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Wahrscheinlich versuchter Betrug

| 26.08.2019 19:41 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Ich habe heute eine ziemlich dumme Sache gemacht.
Ich habe einen neuen Fernseher gekauft (Wert 1.799€). Als ich dann zu Hause war ist mir aufgefallen, dass der Aufkleber mit den Informationen abgegangen ist.
Ich habe dann aus mir jetzt mir jetzt nicht mehr so ganz ersichtlichen Gründen entschlossen unseren alten Fernseher (Wert 1.200€) in die Packung des neuen Fernsehers zu stecken und im Fachmarkt zu behaupten, dass ein falscher Fernseher in der Verpackung war.
Ich weiß, das ist ziemlich dumm und für mich jetzt auch nicht mehr nachzuvollziehen.
Zuerst behauptete ich dort, dass auch wirklich alles so war. Nach zwei Stunden ereilte mich dann mein schlechtes Gewissen und ich bin in den Markt zurück und habe alles gebeichtet.
Natürlich musste der Detektiv alles aufnehmen und ich habe dort auch eine Strafe in Höhe von 300€ gezahlt.
Den neuen Fernseher habe ich behalten, es ist ja auch alles rechtmäßig bezahlt. Den alten Fernseher hat der Markt einbehalten als „Beweisstück", wie sie sagten.
Meine Frage ist jetzt, was mich hier erwarten kann. Ich habe mir in meinem Leben bisher nur ein Telefonat während der Autofahrt zu Schulden kommen lassen.
Ich habe alles zugegeben, die Strafe im Markt und auch den Fernseher ja bezahlt. Ich weiß, es war der Versuch eines Betrugs, den ich ja dann zum Glück auch eigenständig zugegeben habe.
Das Formular beim Detektiv wurde im Übrigen nur mit meinen Daten ausgefüllt, der Rest blieb leer. Eine Kopie habe ich nicht erhalten.
Kann ich evtl. damit rechnen, dass das alles fallengelassen wird? Die Strafe im Markt hat sich aus dem Differenzbetrag des neuen und alten Geräts berechnet.
Sollte ich bereits jetzt einen Anwalt einschalten, oder warten bis und ob eine Meldung der Polizei kommt?
Für eine Antwort bedanke ich mich im Voraus.

26.08.2019 | 22:22

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

haben Sie vielen Dank für Ihre Rechtsfrage.

Die Tat ist gemäß § 263 StGB: Betrug strafbar und wird mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft. Wenn Sie bisher noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten sind, ist es realistisch, dass gegen Sie eine Geldstrafe verhängt wird. Sofern Sie geständig sind, ist es zudem denkbar, dass ein Strafbefehl erlassen wird, der einen Hauptverhandlungstermin entbehrlich macht.

In jedem Falle ist es bei Ermittlungsverfahren anzuraten, dass Sie sich anwaltlich verteidigen lassen. Sie können bereits jetzt einen Verteidiger aufsuchen. Spätestens wenn Sie jedoch eine Vorladung von der Polizei erhalten, wäre geboten, dass Sie einen Strafverteidiger beauftragen. Ein Verteidiger wird eventuell auf eine Einstellung, jedenfalls aber auf den Erlass eines Strafbefehls hinwirken können, der Sie vor der Unannehmlichkeit einer Hauptverhandlung bewahrt.

Wenn Sie in der Angelegenheit Hilfestellung benötigen, können Sie sich jederzeit gern und am besten per E-Mail an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen
Kianusch Ayazi, LL.B. (Bucerius Law School)
- Rechtsanwalt -


Rückfrage vom Fragesteller 26.08.2019 | 23:21

Vielen Dank für die schnelle Rückmeldung

Hätte man mir nicht auch eine Kopie der aufgenommenen Daten geben müssen.
Ich habe unterschrieben, dass ich den Fall zugebe und auch das Hausverbot annehme. Aber jetzt könnte man ja sonstwas eintragen und ich habe keinen Nachweis.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26.08.2019 | 23:41

Vielen Dank für Ihre Rückfrage.

Es ist in aller Regel zu empfehlen, nichts zu unterschreiben, wenn Sie hierzu keine Rechtspflicht haben. Wenn Sie etwas unterschreiben, sollten Sie sich sogleich eine Abschrift geben lassen.

Nunmehr könnte man versuchen, eine Abschrift nach § 810 BGB: Einsicht in Urkunden zu verlangen. Diesen Anspruch müsste man aber erforderlichenfalls gerichtlich gegen das Geschäft durchsetzen. Dies kann Zeit in Anspruch nehmen und geht leider auch mit einem Prozessrisiko einher.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 28.08.2019 | 06:42

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