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WG ohne Mietvertrag


| 27.02.2006 16:44 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Frage bezieht sich auf das Mietrecht, wenn kein Mietvertrag vorliegt.
Also... mein Sohn wohnt seit Oktober 2005 mit 3 weiteren Bewohnern einer Studenten-WG in einer 4-Zimmer-Altbau-Wohnung. Die Hauptmieterin mit gültigem Mietvertrag zog zum 1.Oktober 05 aus und eine Mitbewohnerin trat in den Mietvertrag ein. Der Vermieter akzepierte sie telefonisch als Nachmieterin, ohne jedoch einen Mietvertrag abzuschließen. Die Miete wurde wie bisher an den Vermieter überwiesen. Er war auch bei Nachfrage nach dringend notwendigen Reparaturen nicht erreichbar bzw. unzuverlässig mit Zusagen. Mein Sohn bekam nur eine Kopie des bestehenden ( abgelaufenen?)Vertrages von der Mitbewohnerin.
Diese neue Hauptmieterin ist jetzt kurzfristig mit 1 Monat Vorankündigung ausgezogen, 2 weitere Mitbewohner ziehen ebenfalls in den nächsten Monaten um. Da die Wohnung sehr zentral liegt, möchte mein Sohn unbedingt weiterhin dort wohnen und als Hauptmieter der 4er WG die Wohnung mieten. Wie sieht die Rechtslage aus, wenn er keinen Mietvertrag bekommt, der Vermieter jedoch die Miete pünktlich erhält. Welche Kündigungsfristen gelten bei einem mündlichen Vertrag? Herzlichen Dank für Ihre Auskunft.
Guten Abend,

da ist Ihr Sohn zunächst in einer mißlichen Lage. Es kommt, sofern kein schriftlicher Vertrag ausdrücklich geschlossen ist, darauf an, was mündlich besprochen worden ist.

Hier ist offensichtlich allein ein Mietvertrag zwischen der Mitbewohnerin und dem Vermieter geschlossen worden, wobei offensichtlich zumindest stillschweigend das Recht zur Untervermietung eingeräumt worden ist. Hierfür spricht auch, daß Ihr Sohn die Ablichtung des alten Mietvertrag allein von seiner Mitbewohnerin, nicht aber von dem Vermieter erhalten hat.

Dies bedeutet für Ihren Sohn als Untermieter, daß er gegenüber dem Vermieter das Recht zum Bewohnen der Wohnung verliert, wenn die Hauptmieterin kündigt. Diese kann grundsätzlich jederzeit ohne Gründe kündigen, sie muß nur die gesetzliche Kündigungsfrist zum Ablauf des übernächsten Monats bei einer Kündigung bis zum dritten Werktag einhalten.

Da die Miete bis jetzt ja immer pünktlich gezahlt worden ist, kann ich Ihrem Sohn nur raten, sich schnellstmöglich mit dem Vermieter in Verbindung zu setzen, um eine Übernahme des Mietvertrages zu erreichen. Dies dürfte eigentlich auch im Interesse des Vermieters liegen. Sinnvoll wäre es dann, einen schriftlichen Vertrag ausdrücklich als Wohngemeinschaft mit dem Vermieter abzuschließen, da es dann nicht mehr darauf ankommt, ob ein Hauptmieter auszieht oder nicht.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 28.02.2006 | 09:26

Sehr geehrter Herr Weiß,

herzlichen Dank für Ihre rasche Antwort. Ich hätte noch eine Rückfrage zu dem schriftlichen Vertrag als Wohngemeinschaft. Meinen Sie damit, daß jedes Mitglied der WG als Mieter im Vertrag eingetragen ist? Das wäre bei dem häufigen Wechsel in Studenten WG´s ja problematisch und sehr aufwendig für den Vermieter,oder?
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag und freue mich sehr über diese praktische Hilfe im Net.

Herzliche Grüße
eine besorgte Mutter

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.02.2006 | 13:47

Guten Tag,

die Nennung aller Mitglieder der Wohngemeinschaft im Vertrag sollte gerade vermieden werden. Sinnvoll ist es gerade, aus Mieterseite lediglich die Bezeichnung "Wohngemeinschaft Adresse" zu verwenden, da dann die Mieterseite gerade unabhängig von dem Wechsel der einzelnen Mitglieder ist.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

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