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Verwalter hat eigenes Wohneigentum in der Anlage


| 17.11.2011 22:49 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Guten Tag,

der Verwalter einer Eigentumsanlage hat in dem Objekt auch eigene Wohnungen. Auf Versammlungen nutzt er sein eigenes Stimmrecht und bekommt auch von anderen Eigentümern teilweise die Stimmrechte übertragen.

Aus meiner Sicht entscheidet der Verwalter nicht mehr neutral und zum Wohle der Eigentümergemeinschaft, sondern agiert nur in seinem Interesse.

Gibt es Möglichkeiten zu erwirken, dass die Stimmanteile des Verwalters ruhen müssen, solange er Verwalter ist? Und dass er solange er diese Doppelfunktion wahrnimmt, auch nicht im Namen der anderen abstimmen darf? Oder gibt es eine Möglichkeit, ihn wegen fehlender Neutralität kurzfristig abzusetzen?


Vielen Dank für eine Antwort.
Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre wie folgt:

Abstimmen dürfen alle im Grundbuch eingetragenen Wohnungseigentümer, unabhängig von der Verwaltereigenschaft. Sollte der Verwalter auch gleichzeitig Eigentümer sein, darf er selbst dann mitstimmen, wenn es um seine Bestellung oder Abberufung geht (OLG Hamburg, Urteil v. 16.7.2001 - 2 Wx 116/00, ZMR 2001, S. 997; OLG Stuttgart, OLGZ 1977, S. 433).

Für eine Abberufung eines Verwalters muss jedoch ein wichtiger Grund vorliegen.

Wenn jedoch bewiesen werden kann, dass er nicht mehr die Interessen der Gemeinschaft wahrnehmen kann und der Gemeinschaft dadurch Nachteile entstehen, kann der Verwalter aus wichtigem Grund bereits mit Stimmenmehrheit abgewählt werden (§ 26 WEG).

In diesem Fall darf der Verwalter selbst auch nicht mitstimmen (BGH, Urteil v. 19.9.2002 - V ZB 30/02 ZMR 2002, S. 930).
Bewertung des Fragestellers 21.12.2011 | 10:26


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