungsanlage betreut. Heizungsfirma hat nie mit uns gesprochen, (auch Mieterin nicht) erster Kontakt war der Erhalt der Rechnung. (Sachverhalt wurde uns nach Rücksprache mit Mieterin bekannt.)
Rechnung: Anteilig: 90 Euro Wartung, 380 Euro Reparatur, Gesamtbetrag 470 Euro.
Frage: Ich bezahle selbstverständlich die Wartung in Höhe von 90 Euro, wie verhalte ich mich gegenüber der Heizungsfirma mit der Restforderung in Höhe von 380 Euro?
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie brauchen nur die Kosten für die vereinbarte Wartung der Heizungsanlage zu tragen. Denn zwischen Ihnen und der Wartungsfirma war lediglich ein Vertrag über die Wartung der Heizung geschlossen worden. Dementsprechend wurde eine Wartung auch durchgeführt.

Die darüber hinaus gehende Zahlungsaufforderung können sie aufgrund folgender Gründe zurückweisen:

Die späteren Reparaturmaßnahmen erfolgten ohne einen entsprechenden Auftrag von Ihnen. Die Arbeiten wurden zwar durch einen Anruf Ihrer Mieterin veranlasst. Doch wollte sie weder in eigenem noch in Ihrem Namen einen Auftrag auslösen. Dementsprechend kann die Wartungsfirma für die Durchführung der Reparaturen keine Vergütung nach Werkvertragsrecht verlangen.

Ein Anspruch auf Ersatz der Aufwendungen entsprechend den Vorschriften zur Regelung der Geschäftsführung ohne Auftrag scheidet ebenfalls aus. Ein derartiger Ersatzanspruch hätte vorausgesetzt, dass die Wartungsfirma Sie über das Erfordernis der Reparaturen informiert und Ihre Entscheidung, wie weiter verfahren werden soll, abwartet. Nur der Aufwand für unaufschiebbare Maßnahmen wäre hier erstattungsfähig. Die Wartungsfirma hätte Sie ohne weiteres über die erforderliche Reparatur informieren können. Stattdessen hat ihr Monteur sogar verhindert, dass Sie von Ihrer Mieterin informiert werden, in dem er vorgab, Sie selbst anzurufen zu wollen.

Schließlich kann die Wartungsfirma sich auch nicht darauf berufen, Sie seien durch die erfolgten Reparaturmaßnahmen ungerechtfertigt bereichert worden. Denn der Wartungsfirma war bei Durchführung der Arbeiten bewusst, dass kein über die normale Wartung hinausgehender Vertrag besteht.

Darüber hinaus ist auch noch völlig offen, aus welchem Grund die Heizung, welche zuvor tadellos funktionierte, nach der Wartung defekt war. Wurde der Defekt durch fehlerhafte Wartungsarbeiten verursacht, müssen Sie auch deshalb für die dadurch entstandenen Kosten nicht aufkommen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Ausführungen weiter geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Ingo Kruppa
Rechtsanwalt
www.kruppa-ruprecht.de
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