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Fahrzeug weist einen anderen Mangel nach Reparatur auf.

| 23.09.2014 08:55 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes


Zusammenfassung: Beschädigung eines Fahrzeuges in der Werkstatt

Ich hatte einen selbst verschuldeten Auffahrunfall, wobei meine Stoßstange vorne rechts einen leichten Kratzer aufwies. Des Weiteren war der Parksensor vorne rechts leicht verkratzt und musste nachlackiert werden.
Durch meine Versicherung (Werkstattbindung) wurde mir eine Werkstatt benannt wo die Reparaturarbeiten ausgeführt werden sollten. Zudem wurde von meiner VErsicherung auch eine Innenraumreinigung veranlasst.
Auto wurde fachgerecht repariert und Innenraum gereinigt. Bei der Prüfung der Rechnung fiel mir auf, dass ein Xenonscheinwerfer berechnet wurde. Dadurch lag der Rechnungsbetrag bei ca. 1900 € (allein 700 € für den Scheinwerfer). Hat mich nicht weiter gestört, da ich eine Selbstbeteilgung von max. 300 €, sowie eine Rabattschutz auf meine Versicherungsbeitäge hatte.
Ich habe mein Fahrzeug bei der Abholung außen geprüft, ob die Arbeiten wie vereinbart ausgeführt wurden. Der Innenraum war auch gereinigt. Alles gut.
Abholung war am Donnerstag und am folgenden Montag wollte ich mein Versicherungsunterlagen (Kärtchen für Unfallteilnehmer etc.) wieder ins Handschuhfach legen. Da musste ich dann allerdings feststellen, dass vom Griff ein Stück fehlte. Da ich nicht päpstlicher als der Papst sein wollte, bin ich zu meinen Autohaus gegangen, um mir einen Preis für den Ersatz nennen zu lassen. Dort sagte man mir, dass es diese Teil nicht einzeln gibt, sondern das ganze Handschuhfach gewechselt werden müsste. Habe mir auch dort die schematische Zeichnung des Handschuhfaches zeigen lassen, da ich es nicht glauben konnte. Jedenfalls ist der veranschlagte Kostenpunkt ca. 290 €. Ich sehe nicht ein, dass ich darauf sitzen bleibe, zumal ich 100% sicher bin, dass der Griff vorher i.O. war, da ich beim Unfall dort auch die entsprechenden Versicherungsunterlagen entnommen hatte.

Meine Vermutung ist, dass bei der Innenraumreinigung der Griff versehentlich abgefallen und wahrscheinlich aufgesaugt wurde.

Wie stehen meine Chancen hier eine Nachbesserung zu verlangen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Wurde Ihr Fahrzeug in der Werkstatt beschädigt, haftet dafür der Inhaber des Betriebes. Sie können Schadensersatz verlangen.

Die Schadensersatzverpflichtung kann aber u.U. durch die Geschäftsbedingungen der Werkstatt eingeschränkt worden sein. Hierzu sollten Sie die Geschäftsbedingungen beschaffen und einsehen.

Schwierigkeiten können sich daraus ergeben, dass Sie beweisen müssen, dass das Handschuhfach bei Annahme des Fahrzeuges in der Werkstatt unbeschädigt gewesen ist.

Weiter kann es Probleme geben, da Sie Ihr Fahrzeug zunächst als ordnungsgemäß repariert abgenommen haben. Nach Ihrer Schilderung haben Sie den Schaden erst einige Tage später bemerkt. Sie sind daher auch hier in der Beweislast, dass der Schaden am Handschuhfach bei Abholung des Fahrzeuges vorhanden war.

Sollte die Werkstatt bestreiten, den Schaden verursacht zu haben, kann es schwierig werden, den notwendigen Beweis zu erbringen, dass sich der Schaden am Handschuhfach während des Werkstattaufenthaltes ereignet hat. Welche Beweismittel in Ihrem konkreten Fall zur Verfügung stehen, kann hier nicht beurteilt werden.

Falls Sie gegen die Werkstatt vorgehen möchten, sollten Sie den Schaden umgehend noch einmal schriftlich anzeigen und sorgfältig dokumentieren. Bevor Sie das Handschuhfach bei einer anderen Werkstatt reparieren lassen, können Sie der Werkstatt zur Kostenersparnis Gelegenheit geben, die Reparatur auf eigene Kosten durchzuführen. Bei einem Austausch des Handschuhfaches sollten Sie sich vorsorglich das defekte Teil aushändigen lassen, damit dieses später ggf. für einen Rechtsstreit zur Verfügung steht.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 23.09.2014 | 10:05

Sehr geehrter Herr Matthes,

vielen Dank für Ihre Ausführungen. Meine Ehefrau war beim Unfall mit im Auto und könnte daher auch bezeugen, dass zu diesem Zeitpunkt der Handschuhfach i.O. war und es jetzt nicht mehr ist. Das Fahrzeug wurde in der Zwischenzeit ausschließlich von mir genutzt und der Mangel wurde sofort nach Entdeckung angezeigt.

Reicht meine Frau als Zeugin aus oder ergeben sich Bedenken aufgrund der Familienbande, dass sie als befangen angesehen würde?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.09.2014 | 10:25

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Ehefrau kann Zeugin sein. Es gibt keine Annahme, dass Familienmitglieder oder enge Angehörige als Zeugen grundsätzlich befangen sind. Die Würdigung des Zeugenbeweises erfolgt letztlich durch das Gericht.

Bedenken bleiben allerdings, da das Fahrzeug nach der Abholung genutzt wurde, ohne dass die Zeugin bei allen Fahrten zugegen war. Eine lückenlose Aussage dürfte daher nicht möglich sein.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 23.09.2014 | 10:47

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