Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verlemdung


13.07.2006 14:42 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Guten Tag,
ich hoffe sehr, dass Sie mir in dieser Angelegenheit helfen können.
Ich bin Mieterin in einem Mehrfamilienhaus und werde seit nun fast 3 Jahren durch nächtlichen Lärm einer Nachbarin belästigt. Der Vermieter weiß bescheid. Wegen der Nachbarin kam es schon häufiger zu Beschwerden beim Vermieter durch mich und andere Hausbewohner.
Die Polizei wurde auch schon häufiger von mir und den anderen Hausbewohnern gerufen.
Nun habe ich mich vor einigen Monaten „gewagt“ zur Polizei zu gehen und habe eine Anzeige gegen die Lärmverursacherin erstattet. Auf Dauer hat`s nichts gebracht. Der Vermieter riet mir dazu ein Lärmprotokoll zu schreiben, dieses übergab ich ihm schließlich.
Die lärmende Nachbarin zeigt sich jetzt so dreist, dass jetzt ein Ermittlungsverfahren wegen Verleumdung gegen mich einleiten ließ. Ich soll mich zur Beschuldigung äußern.
- was kann ich tun, um klar zu machen, dass die Lärmende es hier mit einer bösen Retourkutsche versucht?
- woher weiß der Nachbarin, dass ich mich bei der Polizei und dem Vermieter beschwerte?
Zudem startete die Nachbarin jetzt eine regelrechte "Hetzkampagne" gegen mich.
Ich fühle mich machtlos ausgeliefert.
Herzlichen Dank im Voraus.

Aleena
Sehr geehrte Fragestellerin,


auf folgendem Weg kann Ihre Nachbarin von Ihrer Anzeige erfahren haben:

- Akteneinsicht durch einen Rechtsanwalt (aus der Ermittlungsakte ist der Anzeigeerstatter ersichtlich)

- "Vertraulicher" Hinweis eine Ermittlungsbeamten (dieser darf nicht explizit sagen wer der Anzeigeerstatter ist, aber falls Ihre Nachbarin bei ihrer polzeilichen Vernehmung z.B. gefragt wurde "Warum sagt die Frau X (Sie) denn dann sowas ? " oder "Die Frau X stört das aber," ist der Rückschluss leicht zu ziehen.

- Ihr Vermieter hat Ihrer Nachbarin von Ihrer Anzeige erzählt.

Sie haben nun im Grunde zwei Möglichkeiten:

1. Sie müssen im Ermittlungsverfahren nicht aussagen, daher äußern Sie sich nicht und gehen zu keiner polizeilichen Vernehmung (müssen Sie ebenfalls nicht). Sie warten in Ruhe ab, ob Ihnen eine Straftat nachgewiesen werden kann, denn zunächst gilt zu Ihren Gunsten die Unschuldsvermutung und nach Ihrer Schilderung sind Ihre Aussagen ja schließlich wahr.

2. Sie gehen offensiv mit der Sache um und legen alle Unterlagen (Korrespondenz mit dem Vermieter, Lärmprotokolle etc.) vor. Das sollten Sie aber nur dann tun, wenn darin keine unwahren Tatsachen behauptet werden, da Sie sonst Gefahr laufen, die Sie belastenden Unterlagen selbst herauszugeben.

Bitte haben Sie Verständnis, dass Ihnen von hier aus mangels exakter Sachverhaltskenntnis keine eindeutige Empfehlung zu Alternative 1) oder 2) gegeben werden kann, dies kann die Erstberatung im Rahmen dieses Forums nicht leisten.

Ich hoffe jedoch, Ihnen auf diesem Weg eine erste Orientierung ermöglicht zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.07.2006 | 17:51

Sehr geehrter Herr Jeromin,
vielen Dank für Ihre Antwort - diese hilft mir weiter.
Gerne möchte ich noch wissen, ob ggf. wie ich gegen die "Hetzkampagne" vorgehen sollte. Ich werde zu Unrecht bei weiterer Nachbarschaft diskreditiert.
Mit freundlichen Grüßen
Aleena

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.07.2006 | 18:54

Sehr geehrte Fragestellerin,


selbstverständlich müssen Sie sich nicht vor Dritten beleidigen oder verleumden lassen.

Hier benötigen Sie handfeste Beweise, dann können Sie wiederum eigene strafrechtliche Schritte unternehmen, auch zivilrechtliche Unterlassungsansprüche sind denkbar.

Ob hier aber schon Straftatbestände erfüllt sind, sollten Sie, falls Sie sich entschliessen sollten, eigene Schritte einzuleiten, allerdings vorher anwaltlich prüfen lassen, um sich nicht der Gefahr einer falschen Verdächtigung auszusetzen.

Ein Rechtsanwalt könnte den Sachverhalt entsprechend professionell auf- und Ihre Ansprüche präzise herausarbeiten und "auf den Weg bringen".

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER