Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

WEG Hausgeld Zwischenabrechnung Heizung und Wasser

| 06.10.2012 13:05 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Ich habe Ende letzten Jahres meine Eigentumswohnung verkauft. Mit der Übergabe wurde am 26.11.2011 für den Nachbesitzer und die Hausverwaltung ein Protokoll mit allen Zählerständen erstellt. Ich habe erst jetzt am 29.09.2012 die Zwischenabrechnung vom Nachbesitzer erhalten. Die Zwischenabrechnung wurde von Minol Brunata nach irgendwelchen Gradzahlen und Nutzungsdauer berechnet und nicht nach Zählerständen. Selbst wenn ich diese Abrechnung akzeptiere, die für mich sehr ungünstig ist, bleibt für mich ein Guthaben von 285.- Euro. Die Gegenseite ist jedoch der Meinung mit dem Verkauf wäre alles abgegolten und es gäbe lt. Gesetz keine Verpflichtung über Heizung- und Wasserkosten abzurechnen. Nach meinem Wissen ist nur die Instandhaltungsrückstellung im Immobielienverkauf mit enthalten.

Muss der Käufer mit mir die Heizungs- und Wasserkosten verrechnen?
Könnte ich auf eine Abrechnung nach Zählerständen bestehen?
Muß das der Nachbesitzer bei der Hausverwaltung veranlassen?
Wo wäre der Gerichtsstand?
Muß man auf einen Verjährungstermin achten?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Es kommt darauf an, ob und ggf. welche Vereinbarungen insoweit im KAUFVERTRAG über die Eigentumswohnung getroffen worden sind.

Nur wenn eine entsprechende VEREINBARUNG getroffen wurde muss der Käufer Ihnen eine Abrechnung erteilen und ein etwaiges Guthaben
auszahlen. Sie sollten hierzu den Kaufvertrag prüfen. Wenn nichts anderes vereinbart worden sein sollte, hätte der Käufer Recht und es wäre mit dem Verkauf alles abgegolten.

Eine gesetzliche Verpflichtung des Käufers einer Eigentumswohnung, dem Verkäufer gegenüber über das Hausgeld sowie Heizung und Wasser abzurechnen, besteht nicht.

Der Verwalter muss nur gegenüber dem (neuen) Eigentümer abrechnen.Ihnen gegenüber muss er keine Abrechnung mehr erteilen, da Sie aus der Wohnungseigentümergemeinschaft ausgeschieden sind.

Eine private Zählerablesung ist bei einer Eigentumswohnung nicht sinnvoll. Die Ablesung hätte vom Abrechnungsdienst Minol Brunata durchgeführt werden müssen. Dies wird aber meist wegen damit verbundener zusätzlicher Kosten nicht gemacht. Eine Abrechnung nach Gradzahltagen und Nutzungsdauer ist nach der Heizkostenverordnung möglich und zulässig.

Eine etwaige Klage müßten sie an dem Gericht erheben, in dessen Bezirk der Käufer wohnt § 13 ZPO).

Die regelmäßige Verjährung beträgt 3 Jahre (§ 195 BGB). Die Verjährung beginnt nach § 199 BGB mit dem Schuss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste.

Ich kann Ihnen nur raten, den Kaufvertrag über die Eigentumswohnung konkret anwaltlich ürüfen zu lassen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Moosmann, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 06.10.2012 | 18:24

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"seht gut besser gehts nicht !!!!!"
FRAGESTELLER 06.10.2012 5/5,0