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Verkäufer liefert gebrauchte aber als neu deklarierte Ware


10.01.2006 17:18 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Hallo!
Ich habe bei einem "angeblichen" Händler ein neues Nokia mit Zubehör, Rechnung und Garantie erworben. Art Nr.6466150781
238 € bezahlt. Handy bekommen, Teile des Zubehörs fehlten, die Rechnung natürlich, falsches Cover.
Über die Seriennr. des Gerätes habe ich bei einem Nokia-Händler herausgefunden, dass das Gerät schon 2004 gebaut wurde und im September 2005 repariert worden ist.
Es war wohl ein reklamiertes Gerät bei Saturn, das vom Markt repariert wurde und dann billig an Händler weiterverkauft.

Ich habe dies beim Verkäufer gemahnt, und ihm mitgeteilt, dass der Kaufvertrag für mich so nicht erfüllt wäre, weil es sich bei dem gelieferten Gerät nicht um den Gegenstand des Auktionsinhaltes handelt. Er antwortete darauf, er hätte das Gerät"für einen Kunden verkauft " und hatte " selbst keine Ahnungvon so etwas". In demselben Schreiben setzte ich ihm eine Frist zur Lieferung eines neuen Gerätes bis zum 13.1., unter der Bedingung, dass er zusichern könne, das an dem neuen Gerät nichts dran sei und es mit dem kompletten originalen Zubehör und mind. 23 Monaten Herstellergarantie geliefert wird. Seit nun mehr als 2 Tagen reagiert der Verkäufer nicht mehr auf meine Anfragen. Bei einer angegebene Tel.nr. ist- wie sollte es anders sein- nie jemand erreichbar.

Ich weiss,dass ich Rückgaberecht fordern könnte. Das hiesse allerdings- erst Rücksendung, dann Geld zurück. Ich habe natürlich Bedenken, jemals mein Geld wiederzubekommen. Und ich würde vermutlich auf den Portokosten sitzen (insg. dann 13 €).

Auch häufen sich solche Beschwerden von anderen Käufern.

Was soll ich nun tun, wenn er sich nicht mehr meldet bzw. ich nie ein Neugerät erhalte?
Immerhin habe ich mit diesem Gerät noch nicht mal mehr 1 Jahr Herstellergarantie und diverses Zubehör fehlt auch.
Lohnt sich ein Gang zum Anwalt, wenn die Frist verstrichen ist?
Wieviel würde ein Schreiben eines Anwalts kosten? Bin ich vorauslagepflichtig?

Vielen Dank für eine Beantwortung
Inka

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Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn der Verkäufer Ihnen ein Gerät als neu verkauft hat, es aber nicht neu war, so stehen Ihnen natürlich Gewährleistungsrechte zu. Wenn Sie die Möglichkeit nicht wählen wollen, sich das Geld gegen Rückgabe zurückzahlen zu lassen (wobei der Verkäufer tatsächlich erst zu zahlen braucht, wenn Sie das Gerät zurückgeschickt haben, so können Sie eine Minderung verlangen. Minderung bedeutet, dass Sie das Gerät behalten und der Kaufpreis entsprechend herabgesetzt wird. Damit können Sie das fehlende Zubehör und die verkürzte Garantie sowie die Tatsache, dass das Gerät gebraucht ist, kompensieren.

Der Gang zum Anwalt lohnt sich sicherlich. Verstreicht die von Ihnen gesetzte Frist ohne Reaktion, stehen Sie mit leeren Händen da. Schalten Sie einen Anwalt ein, so lassen sich erfahrungsgemäß viele "Gegner" schon umstimmen, da zum Ausdruck kommt, dass Sie die Sache ernst meinen.

Die Kosten für den Anwalt hängen vom Gegenstandwert ab. Bei einem Gegenstandswert von EUR 283,-- müssen Sie bei einem Gebührenansatz von 1,3 mit Kosten von EUR 32,50 + Postpauschale EUR 6,50 + 16% MwSt EUR 6,24 = EUR 45,24 rechnen, wenn der Anwalt nach RVG abrechnet. Als Mandantin müssten Sie für diese Kosten in Vorleistung treten.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 10.01.2006 | 17:41

Vielen Dank!
Ist es möglich, die Anwaltskosten später bei dem Verkäufer geltend zu machen?

Muss der Verkäufer die Kosten für die Rücksendung des alten Gerätes bezahlen, sobald das neue geliefert wurde?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.01.2006 | 17:54

Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn der Verkäufer sich mit der Erfüllung der Gewährleistungsansprüche im Verzug befindet, so muss er die Anwaltskosten als Verzugsschaden tragen. Die Kosten der Abwicklung der Gewährleistung geht zu Lasten des Verkäufers, mithin auch die Portokosten.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

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