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Verkauf von Fotos über das Internet


21.01.2005 19:05 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

in meiner Freizeit fotografiere ich sehr.
Nun ist eine umfangreiche Fotoausrüstung sehr teuer und als Amateur steckt man nur Geld rein. Eine kleine Refinanzierung wäre da sehr hilfreich.
Ich habe mir jetzt überlegt einige meiner Fotos im Internet in einem eigenen Shop auf meiner eigenen privaten Homepage zu verkaufen. Dabei sollen die Fotos entweder als Datei oder bereits als entwickwickelte Papierbilder versand werden. Es handelt sich nicht um Auftragsarbeiten.
Ein Gewerbe möchte ich nicht anmelden, weil ich denke, dass meine Verkäufe eher gering sind. Am Fiskus möchte ich natürlich nichts vorbei schummeln und entsprechende Angaben beim Lohnsteuerjahresausgleich machen.

* bis zu welchem Betrag spricht man noch von Privatverkauf?
* gibt es rechtliche Bedenken? (darf ich das... oder was darf ich nicht)
* Muß ich AGB´s erstellen?
* würden Sie mir gegen weitere Gebühr Unterstützung leisten und mein Projekt rechtlich abklopfen?

Mit freundlichen Grüßen,
IngoT

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Zu den einzelnen Fragen:

1.
Für die Frage, bis wann noch Privatverkäufe vorliegen, ist zunächst zwischen dem Zivilrecht und dem Steuerrecht zu unterscheiden:

a.
Zivilrechtlich sind Sie dann Unternehmer (und nicht mehr privater Verkäufer), wenn sich ihre Verkäufe als planmäßige und auf Dauer angelegte selbständige wirtschaftliche Tätigkeit unter Teilnahme am Wettbewerb darstellen. Dies betrifft auch bereits Kleingewerbetreibende. Sobald Sie also nicht nur ab und zu (quasi "just for fun") ein besonders gelungenes Bild verkaufen, sondern diese Verkäufe öfter tätigen, sind Sie Unternehmer, und zwar vom ersten Bildverkauf an. Eine feste Grenze läßt sich hierbei nicht festlegen. So kann etwa der gleichzeitige Verkauf eines Dutzend Fotos noch privat, d.h. nicht als Unternehmer, erfolgen, während z.B. der wöchentliche Verkauf jeweils eines Fotos bereits nach wenigen Verkäufen die Unternehmereigenschaft belegen kann.

b.
Für die steuerrechtliche Frage, ob Ihr Fotoverkauf (steuerfreies) Privatvergnügen oder aber (steuerpflichtiges) Gewerbe kommt es dagegen nicht so sehr auf den Umfang an, sondern insbesondere auch darauf, ob sich hiermit (sowohl tatsächlich wie auch in Ihrer Planung) auf Dauer irgendwann einmal ein Gewinn erzielen läßt. Wenn also auf Dauer Ihre Ausgaben über den zu erzielenden Einnahmen liegen, interessiert dies das Finanzamt nicht, andernfalls wäre der erzielte Gewinn von Anfang an einkommensteuerpflichtig. Lediglich von der Umsatzsteuer sind Sie dann noch befreit, solange der Umsatz im Vorjahr nicht über 17.500,- € und im laufenden Jahr nicht über 50.000,- € liegt.

2.
Rechtliche Bedenken bestehen hinsichtlich Ihres Vorhabens nicht, jedenfalls solange nicht, wie Sie nur eigene Bilder verkaufen und mit diesen Bildern nicht die Persönlichkeitsrechte dritter Personen verletzen.

3.
Sie müssen keine AGBs erstellen. Allerdings unterliegen Sie als Unternehmer bei einem Verkauf per Internet bestimmten Hinweispflichten (etwa auf ein Widerrufs- oder Rückgaberecht). Darüber hinaus sind Allgemeine Geschäftsbedingungen oftmals sinnvoll, um bestimmte rechtliche Bestimmungen zu Ihren Gusten zu klären, auch wenn dies inzwischen bei Geschäften mit Verbrauchern nur noch in einem eingeschränkten Umfang möglich ist. Bei einem "Verkauf" von Fotos empfehle ich die von Vereinbarung von AGBs allerdings bereits deshalb, um dort den genauen Umfang des Nutzungsrechts an dem Foto zu regeln, welche Sie dem "Käufer" einräumen.

4.
Selbstverständlich bin ich gerne zu einer weiteren, konkreteren Unterstützung bereit. Sprechen Sie mich hierauf einfach an.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht
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Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
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Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
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